Von: luk
Schabs – Italiens Infrastruktur- und Verkehrsminister Matteo Salvini rechnet mit einem Ende der österreichischen Transitbeschränkungen für Lkw am Brenner bis spätestens Anfang 2026. Anlass für seine Aussagen war die Wiedereröffnung der modernisierten Bahnlinie im Pustertal nach 400 Tagen Bauzeit. Salvini verwies auf ein anhängiges Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof, dessen Urteil aus seiner Sicht die bestehenden Fahrverbote kippen werde. Diese hätten für Italien negative Folgen wie Staus, Verzögerungen, Umweltbelastung und wirtschaftliche Schäden. Die Freiheit des Waren- und Personenverkehrs müsse in ganz Europa gelten, betonte der Minister.
Zur Wiederinbetriebnahme der Pustertaler Bahnlinie sagte Salvini, das Projekt zeige, wie politische Vorhaben konkret umgesetzt werden könnten. Die vorübergehenden Einschränkungen für die Bevölkerung seien ein Opfer, das langfristig Nutzen bringe. Die Modernisierung erfolgte rechtzeitig im Hinblick auf die Olympischen Winterspiele in Antholz und sei Teil der ersten „dezentral organisierten Olympischen Spiele“. Allein in der Provinz Bozen seien derzeit Infrastrukturprojekte im Umfang von rund neun Milliarden Euro im Gang, darunter Umfahrungen und Arbeiten am Brennerbasistunnel.
Auch der Geschäftsführer von des italienischen BAhnnetzes (RFI), Aldo Isi, zog eine positive Bilanz. Trotz erheblicher Belastungen für das Gebiet sei ein komplexes Projekt mit neuen Streckenabschnitten umgesetzt worden. Insgesamt flossen rund 250 Millionen Euro in den Neubau sowie weitere 30 Millionen Euro in die Sanierung der bestehenden Strecke. Die Maßnahmen verbesserten die Anbindung, die Sicherheit und die Zuverlässigkeit des Bahnverkehrs. Künftig ist ein direkter Bahnanschluss von Bozen nach Bruneck möglich, der sowohl Einheimischen als auch Gästen und Sportlern während der Olympischen Spiele zugutekommen soll.




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