Steger will Traditionen bewahrt wissen

Martinsumzüge: “Wenn Solidarität die Grenzen überschreitet”

Freitag, 10. November 2017 | 15:54 Uhr

Bozen – “Diese Art der Solidarität ist falsch. Martinsumzüge müssen Martinsumzüge bleiben”, meint SVP-Fraktionsvorsitzender Dieter Steger. Er fordert Kindergarten- und Schulverantwortliche dazu auf, Kultur, Brauchtum und Traditionen zu pflegen und so zu ehrlicher Solidarität beizutragen. “Alles andere könnte in die falsche Richtung gehen.”

“Wenn unsere Kinder plötzlich das Martinslied nicht mehr singen dürfen, und die Legende des sympathischen Heiligen Martins nicht mehr erzählt oder nachgespielt werden darf, dann werden sich in Südtirol Verständnislosigkeit und Unmut breit machen. Auf wessen Kosten dieser Groll letztendlich geht, versteht sich wohl von selbst”, sagt Dieter Steger. Er befürchtet, dass mit der übertriebenen Solidarität, wie sie derzeit einige Südtiroler Kindergärten und Volksschulen aufzeigen, nichts erreicht werde. “Solche Aktionen sind für die meisten Südtiroler/innen nicht nachvollziehbar – vielmehr schüren sie die Integrationsproblematik und tragen keineswegs zu Solidarität und gegenseitigem Respekt bei.”

“Jeder solidaritätsbewusste Einwanderer wird die Bräuche seiner neuen Heimat akzeptieren”, ist sich Steger sicher. “Wahrscheinlich will er sie sogar besser kennenlernen und verstehen. Kein Einwandererkind wird sich an der Mantelteilung des Heiligen Martins stoßen”, so Steger. Es sei Aufgabe der Eltern und auch der Erzieher/innen bzw. Lehrer/innen allen Kindern den Solidaritätsgedanken zu vermitteln. Steger appelliert deshalb an alle Erziehungsverantwortlichen, dies mit Bedacht zu tun. “Tradition gehört zu uns, sie prägt unseren Charakter, macht unsere Gastfreundschaft aus, sie hält uns zusammen und sie ladet ein”, betont Steger. Er hofft, dass die “einfachen Laternenumzüge” am Martinstag die Ausnahme bleiben und dass sich stattdessen viele Immigrantenkinder an traditionellen, schönen und echten Martinsumzügen erfreuen können.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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19 Kommentare auf "Martinsumzüge: “Wenn Solidarität die Grenzen überschreitet”"


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herbstscheich
herbstscheich
Superredner
7 Tage 6 h

das nennt man allgemein Trittbrettfahrer… die Meldung der Freiheitlichen abgeschrieben und – neu gedeutet…

OrB
OrB
Superredner
7 Tage 3 h

Hier muss gegen falsche Solidarität zusammengehalten werden, ganz egal welche Partei!
Unsere Traditionen müssen respektiert werden, egal ob jemand teilnimmt oder nicht!

Staenkerer
7 Tage 2 h

@OrB stimmt! egal wer diese mißstände aufzeig und egal ob abgeschrieben oder nicht, es ist eine schande DAS überhaupt vor diesen mißständen gewarnt werden muß und noch beschämend das es so weit kam das dies thema ist!
wem der martinsumzug stört kann ja mit seinen kindern zuhause bleiben! genau so beim nikolausbesuch und den advents und weihnachtsfeiern!

ivo815
ivo815
Universalgelehrter
5 Tage 3 h

@OrB jaaaa, wir müssen unsere Traditionen erhalten und weil wir zu bequem sind, dies zu tun und uns unser religiöses Brauchtum in Wirklichkeit am Arsch vorbei geht, ist es doch praktisch. Man kann somit keine Gelegenheit auslassen, um unseren Rassismus offen ausleben zu können. Super!!!

m. 323.
m. 323.
Tratscher
4 Tage 3 h

@ivo815 wia wars den umgekehrt…wenn mir in an Moslemischen Land so wos fordern tatn… obr sem wersch mr koan Ontwort gebm kennen…du scheinheiliger Ty..

Waltraud
Waltraud
Tratscher
2 Tage 15 h

@ivo815
Dann wandre doch endlich aus und lass uns in Ruhe mit deinem Gewäsch.

ivo815
ivo815
Universalgelehrter
2 Tage 14 h

@m. 323. wer fordert denn?

ivo815
ivo815
Universalgelehrter
2 Tage 14 h

@Waltraud dank globalen Vernetzung kann ich auch von Malibu aus waschen

xyz
xyz
Tratscher
7 Tage 6 h

Einfach nur traurig diese Entwicklung. Das Schulamt sollte dazu klar Position beziehen. Denn ich merke, dass immer mehr Direktoren einknicken bzw. um eventuelle Unannehmlichkeiten zu vermeiden diplomatische Auswege suchen. Advendtkränze in den Klassen, Krippenspiele, Weihnachtslieder, Martinsumzüge usw. Es wäre Zeit, dass das Schulamt, diese Feiern deutlich begrüßt und Direktoren und Lehrer unterstützt. Das ist aber ein Scheitern unsererseits. Viele Migranten wären sehr wohl an unserer Kultur interessiert, man müsste sie allerdings aufklären. Doch anscheinend ist es auch für viele Südtiroler bequemer das ganze religiöse Zeugs wegzulassen und sich aufs Feiern, Geschenke usw. zu beziehen.

