Anrainer klagen über Belastung

Plakate für mehr Verkehrssicherheit an der Stilfser-Joch-Straße in Prad

Dienstag, 20. August 2019 | 10:15 Uhr

Prad – Wiederum machten zahlreiche Anrainer der Hauptstraße in Prad am Stilfserjoch mit einer gemeinsamen Plakataktion auf die große Verkehrsbelastung aufmerksam.

Mit 25 Plakaten wurde eine ganze Woche lang entlang der Stilfser-Joch-Straße in Prad auf die mangelnde Verkehrssicherheit hingewiesen. Gerade jetzt in der Haupturlaubszeit sei die Belastung für die Anwohner und Feriengäste entlang der Straße am größten. Immer wieder würden rücksichtslose Verkehrsteilnehmer mit Geschwindigkeiten durchs Dorf fahren, die auch das Doppelte des aktuellen Limits von 50 Km/h überschreiten. Dementsprechend hoch seien auch die starke Lärmbelastung und das Unfallrisiko, erklären die Anrainer.

Sehr gravierend sei die Situation auf den geraden Abschnitten wie im Ortsteil „Schmelz“. Deshalb fordern die besorgten Anrainer immer wieder regelmäßige Geschwindigkeitskontrollen. Nachdem die Bezirksgemeinschaft Vinschgau noch über kein Lärmmessgerät verfügt, fordern die Anrainer diese auf, ein solches Gerät anzukaufen und dieses einzusetzen.

„Auch wenn derzeit laut Aussagen des Verkehrslandesrates Daniel Alfreider noch keine zeitlich begrenzten Straßensperren und Mauteinhebungen möglich seien, sind die verantwortlichen Politiker auf Gemeinde- und Landesebene aufgerufen, die aktuellen Möglichkeiten wie Kontrollen und baulichen Maßnahmen gänzlich auszuschöpfen“, verlangen die Anrainer. Es sei zu hinterfragen, ob die angekündigte „Aufwertung der Stilfser-Joch-Straße“ in Wirklichkeit eine „Abwertung“ für die Lebensqualität der Bewohner und Feriengäste bedeute, so wie es bereits im Unesco-Weltnatur-Erbe Dolomiten der Fall sei.

Die Anrainer der Stilfser-Joch-Straße in der Gemeinde Prad werden weitere Sensibilisierungs-Kampagnen durchführen und erwarten sich ein Mitspracherecht bei der Ausarbeitung des „dringend geforderten Mobilitätskonzeptes für das StilfserJoch-Gebiet“, heißt es abschließend in einer Aussendung.

Von: mk

Bezirk: Vinschgau

Kommentare

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17 Kommentare auf "Plakate für mehr Verkehrssicherheit an der Stilfser-Joch-Straße in Prad"


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tom
tom
Superredner
1 Monat 1 Tag

Die Speedboxen täglich einschalten.
Andere Frage. Gibt es hierzulande für fie Polizei die Möglichkeit Fahrern zu lauter Motorräder die Weiterfahrt so lange zu untersagen, bis der Lärmpegel wieder stimmt?

Neumi
Neumi
Kinig
1 Monat 1 Tag

Wenn man alle Fahrzeuge – also auch getunte Golfs uw. – mit einschließt, wäre das wohl möglich.

Tratscher
1 Monat 1 Tag

@tom
ja wenn du einen nicht eingetragenen auspuff hast der auch noch zu laut ist könnten sie dir das fahrzeug stilllegen…könnten🙄

Norbi
Norbi
Superredner
1 Monat 1 Tag

@ tom Mammy hat vollkommen recht das Problem ist manchmal das zu kontrollieren Mach ein Beispiel. Reifen sind ganz einfach über Fahrzeugschein und nummern auf dem Reifen zu kontrollieren. Beim Lärm kanns probleme geben weil die Ordnungshüter “soviel ich weiss” nicht mit dazu nötigen Geräte ausgerüstet sind und es vermeiden sie in eine Kompetente Werkstatt zu schicken denn wenn sie falsch lieben rissen grosse Probleme bekommen würden.

kaisernero
kaisernero
Tratscher
1 Monat 1 Tag

Dann müsste endlich angefangen werden zu kontrollieren…….

