„Kontrollen gibt es jedoch kaum“

STF: Immer mehr Geschwindigkeitskontrollboxen im Pustertal

Donnerstag, 22. September 2016 | 17:16 Uhr

Olang – Laut dem Olanger Gemeinderat und Bezirksleitungsmitglied der Süd-Tiroler Freiheit, Matthias Hofer, nimmt im Pustertal die Anzahl der Geschwindigkeitskontrollboxen ständig zu. Derzeit stehen im Raum Pustertal in den Gemeinden Percha, Pfalzen, St. Lorenzen, Abtei und Rasen/Antholz sogenannte Speed-Check Boxen. Auch andere Gemeinden bekunden ihr Interesse an der Errichtung solcher Boxen. „Kontrollen werden aber kaum durchgeführt“, erklärt Hofer. Er hält so die Boxen für wenig sinnvoll und fordert andere, nachhaltigere Maßnahmen.

Der Gemeinderat erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass die Geschwindigkeitskontrollboxen nur dann errichtet werden dürften, wenn mindestens zweimal in der Woche Kontrollen durchgeführt werden. So sehe es eine entsprechende Vorschrift des Straßendienstes des Landes vor. Da die Gemeinden die Vorschrift nicht erfüllen, müssten die Boxen eigentlich wieder entfernt werden, glaubt Hofer. Zudem seien Speed-Check Boxen außerhalb von geschlossenen Ortschaften laut Straßenverkehrsordnung untersagt.

Für Hofer sind die Geschwindigkeitskontrollboxen nicht die Lösung des Problems. „Ohne Kontrollen verlieren die Speed-Check Boxen nur nach wenigen Wochen ihre abschreckende Wirkung und werden zunehmend ignoriert. Wenn es den Gemeinden wirklich um die Sicherheit der Bevölkerung geht, wären zwar größere aber nachhaltigere Investitionen im Ausbau des Gehsteigenetzes und einer besseren Beleuchtung der Zebrastreifen sicher weitaus sinnvoller investiert“, so die Süd-Tiroler Freiheit.

Abschließend appelliert Hofer an alle Verkehrsteilnehmer, sich auf der Straße mit Hausverstand zu verhalten, denn Eigenverantwortung sei der beste Schutz für die Bevölkerung.

Von: mk

Bezirk: Pustertal

Kommentare

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5 Kommentare auf "STF: Immer mehr Geschwindigkeitskontrollboxen im Pustertal"


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tommile
Neuling
6 Tage 20 h

Quatsch! Man muss jo olm af die Geschwindigkeit ochtn. Man woass jo net, ob se ingscholtn sein odo net. Mrin Freindin wohnt an a Hauptstroße mit Speedbox: sie konn bestàtigen, dass es besser geworden isch

Lex
Neuling
6 Tage 18 h

Blödsinn. Appell an Eigenverantwortung, bei manchen hilft eben nur die Drohung (!) mit dem Griff in die Geldtasche.

3 Tage 18 h

Typisch, wieder eine Hetze der STF, wie so oft. Anstatt selbst Lösungen zu präsentieren, machen sie andere Lösungen schlecht. Ich bin selbst tagtäglich auf der Strasse, und sehe, dass die Speedboxen sehr wohl nützlich sind. Und Raser gehören sowieso nicht auf die Strasse, sondern wenn sie möchten, auf die Rennstrecke. Zudem sollte sich der betreffende Gemeinderat in der eigenen Gemeinde umschauen, dort gibt es wichtigere Baustellen, und dafür wäre ja ein Gemeinderat da. Wie heißt das Sprichwort: kehre zuerst vor der eigenen Haustüre, bevor du andere beschmutzt!

Marco
Neuling
2 Tage 11 h

Gscheida 1.000 boxn als 1 Toter… Und beleuchtung und zebrastreifn nutzn nix wenn 2 Autos zomm fohrn…

PI16
Neuling
2 Tage 9 h

die Hausfrauen welche die kinder zur schule fahren sind die grössten rennfahrerinnen. was will man so schnell fahren wenn die strassen immer so voll sind! PUSTERTAL ECC.

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