Dieses Archivbild zeigt Explosionen bei Bandar Abbas von der Vornacht

Mindestens 14 Tote bei jüngsten US-Angriffen im Iran

Donnerstag, 09. Juli 2026 | 11:42 Uhr

Von: APA/AFP/dpa

Bei den jüngsten US-Angriffen im Iran sind Regierungsangaben zufolge mindestens 14 Menschen getötet worden. 78 weitere Menschen wurden bei den Luftangriffen der vergangenen zwei Tage verletzt, wie der Pressedienst der Regierung am Donnerstag mitteilte. Demnach werden immer noch 47 Verwundete in Krankenhäusern behandelt. Der Iran meldete Angriffe in fünf Provinzen. Irans Außenministerium verurteilte am Donnerstag die Luftangriffe des US-Militärs scharf.

In einer Mitteilung warf das Ministerium den USA mit der Bombardierung zweier Eisenbahnbrücken im Nordosten Kriegsverbrechen vor. Das Ministerium bezeichnete die US-Regierung in ihrer Erklärung als “bösartig und psychisch gestört”. Die Angriffe in den vergangenen 48 Stunden seien ein “klarer Beleg für Vertragsbruch, Niedertracht, Kriegstreiberei”.

Die USA hatten am Mittwochabend neue Angriffe auf den Iran gestartet. Zuletzt kamen drei Menschen bei einem Angriff am Stadtrand der Großstadt Ahvaz im Südwesten des Landes um. Weitere Menschen wurden verletzt, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur IRNA. Der für Sicherheitsfragen zuständige Vize-Gouverneur der Provinz Khuzestan, Valiollah Hayati, sagte demnach, der Angriff habe sich gegen ein Gebiet am Rand der Stadt Ahvaz gerichtet. Weitere Einzelheiten nannte IRNA zunächst nicht.

Bahnstrecke Teheran-Mashhad getroffen

Das iranische Staatsfernsehen berichtete zudem, der Zugverkehr zwischen Teheran und Mashhad im Nordosten des Landes sei nach US-Angriffen eingestellt worden. Die iranische Eisenbahn sprach demnach von einem “kriminellen Angriff des US-israelischen Feindes” auf die Strecke. Reparaturteams seien entsandt worden, für festsitzende Reisende werde ein Weitertransport auf der Straße organisiert. In Mashhad soll am Donnerstag der getötete oberste Führer des Iran, Ayatollah Ali Khamenei, beigesetzt werden.

Die USA und der Iran hatten einander in der Nacht zum Donnerstag erneut attackiert. Laut CENTCOM griffen die US-Streitkräfte 90 Ziele im Iran an. CENTCOM ist das für den Nahen und Mittleren Osten sowie Zentralasien zuständige Regionalkommando der US-Streitkräfte. Die Revolutionsgarden, die Elitestreitmacht des Iran, meldeten ihrerseits Angriffe auf US-Stützpunkte in Bahrain und Kuwait.

Khamenei war am 28. Februar, dem ersten Tag des US-israelischen Krieges gegen den Iran, bei einem Angriff auf seine Residenz in Teheran getötet worden. Seit Anfang April galt eigentlich eine Waffenruhe, die US-Präsident Donald Trump jedoch am Mittwoch nach mehreren gegenseitigen Angriffen am Rande des NATO-Gipfels in Ankara für beendet erklärt hatte.

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