Stadt soll leistungsfähiger, fortschrittlicher, grüner und sozial inklusiver werden

MeranSmart: Leitlinien für die erforderliche Digitalisierung festgelegt

Samstag, 07. Juli 2018 | 16:49 Uhr

Meran – Nach welchen Kriterien und Prioritäten soll sich Meran digital weiter entwickeln und welche sind überhaupt ihre derzeitige Bedürfnisse? Diese Fragen wollten die Fachleute der Sozialgenossenschaft independent L. und der Gesellschaft Fraunhofer beantworten, die im Auftrag der Stadtgemeinde Meran am Projekt “MeranoSmart: eine inklusive und digitale Stadt” arbeiteten. Hierfür wurden Interviews mit ausgewählten Stakeholdern durchgeführt und spezifische Workshops zu Kernthemen veranstaltet. Die Ergebnisse dieser Studie wurden heute im Rahmen einer öffentlichen Abschlussveranstaltung am Sandplatz präsentiert. Mit dabei waren neben Bürgermeister Paul Rösch, Innovationsstadtrat Diego Zanella und Sozialstadtrat Stefan Frötscher auch die Landesrätin Martha Stocker, Enzo Dellantonio (Präsident independent L.) und Alice Schweigkofler (Fraunhofer Italia).

Nachhaltige Transportsyssteme, digitalisierte Verwaltung der Parkplätze sowie der öffentlichen Beleuchtung, energieeffiziente Wohnhäuser: In der Stadt der Zukunft, der sogenannten Smart City, werden sämtliche technologischen Innovationen darauf abzielen, die Stadt selbst leistungsfähiger, fortschrittlicher, grüner und sozial inklusiver zu gestalten. Breiter gefasst, schließt die intelligente Stadt auch nicht-technische Lösungen mit ein, die zum einem besseren und nachhaltigeren Leben beitragen. Dazu gehören beispielsweise das Konzept des Teilens oder der Bürgerbeteiligung bei Großbauprojekten. Mit dem Projekt MeranoSmart wollte die Stadtverwaltung eine klare Marschroute für die Zukunft erarbeiten und Lösungen finden, welche auch die Bedürfnisse der „schwächeren“ Bürgerinnen und Bürger berücksichtigen.

“Wir wollen Meran als lebenswerte Stadt für die nächsten Generationen bewahren. Ein intelligente Stadt soll die technologische Möglichkeiten umsetzen, mit den Ressourcen sparsam umgehen und die CO2-Emissionen reduzieren. Sie soll aber auch soziale Sicherheit gewährleisten, den Bedürfnissen verschiedener Bevölkerungsgruppen Rechnung tragen und allen Bewohnerinnen und Bewohnern die Möglichkeit bieten, ein gutes Leben zu führen”, sagte Bürgermeister Paul Rösch.

“Wir werden Schritt für Schritt unsere Vision von einer nachhaltigen und lebenswerten Stadt um umsetzen. Wir haben bereits in der oberen Karl-Wolf-Straße den ersten Smart-City-Straßenabschnitt in Meran errichtet. Mit dem Projekt MESTECH wollen wir in den nächsten zwei Jahren die Voraussetzungen schaffen, dass in Meran neue Unternehmen im Bereich Hochtechnologie für die Stadt der Zukunft gegründet und bestehende Betriebe im Bereich Innovation gefördert werden können. Wir wollen niemanden zurücklassen und der gesamten Bevölkerung Mitsprache bei der Gestaltung des Gemeinschaftslebens sichern. Das Projekt MeranoSmart dient dazu, eine möglichst breite Partizipation auch in Sachen innovative Entwicklung der Stadt zu unterstützen”, erklärte Stadtrat Diego Zanella.

Die Landesrätin für Soziales Martha Stocker und Sozialstadtrat Stefan Frötscher unterstrichen in ihren Redebeiträgen die Bedeutung, die innovative Technologien im Sozialbereich haben. Dadurch können gerade älteren Menschen und Menschen mit Beeinträchtigung viele Hilfsmittel geboten werden, die ihr Leben wesentlich vereinfachen.

Vorstellungen und Wünsche der Bevölkerung

Im Rahmen des Projektes MeranSmart wurde eine Art „Anforderungsheft“ für die zukünftige Stadtentwicklung von Meran erarbeitet. Darin wurden die Leitlinien für die erforderliche Digitalisierung festgelegt. Dabei geht es um ganz zentrale Themenbereiche, wie Bevölkerung, Mobilität, Urbanistik, Sicherheit, Energie, Tourismus, Digitalisierung und Soziales.

“Das Ziel war es, durch verschiedene Workshops und unter Einbeziehung aller Akteure (öffentliche Verwaltung, Institutionen, Vereine, Wirtschaftverbände, BürgerInnen) eine Bedarfsanalyse durchzuführen und einen Aktionsplan mit der Angabe von konkreten Maßnahmen in den verschiedenen Bereichen auszuarbeiten”, erklärte Enzo Dellantonio, Präsident der Genossenschaft independent L.

So haben zum Beispiel viele der befragten Personen die Notwendigkeit hervorgehoben, weiterhin an der Beseitigung der architektonischen Barrieren zuarbeiten, das städtische Radwegenetz sowie die Fußgängerzonen zu verbessern und in der Nähe von öffentlichen Gebäuden Aufladestationen für E-Bikes und -Autos zu errichten. Auch die stärkere Nutzung von erneuerbaren Energien – insbesondere von Solarenergie – die Inbetriebnahme von digitalen Schaltern, die Errichtung weitere Hotspot zum kostenlosen Surfen im Internet und eigens für die Dienstleistungen Bike- und Carsharing entworfene Applicationen sollen im Wesentlichen dazu beitragen, die Digitalisierung Merans voranzutreiben. Vorgeschlagen wurde auch eine breitere Verwendung von Technologien, welche das alltägliche Leben älterer und auch benachteiligter Menschen situationsabhängig und unaufdringlich unterstützen.

In die Ausarbeitung dieses Projektes, welche drei Monate in Anspruch genommen hat, hat die Stadtgemeinde Meran insgesamt 38.500 Euro investiert.

Von: mk

Bezirk: Burggrafenamt

Kommentare

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2 Kommentare auf "MeranSmart: Leitlinien für die erforderliche Digitalisierung festgelegt"


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One
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Tratscher
13 Tage 1 h

„Wie wollen Meran als lebenswerte Stadt für die nächste Generation bewahren“.. Seit Rösch ging es mit Meran im Freifall nach unten. Vor jedem Haus stehen Bettler, ein Verkehrschaos wie in einer Großstadt, abends dürfen keine Livebands mehr spielen, Speedboxen an jeder Ecke usw. usw. usw. Er hat Meran den letzten Lebenshauch ausgequetscht.

Andreas
Andreas
Superredner
13 Tage 14 h

schaugmer a mol wia long es brauch bis der bm draufkimmp das die gonzen richtfunk und hotspot gschichten a nit guat für die leit isch. und de unnützen antennen wieder ohgebaut werden….

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