Von: luk
Bozen – Der Vorstand der Südtiroler Hochschüler*innenschaft zeigt sich entsetzt über die rassistischen Diffamierungen, die ihre Vorsitzende Neha Bhati aufgrund von äußeren Merkmalen wie Haarfarbe, Hautfarbe und Namen erfahren hat.
“Was eine Asiatin an der Spitze der SH verloren habe und noch viel Schlimmeres war auf Facebook und Co. zu lesen – ausgelöst von einer Pressemitteilung der Jungen Südtiroler Freiheit, die Auszüge aus der Antrittsrede unserer Vorsitzenden aus dem Kontext gerissen hat, um das Narrativ der STF zu bedienen”, heißt es in einer Stellungnahme.
Und weiter: “Neha Bhati ist in ihrer Antrittsrede auf die Abwanderung von jungen Akademiker aus Südtirol eingegangen. Hohe Lebenserhaltungskosten, hohe Wohnungspreise und niedrige Löhne sind einige der Gründe für den Brain Drain. Aber: Viele kommen nicht zurück, weil sie Schwierigkeiten mit der ‘Mir-sein-mir’-Mentalität und Fremdenfeindlichkeit haben, weil ihnen Südtirol zu wenig bunt, zu wenig divers ist. All jene, die sich mit beleidigenden Äußerungen über unsere Vorsitzende auf verschiedensten Foren ausgetobt haben, untermauern dies eindrucksvoll.”
“Im 21. Jahrhundert sollten Name und Aussehen nebensächlich sein. In der sh.asus geht es um Kompetenz, Engagement und den Willen, etwas zu bewegen – für die Südtiroler Studierenden, aber auch für Südtirol im Allgemeinen. Aus diesem Grund werden wir auch künftig zu vielfältigen Themen Stellung beziehen und als kritische Stimme fungieren. Diese Haltung prägt uns seit über 70 Jahren – und wir werden sie konsequent beibehalten”, so der sh.asus-Vorstand.




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