Sputnik V und Impfstoff von Sinopharm in der EU nicht anerkannt

Mair: Trotz Impfung kein „Grüner Pass“

Dienstag, 08. Juni 2021 | 09:39 Uhr

Bozen – Die freiheitliche Landtagsabgeordnete Ulli Mair weist in einer Aussendung auf eine neue Problematik rund um die Impfstrategie in der EU und den „Grünen Pass“ hin. Personen, die mit dem russischen Impfstoff Sputnik V oder dem chinesischen Totimpfstoff von Sinopharm gegen COVID-19 geimpft wurden, erhalten keinen „Grünen Pass“.

„In den beiden EU-Staaten Ungarn und Slowakei wird bereits der russische Impfstoff Sputnik V eingesetzt. Trotzdem wird diese Form der Immunisierung gegen das SARS-CoV-2-Virus hierzulande nicht anerkannt“, hält die freiheitliche Landtagsabgeordnete Ulli Mair in einer Aussendung einleitend fest und verweist auf ihre Anfrage, die sie im Landtag eingebracht hat.

Nachdem bekannt wurde, dass sich italienische Staatsbürger in Serbien impfen lassen, war es von Interesse, ob die dort verabreichten Sputnik V-Impfungen neben jenen Stoffen von AstraZeneca und Pfizer-BioNTech als Impfnachweis anerkannt werden. Die Auskunft des zuständigen Landesrates war dazu deutlich: „Nein, Impfungen mit den oben genannten Impfstoffen [Sputnik V und dem Impfstoff von Sinopharm] werden nicht anerkannt. Es werden nur Impfnachweise mit Impfstoffen, welche in der EU zugelassen sind, berücksichtigt.“

Laut Mair eröffne sich ein neues – eigentlich vermeidbares – Problem. In Südtirol würden somit Erntehelfer und Gastarbeiter aus Osteuropa, die bereits geimpft wurden – aber mit einem Impfstoff, der von der EMA noch nicht zugelassen wurde – als nicht immunisiert gelten. Der „Grüne Pass“ bleibe diesen Personen trotz Impfung verwehrt, kritisiert Mair: „Es wird hier eine Absurdität deutlich, die nicht nachvollziehbar ist. In der EU ist Impfstoff nicht gleich Impfstoff. Nur jene, von der EMA zugelassenen Impfstoffe werden für den ‚Grünen Pass‘ anerkannt, während jene Impfungen, die vorerst ‚nur‘ eine nationale Zulassung erhalten haben, nicht als gleichwertig betrachtet werden.“

Dies sei nicht nur innerhalb der EU ein Armutszeugnis, sondern schaffe erneut Hürden, die es aus wirtschaftlicher Sicht nach den schwierigen Monaten überhaupt nicht brauchen würde, sind die Freiheitlichen überzeugt. „So sage noch einer, dass dahinter nicht politische Gründe stecken, die sich gegen Russland richten“, hält Ulli Mair abschließend fest.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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13 Kommentare auf "Mair: Trotz Impfung kein „Grüner Pass“"


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Doolin
Doolin
Universalgelehrter
15 Tage 8 h

…das dubiose Impfstoffe aus Russland und China in der EU nicht anerkannt sind, ist doch nichts Neues…
😝

Gredner
Gredner
Universalgelehrter
15 Tage 2 h

Sputnik V soll dubios sein?!? In San Marino wurden alle mit Sputnik geimpft, und dort gibt es seit Wochen keine Infektionen und auch keine Toten mehr! Sputnik funktioniert viel besser als AstraZeneca!

ischJOwurscht
ischJOwurscht
Superredner
14 Tage 22 h

AZ, J&J und viele andere No Name Impfhersteller!

Reitiatz
Reitiatz
Universalgelehrter
15 Tage 8 h

es weart schun seine gründe hobm, umsuscht hobm sie die zulassung sicher nit verweigert 🤔

Neumi
Neumi
Kinig
15 Tage 8 h

Wie kann man für gesetzliche Reglungen eine Impfung mit einem Stoff akzeptieren, der nicht anerkannt ist? Rechtlich wird sich dafür keine Grundlage finden lassen.
Frühestens, wenn Sputnik anerkannt ist, kann man ihn auch in ein Gesetz mit aufnehmen.

nuisnix
nuisnix
Universalgelehrter
15 Tage 6 h

Der chinesische Impfstoff wurde wohl in der Zwischenzeit anerkannt… 😏

Wiesodenn
Wiesodenn
Tratscher
15 Tage 5 h

In der EU?

Würde mich aber wundern.

nuisnix
nuisnix
Universalgelehrter
15 Tage 1 h

Berichtige mich…
Als erste chinesische Firma erhielt Sinopharm eine Notfallzulassung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für ihren Corona-Impfstoff.
Allerdings ist das für die EU nicht ausschlaggebend, da sie mit der EMA ein eigenes Zulassungsinstitut haben…
Hatte ich mich (für die EU) doch glatt getäuscht 😉

ischJOwurscht
ischJOwurscht
Superredner
14 Tage 22 h

Halb Osteuropa und große Teile Afrikas sind inzwischen mit dem *Chinesischen Impfstoff* versorgt worden, aber wahrscheinlich interessiert das die EU nicht, denn man muss ja den teuren Impfstoff von BF einkaufen, gelle?

buggler2
buggler2
Tratscher
15 Tage 4 h

Wird eine EU Sanktion gegen China und Russland sein, weil sonst bringen sie ja nix zustande😂

Wiesodenn
Wiesodenn
Tratscher
15 Tage 5 h

Eine reine geopolitische Erpressu8ng der EU.

China hat bereits 1 Mrd Impfstoffe produziert, Biontech nur ca. 400 Mio.

ischJOwurscht
ischJOwurscht
Superredner
14 Tage 22 h

Natürlich kann man diesen Impfstoff von Russland (Sputnik V) nicht in der EU zulassen. In Russland wurden ja schon ? Millionen damit geimpft? 🙂🤗😳😪🤓

tfoler
tfoler
Neuling
3 Tage 19 h

Offiziell seins 11 Mil. Ein Witz

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