Ausschreibungen im Kreuzfeuer der Kritik

STF: Südtiroler Betriebe in Italien unerwünscht?

Montag, 22. August 2016 | 11:35 Uhr

Bozen – Der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Bernhard Zimmerhofer, spricht in einer Aussendung von einer mutmaßlichen Ungleichbehandlung von Südtiroler Firmen bei Ausschreibungen in anderen Provinzen Italiens. auch von heimischen Firmen werde dies bestätigt. „Wo früher Italien einen lukrativen Markt darstellte, so hat sich die Situation heute grundlegend geändert. Ein Operieren außerhalb Südtirols ist zur Ausnahme geworden“, erklärt Zimmerhofer.

„Zum einen wird man bei Verhandlungsverfahren nicht mehr berücksichtigt und einfach nicht eingeladen, zum anderen sind die Ausschreibungen teilweise so gestaltet, dass bereits lokale Firmen die besten Voraussetzungen mitbringen und man im Preiskampf chancenlos ist“, so eine betroffene Firma. „Umgekehrt ist es so, dass sich Südtirol streng an die Ausschreibungskriterien hält und so viele Firmen von auswärts den Zuschlag bekommen, die sich außerdem nicht um die Zweisprachigkeitspflicht kümmern“, wettert Zimmerhofer. Höhepunkt dieses „Ausschreibungswahnsinns“ sei die Durchführung der Behindertentransporte in Südtirol durch eine Firma aus dem fernen Apulien.

„In einer entsprechenden Landtagsanfrage werden von der Landesregierung Schritte zur Aufklärung und Unterbindung von solchen Vorfällen gefordert. Außerdem wird die Landesregierung aufgefordert, die Ausschreibungskriterien hierzulande so abzuändern, dass bei Missachtung der Zweisprachigkeitspflicht ein Auftrag sofort entzogen werden kann. Dadurch könnten heimische Betriebe wieder vermehrt im eigenen Land Aufträge erhalten und müssten sich nicht auswärts um Arbeit umschauen“, unterstreicht Zimmerhofer abschließend.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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6 Kommentare auf "STF: Südtiroler Betriebe in Italien unerwünscht?"


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hoffnung
Grünschnabel
1 Monat 2 Tage

Man kann den Spieß ja umdrehen. Italienische Firmen in Südtirol nicht mehr erwünscht.

tippex
Grünschnabel
1 Monat 2 Tage

Wird von unserer Seite ja auch schon gemacht. Wie oft ist passiert, dass eine süditalienische Firma die Ausschreibung gewonnen hat, weil sie sie die Konkurrenz um 30% unterboten hat. Diese 30% und mehr wurden dann für die Baumängel ausgegeben. soll ja eh alles lokal bleiben oder…

Spitzbart
Neuling
1 Monat 2 Tage

jo Zimmerhofer wie gesagt mußt hald selber Hand anlegen u in Rom mal wettern wenn du meinst es get dann leichter oder ?? nicht nur Kritik machen.

00
Grünschnabel
1 Monat 2 Tage

Super Erkenntnis eines ex SVP-lers

bon jour
Grünschnabel
1 Monat 2 Tage

Südtirol hat auch Gesetze, die Betrieben von hier bevorzugt und andere benachteiligt.
Zimmerhofer mault halt wieder, Hauptsache gegen die Walschen.. nihil novi, alte Leier.

leila
Grünschnabel
1 Monat 2 Tage

Des ischjo sowiso a witz olls…die südtitaliener in transport griagn…mir sein fleißige ehrliche menschn…wos hob es gamoant noch südtirol obwerds seinsa wie mir olls lei mafia…

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