Von: apa
Der erste große Rückholflug mit österreichischen Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern aus der Nahost-Krisenregion ist am Mittwochabend aus Omans Hauptstadt Maskat in Wien-Schwechat gelandet. Insgesamt waren nach Angaben des Außenministeriums 151 Personen an Bord der Chartermaschine. Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) empfing die Fluggäste.
Der Airbus A320 des ägyptischen Flugunternehmens Sky Vision Airlines war am Nachmittag mit mehreren Stunden Verspätung vom Flughafen Maskat gestartet und hatte eine Zwischenlandung in Kairo eingelegt. Es wurden nach Angaben der Außenministerin auch Staatsbürger Italiens und Spaniens ausgeflogen.
Für den morgigen Tag sind zwei weitere Charterflüge geplant, nämlich aus Maskat und der saudi-arabischen Hauptstadt Riad. Diese seien allerdings noch nicht bestätigt, da der Luftraum immer wieder gesperrt werde. “Außerdem sind die Slots sehr eng, da Tausende Europäer die Region verlassen wollen”, so Meinl-Reisinger.
Sie appellierte an die Österreicher in der Region, wenn möglich kommerzielle Flüge in Anspruch zu nehmen. Das Außenministerium werde aber “so viele (Flüge), wie es braucht” organisieren, um die eigenen Staatsbürger aus der Krisenregion zu holen.
“Seit 34 Stunden unterwegs”
Die befragten Fluggäste zeigten sich sehr erleichtert, wieder in Österreich angekommen zu sein. “Wir sind seit 34 Stunden unterwegs”, sagte ein junger Mann aus dem Salzburger Land. Er war beruflich in Dubai unterwegs und wollte gerade an jenem Tag – dem Samstag – abreisen, an dem alle Flüge wegen der Angriffe gestrichen wurden.
Mehrere Ausgereiste erzählten von Einschlägen, die sie in Dubai gehört hätten. Ein junger Familienvater aus Niederösterreich gab sich indes gelassen über den “verkürzten Urlaub”: Man habe nicht “in einen Keller” gehen müssen, sondern habe weiter am Strand liegen können, trotz der Angriffe, berichtete er.
Aktuell seien knapp 18.000 Staatsbürger in der Krisenregion registriert, hieß es vonseiten des Außenministeriums, davon 2.300 Reisende. Der “Peak” bei den Reiseregistrierungen sei bereits überschritten, berichtete ein Sprecher am Mittwochnachmittag. Die Anzahl der Reiseregistrierten ist mit derzeit rund 1.400 in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) am höchsten.
Wegen der erneuten kriegerischen Eskalation zwischen den USA und Israel auf der einen und dem Iran und seinen verbündeten Milizen in der Region auf der anderen Seite ist der Luftraum über zahlreichen Ländern gesperrt. Zehntausende Reisende aus der ganzen Welt sitzen in der Region, insbesondere an den Umsteigeknoten Dubai und Abu Dhabi in den VAE, fest.
Der Krisenstab des Außenministeriums tagt derzeit angesichts der Eskalation zweimal am Tag. Ihm gehören neben der Außenministerin die per Video zugeschalteten Botschafterinnen und Botschafter in der Region sowie Zuständige aus Wien an, darunter auch aus dem Innen- und dem Verteidigungsministerium.




Aktuell sind 1 Kommentare vorhanden
Kommentare anzeigen