Bürger zu Beteiligung eingeladen

Meran: Aktionspläne zu Straßenlärm und Geschlechter-Gleichstellung

Sonntag, 02. September 2018 | 17:20 Uhr

Meran – Die Gemeinde Meran arbeitet fleißig an Aktionsplänen zur akustischen Sanierung der Straßen sowie zur Gleichstellung von Frauen und Männern. Dabei ruft sie die Bürger auf, ihre Kommentare, Wünsche und Einwände zu den Maßnahmen kundzutun.

In Umsetzung der Richtlinie 2002/49/EG zur Bewertung von Umgebungslärm sind die Betreiber der Hauptverkehrsstraßen verpflichtet, regelmäßige Erhebungen durchzuführen, um die Lärmbelastung der Bürgerinnen und Bürger zu ermitteln. Anschließend müssen gegebenenfalls Aktionspläne ausgearbeitet und verabschiedet werden, die zur Vermeidung und Verringerung der schädlichen Auswirkungen einer übermäßigen Lärmbelastung beitragen. Dabei ist eine beständige Information und Partezipation der Öffentlichkeit zu gewährleisten.

Zur Umsetzung dieser Verordnung hat die Stadtgemeinde Meran eine Lärmkarte der von ihr betreuten Straßen (mit mehr als 3 Millionen Fahrzeugen pro Jahr) und einen Vorschlag für einen Aktionsplan erstellt. Der Aktionsplan enthält die Ergebnisse der im Jahr 2017 ausgearbeiteten Strategischen Akustikkartierung und berücksichtigt den Stand der Eingriffe der Infrastrukturen und enthält alle planerischen und raumplanerischen Maßnahmen zum Schutz der Umwelt vor Lärmbelästigung, die gesetzlich festgelegt sind.

Der Vorschlag wird auf der Website der Gemeinde gemäß den in Artikel 8 genannten Verfahren zur Unterrichtung und Anhörung der Öffentlichkeit veröffentlicht.

Der Aktionsplan und seine Zusammenfassung bleiben mindestens 45 Tage öffentlich zugänglich. Alle Interessierten können ihre Kommentare bis zum 15. Oktober 2018 an das Protokollamt der Gemeinde übermitteln oder per PEC-Mail an die zertifizierte E-Mail-Adresse der Gemeinde Meran senden (meran.merano@legalmail.it).

Gleichstellung von Mann und Frau: Aktionsplan wird weiter ausgearbeitet

Kürzlich fand im Meraner Rathaus die Sitzung der dritten von insgesamt sieben Fokusgruppen statt, die sich mit den verschiedenen Interventionsbereichen des neuen Aktionsplanes für die Gleichstellung von Frauen und Männern 2019-2024 beschäftigen.

Die dritte Fokusgruppe befasste sich mit den Themen der Gewalt gegen Frauen und der möglichen Vorbeugemaßnahmen. Am Treffen nahmen – neben den Funktionärinnen des Referates für Chancengleichheit Sarah Freimuth und Claudia Tomio und der Moderatorin Heidi Flarer – auch VertreterInnen aller lokalen Institutionen, die sich täglich und in verschieden Formen mit dieser Problematik auseinandersetzen, und zwar der Staats-, Orts- und Postpolizei, der Pflegedienstleitung des Sanitätsbetriebes, des Sozialsprengels Burggrafenamt, der Basimediziner, des Pädagogisches Beratungszentrums Meran, der Familienberatungsstelle Kolbe, des Vereins Frauen gegen Gewalt und des Vereins Soroptimist.

Die Stadt Meran ist bereits seit Jahren sehr aktiv in diesem Themenbereich: Vor fünf Jahren wurde im Rahmen des ersten Aktionsplans das Netzwerk gegen die Gewalt an Frauen gegründet.

Nach einer einführenden Analyse hat sich die Fokusgruppe mit drei Aspekten der Gewalt an Frauen befasst: mit der geschlechtsbezogenen Gewalt im Internetbereich, mit der geschlechtsbezogenen Gewalt in öffentlichen und städtischen Raum und mit der Gewalt in der privaten und heimischen Sphäre. Dabei wurden viele konstruktive Vorschläge formuliert, einige davon werden in den auszuarbeitenden fünfjährigen Aktionsplan einfließen.

Nach einer Vorbereitungs- und Bearbeitungsphase auf starker partizipativen Grundlage, an der viele repräsentative Institutionen und Vereine beteiligt waren, wurde im März 2013 der Aktionsplan für die Gleichstellung von Frauen und Männern 2013–2017 genehmigt. Dieser erste Aktionsplan ist nun abgelaufen. Nun muss ein zweiter Aktionsplan 2019-2024 folgen, für dessen Erarbeitung das Referat für Chancengleichheit der Stadtgemeinde Meran genauso wie beim ersten vorgehen und die äußerst positive Erfahrung der Partizipation wiederholen will. Deshalb wurden alle wichtigen Interessengruppen und Vereine involviert. Dazu wurden wieder thematische Fokusgruppen gebildet, die sich mit den verschiedenen Interventionsbereichen des künftigen Planes beschäftigen sollen.

Von: mho

Bezirk: Burggrafenamt

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