Fahndung läuft unter "Hochdruck"

Mindestens ein Toter bei Vorfall am Rande von CSD in Berlin

Sonntag, 26. Juli 2026 | 00:28 Uhr

Von: APA/dpa/Reuters

Am Rande des Christopher Street Day in Berlin hat ein Fahrzeuglenker mindestens eine Person getötet. 14 weitere Menschen, darunter mehrere Schwerverletzte, würden wegen Verletzungen behandelt, sagte Polizeisprecher Florian Nath Samstagabend. Der Vorfall ereignete sich im Bereich des Tiergartens. Der CSD wurde daraufhin abgebrochen. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar. Berlins Bürgermeister Kai Wegner sah einen Angriff auf “unsere freie und weltoffene Gesellschaft”.

“Wir fahnden mit Hochdruck nach tatverdächtigen Personen”, sagte Polizeisprecher Nath in einem veröffentlichten Video bei X. Die Polizei sei mit zahlreichen Polizisten und Rettungskräften im Einsatz. Alle Besucherinnen und Besucher wurden gebeten, den Bereich zu verlassen.

Polizisten leuchteten den Bereich zwischen Potsdamer Platz und der Südseite des Tiergartentunnels aus, wie ein dpa-Reporter berichtete. Sie suchten nach Spuren. “Wir haben eine Polizeilage”, sagte der Polizeisprecher. “Bitte meiden Sie den Bereich und umfahren ihn weiträumig”, hieß es von der Polizei.

Hunderttausende auf der Straße

Hunderttausende Menschen feierten in der Hauptstadt den CSD. Mit ihrer Demonstration wollten die Veranstalter ein Zeichen für Demokratie, Toleranz und Vielfalt setzen. Am Abend trat unter anderem Sarah Connor bei der Abschlusskundgebung am Brandenburger Tor auf. Mit einer Regenbogenflagge um die Schultern spielte sie rund eine halbe Stunde lang ihre Songs.

Gegen 22.00 Uhr wurde das Fest dann abrupt abgebrochen. Nach Angaben eines dpa-Reporters vor Ort wurden die Besucher auf der Ostseite des Brandenburger Tors zunächst nicht über die Lage informiert. Viele verfolgten das Geschehen und die Nachrichten allerdings auf dem Handy. Der Bereich direkt am Brandenburger Tor war abgesperrt.

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