Rafah soll dem "Masterplan" zufolge als erstes wieder aufgebaut werden

“Neues Gaza”: Trump stellt Immobilienprojekt vor

Donnerstag, 22. Januar 2026 | 18:32 Uhr

Von: APA/AFP/dpa

US-Präsident Donald Trump hat beim Weltwirtschaftsforum in Davos seine Pläne für einen Wiederaufbau des Gazastreifens vorgestellt, die auch den Bau luxuriöser Wolkenkratzer mit Blick aufs Mittelmeer vorsehen. “Ich werde in Gaza großen Erfolg haben, das wird ein wunderschöner Anblick”, sagte Trump am Donnerstag bei der Gründung seines umstrittenen “Friedensrates”. Er sei “im Herzen” immer noch Immobilienunternehmer und sehe im Gazastreifen “ein großartiges Stück Land” am Meer.

Trumps Schwiegersohn und Berater Jared Kushner stellte dann die Einzelheiten seines “Masterplans” für ein “Neues Gaza” vor. Er zeigte Entwürfe für neue Wohngebiete, die neben Hochhäusern auch Luxushotels vorsehen. “Es könnte eine Hoffnung sein”, sagte Kushner. Durch das Bauprojekt könne der Gazastreifen zum “Reiseziel” werden. Der schmale Küstenstreifen ist nach dem zweijährigen Krieg zwischen der islamistischen Hamas und Israel fast vollständig zerstört.

Zunächst soll demnach die Stadt Rafah wieder aufgebaut werden, anschließend nach und nach weitere nördlich gelegene Orte. In “Neu-Rafah” sollen rund 100.000 Wohneinheiten und mindestens 75 medizinische Einrichtungen entstehen, wie aus der Präsentation des US-Amerikaners hervorging.

Für den Wiederaufbau der Stadt Rafah nannte Kushner einen Zeitraum von zwei bis drei Jahren. “Wir haben bereits damit begonnen, die Trümmer zu beseitigen und einen Teil der Abrissarbeiten auszuführen”, so Trumps Schwiegersohn. Der Gazastreifen war im Krieg zwischen Israel und der Terrororganisation Hamas großflächig zerstört worden. In dem Gebiet leben mehr als zwei Millionen Menschen.

Um Infrastruktur und öffentliche Einrichtungen im Gazastreifen wieder aufzubauen, sind Kushners Angaben zufolge Investitionen in Höhe von 25 Milliarden Dollar (mehr als 21,3 Milliarden Euro) erforderlich. Voraussetzung sei die Entwaffnung der Hamas. Sobald die Hamas gemäß dem im Oktober von Trump vorgestellten 20-Punkte-Plan für den Gazastreifen entwaffnet sei, werde es aber genug Investoren und Geldgeber geben, sagte Kushner. “Es werden fantastische Investitionsmöglichkeiten entstehen.” Die Hamas lehnt eine Entwaffnung bisher ab.

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