Stellungnahme von Lang

SHB: “Streit um Mameli-Hymne unnötig – Italien hat gar keine Nationalhymne“

Donnerstag, 08. Juni 2017 | 11:57 Uhr

Bozen – Als gänzlich unnötig bezeichnet der Südtiroler Heimatbund den Streit um das Abspielen der italienischen Nationalhymne beim Treffen der beiden Staatsoberhäupter in Meran. “Da das demokratische Italien keine mit Gesetz eingeführte Nationalhymne hat, sollte die Europahymne gespielt werden. Diese ist vorwärtsgewandt und zeitgemäß”, so Obmann Roland Lang.

“Das „Mameli Lied“ ist nie nach der Ausrufung der Republik gesetzlich zur Staatshymne erhoben worden! Diese Tatsache wird auch dadurch untermauert, dass im August 2016 der damalige Ministerpräsident Renzi und sein Partito Democratico Anstrengungen unternahmen, das Mameli-Lied zur Hymne zu erklären. Der blutrünstige Text dieses 1847 gedichteten Kriegsliedes gegen Österreich ist nur zeitbezogen aus der damaligen Kampfbegeisterung seines Dichters Goffredo Mameli erklärbar. Der schwülstige Kampfgesang ist in Wahrheit bis heute nie mit Gesetz zur italienische Staatshymne erklärt worden. Während der Zeit der italienischen Monarchie war der „Königliche Marsch“ („Marcia Reale“) offizielle Staatshymne. Da diese Nationalhymne nie abgeschafft wurde, wäre wenn schon eigentlich sie die offizielle Hymne”, so Lang.

“Wenn sich Südtiroler Politiker dazu berufen fühlen, bei einem Staatsempfang im 21. Jahrhundert auf das Abspielen eines heute lächerlich anmutenden Kriegsliedes gegen Österreich zu bestehen, so ist dies nur billige Anbiederei an Rom. Der Landeshauptmann täte gut daran, seinen Freund Renzi zu fragen, warum dieser im vergangenen Jahr Anstrengungen unternommen hat, das Mameli-Lied als italienische Nationalhymne einzuführen. Der Südtiroler Heimatbund ist jedenfalls überzeugt davon, dass die meisten Italiener keine Freude an einer Nationalhymne hätten, in welchem es heißt, dass der „österreichische Adler“ das „Blut Italiens“ getrunken, dabei „seine Federn verloren“ und „sein Herz verbrannt“ habe.Das Lied „Azzurro“ von Adriano Celentano, mit dem der italienische Ministerpräsident Renzi beim G7 Gipfel im Juni 2015 empfangen wurde, wäre als italienische Hymne viel angebrachter. Auch „Va pensiero`“ von Giuseppe Verdi würde laut Umfragen vielen Italienern als ihre Hymne gefallen. In einem geeinten Europa sollten engstirnige Kampflieder. welche Feindschaft gegen Nachbarn verherrlichen,  aber endlich überholt sein und keinesfalls als “Nationalhymnen” missbraucht werden”, schließt Roland Lang.

 

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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2 Kommentare auf "SHB: “Streit um Mameli-Hymne unnötig – Italien hat gar keine Nationalhymne“"


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Etschi
Etschi
Grünschnabel
17 Tage 16 h

Man merkt wieder, dass der SHB nur darauf aus ist, die Feierlichkeiten zur Streitbeilegung zu stören…

Seit 25 Jahren leben die Sprachgruppen in diesem Land friedlich zusammen, aber diesen nationalistischen Fanatikern würde es eben viel besser gefallen, wenn sich Deutsche und Italiener immer noch die Köpfe einschlagen würden.

matthias_k
matthias_k
Universalgelehrter
17 Tage 11 h
achwas, der Lang würde halt auch so gerne bei den “Großen” mitspielen, deshalb glaubt er auch überall seinen Senf dazu geben zu müssen …. ist ja auch sein gutes Recht. Aber dass er dafür einen Verein ausnützt, um sich selbst zu profilieren, das finde ich doch sehr fragwürdig.  Die Reaktionen auf sein “Gesagtes” sprechen ja Bände: kaum jemanden intressiert es, keiner kommentier es, außer hier halt ein paar wie du und ich.  Aber einfach nur lassen! Vor öffentlichen Auftritten, wo er sich mal seinen “Gegnern” stellen könnte bzw. SOLLTE, die er immer mit seinen tollen “Verkündigungen” angreift und Unwahrheiten verbreitet,… Weiterlesen »
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