"Soll auf Kosten der Steuerzahler die Zustellung der Wahlwerbung garantiert werden?"

Mair: „Fragwürdiges Abkommen zwischen Land und Post“

Freitag, 25. Mai 2018 | 15:13 Uhr

 

Bozen – Die freiheitliche Fraktionssprecherin im Südtiroler Landtag, Ulli Mair, verweist in einer Aussendung auf ein kürzlich getroffenes Abkommen zwischen der Autonomen Provinz Bozen und Poste Italiane, das einige Fragen aufwerfe. Für die Gewährung der Zustellung von Sendungen, wie Zeitungen, stellt das Land jährlich zusätzlich über drei Millionen Euro zur Verfügung. Damit dieser Dienst auch an Samstagen gewährleistet wird, entfallen weitere 1,5 Millionen Euro an die Post.

„Die Zurverfügungstellung von öffentlichen Mitteln, wäre nachvollziehbar, wenn bei der Post zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen würden, zumal eine Entlastung der bestehenden dünnen Personaldecke notwendig wäre“, hält die freiheitliche Fraktionssprecherin im Südtiroler Landtag, Ulli Mair in einer Aussendung einleitend fest. „Im Abkommen zwischen Provinz und Post ist jedoch von Personalaufstockung keine Rede. Vielmehr geht es rein um die Gewährleistung der Zusendungen, was eine Reihe von Fragen und Überlegungen aufwirft“, so Mair.

„Bei diesem Abkommen kommt beiläufig der fade Beigeschmack hinzu, dass die SVP neben der zeitnahen Zustellungen von Postsendungen auch die zuverlässige Zusendung der Wahlwerbung im Herbst gewahrt wissen will. Weshalb gerade jetzt das Abkommen zwischen Land und Post zustande gekommen ist und beträchtliche Mittel in Anspruch nimmt, ist mehr als fragwürdig“, stellt Ulli Mair fest.

„Weshalb derart große Geldbeträge seitens des Landes für einen selbstverständlichen Postdienst investiert werden ist geradezu grotesk, zumal die Post in verschiedenen Geschäftsfeldern und Branchen aktiv ist“, kritisiert die freiheitliche Landtagsabgeordnete.

„Mittels einer Anfrage wird zu erörtern sein, ob diese Zuwendungen an die Post im öffentlichen Interesse sind, weshalb gerade jetzt dieses Abkommen vor den Wahlen zustande kam und wer davon profitiert“, so Ulli Mair abschließend.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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9 Kommentare auf "Mair: „Fragwürdiges Abkommen zwischen Land und Post“"


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Mikeman
Mikeman
Universalgelehrter
26 Tage 5 h

diese Unsitten nehmen kein Ende, im Gegenteil man wird immer dreister.Warum wohl versucht man mit allen Mitteln einen Umschwung in der Politik zu verhindern ??

Tabernakel
26 Tage 4 h

Die Provinz kann die mit Taxi Tammerle verteilen lassen.

erika.o
erika.o
Superredner
26 Tage 3 h

ICH VERZICHTE !!!
mir brauch KEINER eine Wahlwerbung zuschicken !!!
… denn ich weiss ohnehin was und wen ich wähle !
ganz bestimmt keine Verschwenderpartei !

Neumi
Neumi
Universalgelehrter
25 Tage 23 h

… dann doch lieber eine, die dem Steuerzahler Sexspielzeug verrechnet. Das ist nie veschwendet.

6079_Smith_W
6079_Smith_W
Superredner
25 Tage 22 h

@Neumi

schlimmer als das verrechnete Sextoy ist die Sache mit der “Bombe”(Rentenskandal) die die Ulli vor der Wahl nicht platzen lassen konnte!

Neumi
Neumi
Universalgelehrter
23 Tage 13 h

@6079_Smith_W Klar, aber das andere ist unterhaltsamer.

Neumi
Neumi
Universalgelehrter
25 Tage 23 h

Haben nicht die Freiheitlichen zuletzt darüber gewettert, dass Zusendungen zu spät ankommen? Oder war das ein Vertreter der STF? Ich glaube, auch ein Vertreter des Heimatbundes hat darüber gejammert. Egal, warum sind sie dann nicht froh darüber, dass ihre Wahlwerbung jetzt wieder pünktlich ankommt?

Was die “Wahl” des Zeitpunkts angeht, darf man nicht vergessen, dass es noch nicht so lange her ist, dass die Übereinkunfte mit der Post nach langen Verhandlungen überhaupt getroffen wurden.

Dublin
Dublin
Kinig
26 Tage 3 h

…Wahlwerbung ungelesen sofort in den Mistkübel… 😄

6079_Smith_W
6079_Smith_W
Superredner
25 Tage 22 h

Und dann hat man wieder den ganzen Mist im Briefkasten obwohl man den “Keine Werbung”-Aufkleber drauf hat…

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