Nur Männer zu Stellvertretern gewählt

Rat der Gemeinden: Frauen ziehen abermals den Kürzeren

Samstag, 27. März 2021 | 08:48 Uhr

Bozen – Im Rat der Gemeinden haben sich die Frauen abermals nicht durchsetzen können. Bei der Wahl der Vizepräsidenten sind drei Männern zu Stellvertretern von Präsident Andreas Schatzer gewählt worden. Die Bürgermeisterinnen Rosmarie Pamer und Giorgia Mongillo sind leer ausgegangen.

Pamer kritisiert, dass insgesamt im Rat der Gemeinden zu wenig Frauen vertreten sind, obwohl es eigentlich eine Quote gibt. Doch in den nächsten fünf Jahren stehen nu Männer an der Spitze des Gemeindeverbandes. Als Vizepräsidenten wurden Dominik Oberstaller, der Bürgermeister von Welsberg-Taisten für die deutsche Sprachgruppe, der Bozner Bürgermeister Renzo Caramaschi für die Italiener sowie der Bürgermeister von Wolkenstein, Roland Demetz, gewählt. Er vertritt die Ladiner.

Präsident Andreas Schatzer hat angekündigt, das Gesetz zu überarbeiten und eine fixe Frauenquote vorzuschreiben.

Kritik üben die Grünen, der Landesbeirat für Chancengleichheit und auch die Frauen in der SVP. Die Grüne Landtagsabgeordnete Brigitte Foppa hat sich dazu bereit erklärt, einen möglichen Rekurs gegen diese Wahlen zu unterstützen.

 

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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23 Kommentare auf "Rat der Gemeinden: Frauen ziehen abermals den Kürzeren"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
Neumi
Neumi
Kinig
16 Tage 20 h

Wenn man hier mit Quoten nachhelfen will, dann sollten sich genauso viele Frauen bewerben müssen wie Männer.

Wäre ja blöd, wenn jemand nicht wegen ihrer Leistungen sondern wegen ihres Geschlechts in den Rat käme.

Hustinettenbaer
Hustinettenbaer
Universalgelehrter
16 Tage 18 h
“In der Bezirksverordnetenversammlung von Berlin-Mitte legte die Linken-Politikerin Anett Vietzke im Februar ihr Mandat nieder. „Familien- und Sorgearbeit, berufliche Tätigkeit und kommunalpolitische Tätigkeit sind für mich nicht mehr vereinbar“…Die Europäische Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft (EAF) befragte vor einigen Jahren mehr als 1000 Kommunalpolitikerinnen. Auf die Frage, was ihnen nicht gefalle, zeigten sich 57 Prozent unzufrieden mit der politischen Kultur. Sie berichteten von „Grabenkämpfen“, von „Profilierungssucht“ und „Vetternwirtschaft“ und kritisierten, dass die politische Arbeit oft zu wenig an der Sache orientiert sei. Auch die Abläufe der Sitzungen sowie die Diskussionskultur wurden von vielen Kommunalpolitikerinnen kritisch bewertet: Sie monierten… Weiterlesen »
Fochmonn
Fochmonn
Tratscher
16 Tage 16 h

Wenn alle Frauen Frauen wählen dann ist das Problem gelöst!

Name
Name
Grünschnabel
16 Tage 12 h

ach ja? und warum tun sie das nicht? Der Großteil der Frauen interessiert sich nun mal nicht für Politik oder besser für politische Ämter. Wenn man so verfolgt wie sich die Parteien schwer tun auch nur bei Gemeindewahlen die vorgeschriebenen oder reservierten Stellen für Frauen zu besetzen -und ich sage nicht mal qualitativ zu besetzten – dann wundert mich nichts mehr.

corona
corona
Superredner
16 Tage 11 h

@Name
ja Gemeindepolitik ist auch ein hartes Brot… Eier ohne Ende, Einfluss gleich null, Vergütung auch. Wundere mich eh, wer sich das noch antut.
Alle Kleingemeinden sollten zu mind. 5.000-Einwohner-Einheiten zusammengefasst werden. Dann macht Gemeindepolitik a bissl Spaß und Sinn.

Statt SVP und Männer einfach mal was anderes und Frauen wählen, selbst wenn man sie nicht kennt. Das wäre mal ein “game changer”…😉😊

vitus
vitus
Tratscher
16 Tage 16 h

Man sollte Personen nach deren Kompetenzen und nicht nach Geschlecht, Sprache oder Rasse einsetzen!