Leitwolf
Leitwolf
Grünschnabel
7 Tage 4 h

Ich denke nicht, dass die neuen Mitbürger Schuld sind, dass die Martinsumzüge nicht mehr stattfinden. Viel mehr liegt es am Kindergartenpersonal, die wahrscheinlich keine Mehrarbeit machen wollen. In unserem Dorf hat der Umzug bis vor ein paar Jahren immer stattgefunden trotz Moslemkinder und die haben auch mitgespielt. Seit 2 Jahren nix mehr, er wird von den Eltern organisiert. Weil das Personal keinen Bock hat!

xyz
xyz
Tratscher
7 Tage 2 h
Ich glaube nicht, dass es die Mehrarbeit ist…das kann sicher irgendwie angerechnet werden…nur immer mehr Direktoren haben Angst vor Kritik usw. und suchen deshalb einen “sicheren” Weg. Gerade in Kindergärten, wo mehr als die Hälfte Muslime sind…weiß man als Kindergärtnerin/Lehrerin bald nicht mehr wie tun…wenn bei artins-oder Weihnachtsliedern/spielen die halben nicht mitmachen dürfen. Es wäre fein, wenn es da klare Regeln von oben gäbe, und man hinter unserer europäischer Kultur stehen würde. Diese Werte und Kulturhintergründe MÜSSEN an den Schulen vermittelt werden. Man will niemand bekehren. Und wir müssen uns trauen zu unserem Glauben zu stehen und ihn auch zu… Weiterlesen »
Leitwolf
Leitwolf
Grünschnabel
6 Tage 15 h

@xyz Ich weiss nicht was der wahre Hintergrund ist, in unserem Dorf waren bzw. sind es nicht die Muslime. Ich denke einfach die Kindergärterinnen scheuen die Mehrarbeit und es ist ja allgemein bekannt , dass sie ziemlich „summsen“

Staenkerer
7 Tage 2 h

man muß hir ganz klar gesagt werden, das das streichen all der schönen bräuche rund um weihnachten, das generationen von kinderaugen zum leuchten brachte, auf den mist UNSERER MORANAPOSTEL gewachsen ist und NICHT auf betreiben der MIGRANTEN erfolgte!
ein großes, verächtliches PFUI all jenen die unseren kindern dies antun!!

NanuNana
NanuNana
Grünschnabel
4 Tage 8 h

Bin gonz deindo Meinung!!!

wanderratte
wanderratte
Grünschnabel
7 Tage 2 h

Ich finde an einem Martinischießen und Martiniganslessen gleich wenig religiöses wie beim kritisierten Laternenumzug. Wichtig ist natürlich den größeren (einheimischen und zugewanderten) Kindern den Heiligen Martin zu erklären, aber für die Kleinen sind das wichtigste die leuchtenden Laternen. Das religiöse tritt bei allen Feiern in den Hintergrund. Sogar der Bischof meinte letztes Jahr zu Weihnachten: würde die Kirche Weihnachten abschaffen, würden es die Kaufleute wieder einführen. Der Osterhase bringt den Osterurlaub, zu Maria Himmelfahrt spekulieren wir auf einen Ferragostoponte und zu Maria unbefleckte Empfängnis ersticken wir im Verkehr, wenn wir nicht selber in einem Kaufhaus für Weihnachten shoppen.

6079_Smith_W
6079_Smith_W
Grünschnabel
6 Tage 10 h

Da sieht man eben dass wir Einheimische sehr Integrationswillig sind (im Gegensatz zu den meisten unserer neuen Mitbürger) 😜

witschi
witschi
Universalgelehrter
6 Tage 11 h

oder komoromiss. sie schaffen einfach ihre traditionen auch ab

Waltraud
Waltraud
Tratscher
2 Tage 17 h

Mit Freuden sehe ich immer, wenn solche alten Bräuche hochgehalten werden. Das dürfen wir uns aus falsch verstandener Solidarität nicht nehmen lassen. Wer das nicht verstehen will, muss ja nicht dabei sein.

ivo815
ivo815
Universalgelehrter
2 Tage 11 h

Wer nimmt euch denn eure Bräuche??

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