"Pflege innovativ weiterentwickeln"

Pamer besichtigt Projekte in Graz

Donnerstag, 29. Januar 2026 | 14:53 Uhr

Von: Ivd

Bozen/Graz – In Südtirols 78 Seniorenwohnheimen stehen derzeit 4775 Betten zur Verfügung, 533 davon sind für Menschen mit Demenz vorgesehen. Denn der Pflegebedarf steigt bei vielen älteren Menschen im höheren Alter sprunghaft und krankheitsbedingt stark an. Um die Pflegeeinrichtungen, aber auch pflegende Angehörige dabei bestmöglich zu unterstützen, gilt es Innovationen in diesem Bereich zu forcieren. “Die Pflege zu Hause wird aufgrund der demographischen Entwicklung und des Fachkräftemangels zum Schlüsselsystem für die nächsten Jahrzehnte. Wir wollen darum Pflege auch in Südtirol innovativ weiterentwickeln, damit Menschen dort alt werden können, wo sie alt werden wollen”, sagt Soziallandesrätin Rosmarie Pamer.

In der Steiermark, genauer in Graz, werden in der Pflege bereits innovative Wege beschritten. Landesrätin Pamer hat sich davon, gemeinsam mit Vertretern des zuständigen Landesamtes, des Verbandes der Seniorenwohnheime, der Fakultät für Ingenieurwesen der Freien Universität Bozen und der Sozialgenossenschaft “Wohnen im Alter”, ein Bild davon gemacht. Besichtigt wurde dabei mehrere Einrichtungen der geriatrischen Gesundheitszentren Graz.

Das Pflegewohnheim Peter Rosegger besteht aus acht Wohngemeinschaften und stellt das selbstständige Gestalten des Alltages der Bewohner in den Mittelpunkt. Das Albert Schweizer Trainingszentrum bietet ein Schulungsprogramm für pflegende Angehörige und vermittelt dabei wichtige Kompetenzen und Wissen, damit mit herausfordernden Pflegesituationen besser umgegangen werden kann. “Mich hat dieses Trainingszentrum für pflegende Angehörige besonders beeindruckt, da dort neben Kursen zu unterschiedlichen Themen auch Wohnraumanpassungen und verschiedene Beratungen, vor allem auch zum Thema Demenz, angeboten werden. Dies ist eine wichtige Unterstützung für Angehörige und trägt auch zu deren Entlastung bei”, ist Pamer überzeugt.

Besucht wurde zudem die Innovationsabteilung des Gesundheitszentrums, die Albert Schweizer Tagesklinik mit Reha-Abteilung sowie das Haus Esther, in dem Pflege- und Hilfsangebote der Stadt Graz und von Partnerorganisationen gebündelt zu finden sind. Im Schauraum “Leichter Leben Raum” werden unterschiedliche KI-basierte Technologien getestet, die das Leben älterer Menschen und deren Pflege sowie Betreuung erleichtern sollen. Man müsse nun die Inputs aus Graz weiterverarbeiten, um die Einführung innovativer Pflegemodelle auch für Südtirol zu prüfen, waren sich die Teilnehmenden der Studienfahrt einig.

Bezirk: Bozen

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