Lang hat "berechtigte Zweifel an Politiker, die blind unterschreiben"

“Ortsnamensregelung wird zur Offenbarung”

Samstag, 04. März 2017 | 15:03 Uhr

Bozen – “Die Regelung der Ortsnamensfrage ist um eine Theaterszene reicher”, so der Südtiroler Heimatbund. “Anstatt dieses Thema seriösen Wissenschaftlern zu überlassen, macht man daraus einen politischen Kuhhandel. Und lässt dabei völlig außer Acht, dass Ortsnamen Zeugen der Kulturgeschichte eines Landes sind. Unterschriften italienischer Politiker sind sowieso nichts wert”, so Obmann Roland Lang.

“Welchen Wert die Unterschriften italienischer Politiker in Vergangenheit und Zukunft haben, wird uns zurzeit eindrucksvoll vorgeführt. Ein Drittel der italienischen Senatoren quer durch alle Parteien haben sich gegen den Vorschlag der Sechserkomission zur Lösung der Südtiroler Ortsnamensfrage ausgesprochen. Sie haben sich damit für die Beibehaltung der faschistischen Dekrete ausgesprochen und diese für rechtens erklärt. Sie haben nicht gelesen, was sie unterschreiben, stellen dazu ihre Kollegen Karl Zeller und Francesco Palermo klar. Bei einer Entlohnung um die 100.000 Euro müsste ein Lesen von Dokumenten vor der Unterschrift aber eigentlich schon üblich sein.  Diese Klarstellung der beiden „Onorevoli“, die selbst im Parlament sitzen, ist schon mehr als eigenartig. Ob sich daraus auch für den einfachen Bürger ein neues Rechtsverständnis bei der Unterschrift eines Dokumentes ableiten lässt”, so Lang.

Die Lösung der Toponomastik wäre laut dem Heimatbund dabei mehr als einfach. “So wie in der Region Aosta werden die faschistischen Dekrete abgeschafft und die historisch gewachsenen Ortsnamen wiedereingeführt. Bekanntlich hat es in Aosta deshalb keinen Bürgerkrieg gegeben und das Ganze lief als Wiedergutmachung faschistischen Unrechts friedlich über die Bühne. Denn Unrecht muss beseitigt werden, es kann niemals zu Recht werden”, so abschließend Roland Lang.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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3 Kommentare auf "“Ortsnamensregelung wird zur Offenbarung”"


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Gagarella
Gagarella
Superredner
24 Tage 9 h

Wenn man Überlegt,dass die Süd-Tiroler Parlamentarier nur die besten Amici in Rom haben.
Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde.

Oberlaender
Oberlaender
Grünschnabel
24 Tage 8 h

ounhebm lai mea lochhoft. miar sein fir di walschen e lai a guate melchkua. und wenn mr it pariern gibs oane mitn steckn…..

matthias_k
matthias_k
Universalgelehrter
23 Tage 15 h

haha dann soll der Kollege der selbsternannten Volksvertreter mal überlegen, wer alles an ihm Zweifel hat, der würde Augen machen 🙂 
aber wieso auch, sieht er sich als unfehlbar an. Und genau das macht ihn zu einem klassischen rechtsorientierten Dompfplouderer. denn bis auf Schilder finden und einen Fesselballon organisieren hat er nicht hinbekommen und dann (wieder einmal) solche Töne vom Vereinsvorsteher 😀 

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