Geplant sind auch Wohneinheiten für fünf Familien

Prissian Standort für landesweites Kinderpalliativzentrum

Dienstag, 15. Mai 2018 | 15:15 Uhr

Bozen/Prissian – Die Versorgung von schwer- und todkranken Patienten, das Bemühen darum, ihre Lebensqualität zu erhalten und die Begleitung der Angehörigen sind eine große Herausforderung der Palliativversorgung. Erkranken Kinder und Jugendliche schwer, ist die Situation noch etwas anspruchsvoller.

Im Dezember hat die Landesregierung das Raumprogramm für die Einrichtung eines Kinderpalliativzentrums beschlossen, heute diskutierte sie über die möglichen Standorte für diese Einrichtung. “Wir haben uns insgesamt 14 Häuser und Gelände angeschaut, mehrere davon waren geeignet. Entschieden haben wir uns schließlich aber für Prissian. Prissian hatte den Vorteil, dass es neben der Hauswirtschaftsschule Frankenberg ein Grundstück gibt, das nicht nur für einen Neubau geeignet, sondern auch sofort verfügbar ist. Dazu kommt, dass dieses Grundstück schon dem Land gehört und dass es sich bereits in einer Zone für öffentliche Einrichtungen befindet, was bedeutet, dass man sofort nach der Ermittlung des Projektanten mit der Planung beginnen könnte”, betonte Gesundheitslandesrätin Martha Stocker in der Pressekonferenz nach der Sitzung der Landeregierung.

Beim Bau eines Palliativzentrums für Kinder geht es nicht nur um die Betreuung der betroffenen Kinder, sondern auch um eine psychologische Unterstützung für die Familien und die Geschwister. Der Aufbau eines eigenen Palliativzentrums für Kinder und Jugendliche sei ein wichtiger Schritt hin zu mehr Unterstützung für diese Familien, sagte Stocker. Vorgesehen sind fünf Wohneinheiten, Räume für Psycho- und Physiotherapie sowie zwei Mehrzweckräume. Einer dieser Räume soll für Ergotherapie und als Küchenwerkstatt für gemeinsames Essen, Kochen und Feiern verwendet werden, der andere für Kunst-, Mal-, Musik- und Tanztherapie sowie Turnen. Auch ein kleiner Raum für das Beten und Meditieren wird eingeplant. Zum Therapie- bzw. Freizeitangebot gehört darüber hinaus ein Schwimm- und Therapiebecken sowie Flächen für Therapieangebote mit Tieren, die möglichst in Synergie mit anderen Einrichtungen genutzt werden können. Vier Wohnungen sollen dabei ganzjährig reserviert werden, während eine für Not- und Härtefälle zur Verfügung stehen wird. Darüber hinaus wird es auch ein Day Hospital geben, in dem Kinder und Jugendliche behandelt werden, die nicht in der Einrichtung wohnen.

In Südtirol sind derzeit 200 bis 300 Kinder und Jugendliche unheilbar krank.

Von: mk

Bezirk: Bozen, Burggrafenamt

Kommentare

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9 Kommentare auf "Prissian Standort für landesweites Kinderpalliativzentrum"


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enkedu
enkedu
Kinig
9 Tage 17 h

weitere Kathedrale in der Wüste. Stocker, du verstehst nicht..

xyz
xyz
Tratscher
9 Tage 11 h

Es geht hier nicht um irgendeine Schönheitsklinik, sondern um einen Ort für sterbenskranke Kinder und Jugendliche und deren Familien.
Ich hoffe und wünschen allen, dass sie es nie aber auch wirklich nie brauchen werden….aber wenn doch, dann ist es doch gut so einen Ort zu haben!

Tabernakel
9 Tage 11 h

Du tust mir Leid!

jet
jet
Grünschnabel
9 Tage 2 h

du nau a kluas bisl wianiger….

Durni
Durni
Grünschnabel
9 Tage 16 h

Eine gute Idee. Es ist nur schlimm dass es sowas braucht, Kinder sollte so was nicht betreffen

storm
storm
Neuling
9 Tage 14 h

Ein großes Lob. Palliativstation ist wichtig, vor allem Familien brauchen in dieser schweren Zeit Unterstützung. DANKE gute Idee

elmike
elmike
Grünschnabel
9 Tage 13 h

Wenn de ormen Kinderlen bei die Eltern sein kennen und zudem gut medizinisch behandelt werden können find i des Projekt echt toll!Viel besser als wenn man in an Krankenhauszimmer auf Unvermeidbare warten muss! Decht a extrem schwere und traurige Situation für alle Betroffenen…

super
super
Grünschnabel
9 Tage 10 h

An einem schönen Ort 👍

kekserin
kekserin
Tratscher
9 Tage 1 h

Die wirklich einzige gute entscheidung von frau stocker

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