Von: mk
Bozen – Entgegen anderslautenden Medienberichten stellt Wohnlandesrätin Ulli Mair erneut klar, dass das leerstehende ehemalige Hotel „Schwefelbad“ in Moritzing nicht als Obdachlosenunterkunft genutzt werden soll.
„Bozen braucht dringend leistbaren Wohnraum für Arbeitnehmer – keine als Arbeiterwohnheim deklarierte Obdachlosenunterkunft“, so Mair. Das Land verfolge ein klares Ziel für die zukünftige Nutzung des Areals: „Geplant ist ein Projekt im Rahmen des gemeinnützigen Mietwohnbaus mit klarem Schwerpunkt für Arbeitnehmer aus dem Einzugsgebiet der Landeshauptstadt“, so die Landesrätin.
Der zu schaffende Wohnraum sei an klare Zugangskriterien gebunden, werde auf Grundlage einer Rangliste zugewiesen und sei Personen vorbehalten, die die Voraussetzungen des „Wohnens für Ansässige“ erfüllen, also eine mindestens fünfjährige Ansässigkeit oder einen gültigen Arbeitsvertrag vorweisen.
Dafür gelte es nun einen geeigneten gemeinnützigen Partner für die Umsetzung zu finden, um langfristig eine tragfähige und sozial ausgewogene Nutzung sicherzustellen.
Landesweit befinden sich derzeit mehrere Projekte im Rahmen des gemeinnützigen Mietwohnbaus in Umsetzung, zahlreiche weitere sind in Planung, sowohl durch die Wiedergewinnung bestehender Bausubstanz als auch durch Neubauten. „Diese Dynamik zeigt klar: Das Modell funktioniert und bietet konkrete Lösungen, um die Angebotslücke am Mietmarkt zu schließen und gezielt Wohnraum für Arbeitnehmer zu schaffen“, erklärt Mair. „Damit eröffnen sich auch für die Wirtschaft Chancen, ähnliche Projekte auf den Weg zu bringen und an weiteren Standorten umzusetzen.“




Aktuell sind 4 Kommentare vorhanden
Kommentare anzeigen