Von: APA/Reuters/dpa
Bei einem russischen Drohnenangriff auf Charkiw sind nach Angaben des Bürgermeisters in der Nacht auf Mittwoch zwei Menschen ums Leben gekommen. Eine russische Drohne habe ein ziviles Unternehmen in der zweitgrößten Stadt der Ukraine getroffen, teilte Ihor Terechow auf Telegram mit. Im russisch besetzten Teil der südlichen Region Saporischschja gaben von Moskau eingesetzte Behörden am Mittwoch den Tod von zwei Menschen bei ukrainischen Angriffen bekannt.
Russland warf Großbritannien unterdessen die Beteiligung an einem ukrainischen Angriff auf die russische Stadt Brjansk vor, bei dem mehrere Menschen ums Leben gekommen sind. Die Rolle Großbritanniens werde “in Betracht gezogen”, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Mittwoch in Moskau. Der Abschuss der Marschflugkörper des britischen Typs Storm Shadow sei ohne britische Spezialisten unmöglich gewesen. Bei dem Angriff am Dienstag wurden dem Gouverneur der Region, Alexander Bogomas, zufolge sieben Menschen getötet und 40 Menschen verletzt. Die Ukraine erklärte hingegen, eine wichtige Fabrik für Raketenkomponenten getroffen zu haben. Eine Stellungnahme aus London lag zunächst nicht vor.
Russland: Nächste Friedensgespräche könnten in Istanbul stattfinden
Die nächste Runde der trilateralen Gespräche über die Ukraine könnte russischen Angaben zufolge in Istanbul stattfinden. Es gebe aber noch keine konkreten Details, lediglich die Übereinkunft, dass der Friedensprozess fortgesetzt werde, sagte Peskow. Russland und die Ukraine haben im vergangenen Jahr drei Gesprächsrunden in der türkischen Stadt abgehalten. In diesem Jahr fanden die Verhandlungen unter Vermittlung der USA in Abu Dhabi und Genf statt.
Deutsche Bundestagspräsidentin in Kiew
Die deutsche Bundestagspräsidentin Julia Klöckner hat als erste ranghohe Vertreterin Deutschlands eine Rede im ukrainischen Parlament, der Obersten Rada, gehalten. “Jeder Sitzungstag in der Rada ist übrigens eine Botschaft auch an den russischen Präsidenten (Wladimir Putin), der für Freiheit und Demokratie nur Verachtung übrig hat. Ihre Botschaft ist: Die Ukraine lässt sich ihre politische Freiheit nicht nehmen, egal von wem”, sagte die CDU-Politikerin. Klöckner versicherte, dass die Ukraine trotz des Iran-Krieges nicht aus dem Blick gerate.
Die Ukraine wehrt sich seit über vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen eine russische Invasion. Russland kontrolliert einschließlich der bereits 2014 annektierten Schwarzmeerhalbinsel Krim knapp ein Fünftel der Ukraine. Deutschland ist im vergangenen Jahr zum größten Einzelunterstützer des osteuropäischen Landes geworden. Als Teil ihres Abwehrkampfes greift die Ukraine immer wieder Ziele in Russland an. Die Zahl der Opfer und das Ausmaß der Schäden stehen in keinem Verhältnis zu den verheerenden Kriegsfolgen durch russische Attacken in der Ukraine.




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