Pilot-Projekt

Mobilität der Zukunft: Der Callbus in Meran

Dienstag, 01. Juni 2021 | 15:11 Uhr

Meran – Heute wurde in Meran der elektrische Bedarfsbus vom Pilot-Projekt Callbus vorgestellt. Eine neue Ära im öffentlichen Transport wurde damit eingeläutet. Vom Interreg-Programm Italien-Schweiz finanziert, ergänzt der smarte Kleinbus für die kommenden sechs Monate das öffentliche Personennahverkehr-Angebot in Meran. Der Bus ist über eine eigene App sowie telefonisch buchbar.

Der Callbus hat bereits seit seiner Ankündigung Anfang Mai großes Interesse geweckt. Aufgrund von Engstellen ist das Angebot an Linienbussen im Testgebiet, einem Teil von Ober- und Untermais, nämlich begrenzt. Groß ist daher die Hoffnung, dass der smarte Bedarfsbus effizient und kostengünstig das Gebiet erschließen kann.

So funktioniert’s

Ab 1. Juni und bis November 2021 können Fahrgäste den elektrischen Kleinbus mit Fahrer für kostenlose Fahrten von einem Pick-Up-Point zum anderen buchen. Dafür wurden eigene Haltestellen bzw. Abholpunkte in Obermais und Untermais festgelegt. Die Buchung erfolgt über eine eigene App, in der auch die Position des Busses in Echtzeit dargestellt wird. Auch eventuelle Verspätungen und Routenänderungen können dort interaktiv eingesehen werden.

Unter www.sasabz.it/callbus sind die Karte mit allen Haltepunkten, die Servicezeiten sowie die Links zum Herunterladen der App und die Telefonnummer für Buchungen mittels Anruf zu finden. Die Callbus-App kann auch im Google Play Store heruntergeladen werden.

Tür-zu-Tür-Service für Rollstuhlfahrer

Vor allem für Menschen mit eingeschränkter Mobilität soll der Callbus ein attraktives Angebot darstellen. Das Fahrzeug ist mit einer elektrischen Rampe für Rollstühle ausgestattet und Rollstuhlfahrer können sich innerhalb der Kernzone auch abseits der Haltepunkte abholen lassen bzw. aussteigen.

Fahrzeiten

Der Callbus-Service wird an Werktagen von Montag bis Freitag von 8.00 bis 12.00 Uhr und von 16.00 bis 19.00 Uhr sowie an Samstagen von 8.00 bis 12.00 Uhr und von 16.00 bis 22.00 Uhr angeboten. Fahrten können bis spätestens 30 Minuten vor Fahrtantritt gebucht werden. Da im Bus maximal sieben Passagiere Platz finden, empfiehlt es sich, möglichst früh zu buchen. Der Bus wählt je nach Belegung und Position der anzufahrenden Haltepunkte die jeweils schnellste Route.

Neue Impulse

Der Subkommissar der Stadtgemeinde Meran, Hermann Berger, lobte die Initiativen des Projektes Mentor, wie das kostenlose Bike-Sharing und die Vorstellung eines autonomen Shuttles, in deren Konzept der „Mobilität als Service“ sich der Callbus nahtlos einfügt.

Auch Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider machte sich vor Ort ein Bild vom Callbus. „Dieses Pilotprojekt ist ein wichtiger Schub für neue Mobilitätsformen der Zukunft, die den öffentlichen Nahverkehr für die Bürger*innen attraktiver gestalten. Die Digitalisierung des Dienstes ist dabei ein wichtiger Aspekt des Projektes“, sagte Alfreider.

„On-Demand-Angebote im ÖPNV sind in Großstädten schon heute Realität. Nun geht es darum, diese Dienste auch in Südtirol – wo Angebot und Nachfrage dafür erst geschaffen werden müssen – zu erproben. Als Innovationstreiber im ÖPNV freut es uns, Projektpartner bei MENTOR zu sein und unsere Erfahrungen einbringen und zugleich erweitern zu können“, so SASA-Direktorin Petra Piffer.

„Die Europäische Union ist für Südtirol eine Chance, Barrieren und Grenzen zu überwinden und in neuen Dimensionen zu handeln. In der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Rahmen des EU-Programms Interreg Italien-Schweiz setzen die Partner*innen rund um das Projekt Mentor ein Zeichen dafür, wie wir gemeinsam und mit neuen Technologien eine zukunftsfähige Entwicklung des Raums und der Menschen, die darin leben, denken und gestalten können“, betonte die Abteilungsdirektorin des Ressorts Europa der Provinz Bozen Martha Gärber.

Innovative Mobilitätsformen

Der Rufbus ist Teil des dreijährigen Interreg-Projektes MENTOR. Im Zuge dieses Projekts wurde bereits das neue Bike-Sharing in Meran entwickelt und im November 2019 die erste öffentlich zugängliche Vorführung eines selbstfahrenden Shuttlebus in Italien durchgeführt. Zusammen mit den Projektpartnern NOI Techpark und SASA sowie mit den Schweizer Partnern, der Gemeinde Brig-Glis und Postauto, testet die Gemeinde Meran bis Ende 2021 innovative

Von: mk

Bezirk: Burggrafenamt

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1 Kommentar auf "Mobilität der Zukunft: Der Callbus in Meran"


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Trina1
Trina1
Universalgelehrter
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