morphi
morphi
Grünschnabel
1 Monat 1 Tag

Klingt für mich leider wieder etwas nach Kirchturmdenken, alle Gemeinden im Vinschgau leider unter dem Verkehr und zu schnellem Fahren mit aufgemotzten Abgasanlagen. Es wäre besser hier ein Gesamtkonzept auszuarbeiten und gemeinsam darauf zu bestehen. Sonst kommen morgen die Reschner, die Malser, die Schludernser, die Eyrser und so weiter. Richtig ist aber das die Politik hier komplett versagt und die aktuellen Arbeiten (Tunnel in Kastelbell) nur dem besseren Verkehrsfluss, nicht aber der Vermeidung des Verkehrs und der Verbesserung der Lebensqualität dienen.

buggler2
buggler2
Grünschnabel
1 Monat 1 Tag

Ja die reden schon 30 Jahre davon ist doch auch was, solange ein Bauer Bezirkspräsident ist gibt es auch keine neue Straße

kaisernero
kaisernero
Tratscher
1 Monat 1 Tag

wir brauchen keine vermeidung des verkehrs…..( dieser ist nicht aufzuhalten)
ist auch blödsinn
sondern ” eine ” ordentliche strasse von reschen bis meran……….

raunzer
raunzer
Superredner
1 Monat 1 Tag

Mals, Schluderns und Eyrs hatten allesamt Umfahrungen die jetzt so aussehen wie eine Straße die durch eine Wohnbauzone führt.

buggler2
buggler2
Grünschnabel
1 Monat 1 Tag

Na schau die vinschger sind auch wach geworden

Staenkerer
1 Monat 1 Tag

des greift erst wenn a schof unterkimmt, de zähln ba insre politiker mehr wie de kinder und de leit!
oder?
zumindest laftn, planen, schreibn, fohrn, fliegn, verhandlen, betteln, vordern … insre pitiker wegn an toten schof mehr, schneller, weiter, intensiver … wie wegn de probleme der bevölkerung!

Tratscher
1 Monat 1 Tag

ist überall das selbe… jeder will möglichst schnell von A nach B…

Faber
Faber
Grünschnabel
1 Monat 1 Tag

Es sollten endlich mal Videowagen eingesetzt werden und die Raser dort aus dem Verkehr gezogen wo wirklich gerast wird, das ist sogar in der Schweiz auf den Alpenpässen so! Dann könnten ein paar empfindliche Strafen verhängt werden und sowas spricht sich dann schnell rum! Über die paar orangen Kästen und Schilder wird doch nur gelacht!

Staenkerer
1 Monat 1 Tag

de schilder derlest ban vorbeirasen eh koaner!

montechristo
montechristo
Neuling
1 Monat 1 Tag

Die Einheimischen fahren doch selbst keine 50. Strafen kassieren also nur die Stilfser, Suldner und Trafoier.. die Maut muss her, dann gibts auch weniger Verkehr und mehr Kohle für die Region. Liebe BM wacht auf und schaut dass dies schleunigst umgesetzt wird…

sullimann
sullimann
Neuling
1 Monat 1 Tag

Frage an Südtirol News :Eine Umfrage ob es den Menschen hier in Südtirol auch vorkommt dass der sog.”over tourism” auch hier in Südtirol eingesetzt hat

charlybrown
charlybrown
Grünschnabel
1 Monat 1 Tag

Es wäre relativ einfach, das Problem in den Griff zu bekommen. Der Bürgermeister müsste dafür sorgen, dass regelmäßige Lärm- und Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt werden, zu unterschiedlichen Zeiten. Dann braucht es noch bauliche Maßnahmen und ein gutes Mobilitätskonzept. Leider ist es so, dass die zuständigen Politiker offensichtlich wichtigere Vorhaben verwirklichen wollen, wie Sportzone vergolden, Schlossruinen und Kalköfen sanieren. Anstatt die Bürger der eigenen Gemeinde in ihren wirklichen Sorgen und Anliegen zu unterstützen und ernst zu nehmen, werden sie dauernd vom Bürgermeister und seinen Referenten kritisiert und die Probleme bagatellisiert. 

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