Ukrainische Drohnen waren das Ziel

Russische Flugabwehr zerstört eigenen Helikopter

Mittwoch, 04. März 2026 | 11:14 Uhr

Von: mk

Rostow/Moskau – In der Nacht auf Mittwoch ist ein russischer Mi-8-Helikopter von der eigenen Flugabwehr abgeschossen worden, wie n-tv in Berufung auf mehrere Telegram-Kanäle berichtet. Beim Versuch, ukrainische Drohnen abzufangen, ist der russischen Flugabwehr offensichtlich ein fataler Fehler unterlaufen.

Anstatt ukrainische Drohnen zu treffen, zerstörten die Russen einen eigenen Helikopter. Die Besatzung soll dabei ums Leben gekommen sein. Der Vorfall hat sich laut Bericht in der russischen Region Rostow ereignet.

Am Dienstag berichtete unterdessen der ukrainischem Generalstab, dass es zu 123 Gefechten entlang der Frontlinie gekommen sei. Die ukrainische Armee kann in den letzten Tagen und Wochen besonders in der Region Saporischschja Erfolge für sich reklamieren, schreibt n-tv. Vor allem entlang des Dnipro bei Stepnohirsk und bei Huljajpole gelang es der ukrainischen Armee, Gebiete zu befreien. Wie einige Militärblogger behaupten, sind die Gebietsgewinne der Ukraine erstmals seit der Gegenoffensive in Kursk-Offensive größer als die der russischen Armee.

Gleichzeitig hat Russland weiter mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen. Die Lage des Staatshaushalts ist nach Ansicht des deutschen Bundesnachrichtendienstes schlechter, als es scheint. Offizielle Darstellungen von russischer Seite werden als „geschönt“ bezeichnet, um die Kosten des Angriffskriegs auf die Ukraine zu verschleiern. Das echte Defizit des föderalen Haushalts 2025 liegt laut BND über 26,18 Milliarden Euro höher, als offiziell angegeben wird.

Im fünften Jahr des Krieges gegen die Ukraine weisen dem BND zufolge nahezu alle Sektoren der russischen Volkswirtschaft eine Negativentwicklung auf. Neben deutlich niedrigeren Öl- und Gaseinnahmen aufgrund der seit 2022 stark gesunkenen Weltmarktpreise wird dies auch auf westliche Sanktionen zurückgeführt.

Die russische Führung nehme die wahren Kosten für den Krieg billigend in Kauf, obwohl diese noch über Jahre nachwirken würden. Mit der Verschleierung der wirtschaftlichen Schäden werde Russland als Investitionsstandort Russland unterdessen laut BND zum „unwägbaren Risiko“.

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