Hero
Hero
Neuling
16 Tage 5 h

Genau, das sollte ENDLICH umgesetzt werden, dann würden nicht mehr so viele inkompetente Männer in Führungspositionen sitzen, so wie es jetzt der Fall ist.

stevie
stevie
Neuling
16 Tage 17 h

Tatsache ist, die gesamte Gesellschaft profitiert davon, wenn bei wichtigen Entscheidungen auch die Frauensicht einfließt. Und sobald eine Quote da ist, tauchen plötzlich auch die Frauen auf, die man vorher einfach nicht finden konnte 😊😊

was bin ich
was bin ich
Grünschnabel
16 Tage 18 h

Liebe Frauen, wenn man das SVP Kartl haben will, muss man sich auch deren Gesetzen und Traditionen beugen.Ihr könnt der Partei auch den Rücken kehren, jedoch mit dem Risiko dass keine politische Karriere mehr zu machen ist. Also nicht plärren, sondern handeln und austreten.

Neumi
Neumi
Kinig
16 Tage 15 h

Nach dieser Aussage wäre ich jetzt doch an der Männer-/Frauenverteilung in politischen Spitzenpositionen außerhalb der SVP interessiert.

a sou
a sou
Universalgelehrter
16 Tage 18 h

Quote wie derzeit angewandt ist schwachsinn… macht nur sinn wenn bewerber und kompetenz auf beiden seiten gleicher Maßen vorhanden ist. Das ist leider so gut wie nie der Fall und dass dann weniger Konpetenz den Vortritt durch Quote erhält ist nicht anderes als falsch und obendrein peinlich… Solche Beispiele dafür gibts bei uns und in Europa ja leider genug

der echte Aaron
der echte Aaron
Universalgelehrter
16 Tage 15 h

Das sind Probleme?….der bessere soll gewinnen, passta !!!!

hohoho
hohoho
Grünschnabel
16 Tage 19 h

Bozen soll für Branzoll Platz machen weil die LAndeshauotstadt einen männlichen Bürgermeister hat??????

PeterSchlemihl
PeterSchlemihl
Superredner
16 Tage 7 h

Mal ehrlich: Frauen müssen nicht überall dabei sein.

sakrihittn
sakrihittn
Universalgelehrter
16 Tage 9 h

Höchste Zeit die Posten nach Kompetenz und nicht nach Geschlecht zu vergeben.

Plodra
Plodra
Grünschnabel
16 Tage 9 h

Da zeigen die Gemeindeväter ganz offen und unverblümt ihre althergebrachten Menschenbilder: Die öffentliche Sphäre sei den Männern vorbehalten, ist die Meinung. Und deshalb wehren sie sich gegen weibliche Einmischung. Dass die Perspektive der Frauen einen Mehrwert für den Rat der Gemeinden (und allgemein für die Gemeindestuben) darstellt, der gefördert werden sollte, kommt ihnen gar nicht in den Sinn. 

raunzer
raunzer
Superredner
16 Tage 9 h

Dem Papiertiger “weltbeste Autonomie” ist die Luft ausgegangen.
Fazit: Wir sind das, wir immer waren, eine ganz normale italienische Provincia.

Dolomiticus
Dolomiticus
Superredner
16 Tage 8 h

Pfui die Gemeindila! 🙁

buggler2
buggler2
Tratscher
16 Tage 8 h

Ach ja die Frauen sind der SVP unterlegen

nok
nok
Superredner
15 Tage 23 h

Wo bleibt die Demokratie, wenn eine Frau mit weniger Stimmen trotzdem in den Gemeinderat kommt?

Ein Witz!!!

maxi
maxi
Tratscher
15 Tage 22 h

Die Frauen kennen sich gegenseitig besser als man meinen möchte und sind so intelligent, dass sie wissen wem sie wählen. Deshalb sollten sich die paar Quotenfrauen erst einmal um andere Themen kümmern.
Zusätzlich muss man sagen, dass Europa von der Frauenwirtschaft Merkel und Von der Leyen geheilt ist. Deutschland und Europa spielen keine Rolle mehr, sie sitzen zwischen allen Stühlen, keine Strategie und keine Vision für eine Änderung. 

Wohlzeit
Wohlzeit
Tratscher
15 Tage 22 h

Was bleibt von einer Wahl übrig, wenn die Bezirke, die Sprachgruppen, die Geschlechter, möglicherweise gar die Verbände ihre*n Vertreter*in entsenden wollen/müssen?

Opa1950
Opa1950
Tratscher
15 Tage 16 h

Es ist wohl klar dass sich der Chef der Gemeinden von einer Frau nicht in die Karten schauen lässt.

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