Von: mk
Bozen – Die Süd-Tiroler Freiheit spricht sich strikt gegen eine Verlängerung der Frist für die Baurechte aus, die vor dem sogenannten „Bettenstopp“ genehmigt wurden.
Die derzeit geltende Regel sieht vor, dass bis zum 22. September 2026 der Baubeginn für genehmigte zusätzliche Gästebetten aus der Zeit vor dem „Bettenstopp“ erfolgen muss, ansonsten würden diese Baurechte verfallen. „Wenn die Politik gesetzte Termine nicht einhält, dann hat das auch mit Vertrauensverlust zu tun, gerade die Politik hat hier großen Aufholbedarf, um Vertrauen bei der Bevölkerung zurückzugewinnen. Der Termin für den Bettenstopp war lange bekannt und wenn die Bauherren bisher nicht aktiv geworden sind, werden sie es dann nach einer Verlängerung wieder nicht sein?“, fragt sich der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Bernhard Zimmerhofer.
Der Landtagspräsident Arnold Schuler, der als damaliger Tourismuslandesrat den „Bettenstopp“ durchgesetzt hat, spricht von insgesamt etwa 12.000 zusätzlichen Betten die noch errichtet werden sollen. „Das wären etwa 100 neue Hotels! Wir hatten zuletzt wieder einen Tourismusrekord von 38 Millionen Nächtigungen, wie weit wollen und können wir noch wachsen? Wir haben weder das zusätzliche Personal, noch sind wir dem massiven zusätzlichen Verkehr gewachsen“, so die Süd-Tiroler Freiheit. Neben dem Eingriff in die Natur- und Kulturlandschaft werde auch der Wasserbedarf zunehmend zu einem Problem.
„Wenn wir die selbst auferlegten Ziele zu Umweltschutz, Raumordnung und Mobilität ernst nehmen, dann darf es so nicht weitergehen“, warnt die Süd-Tiroler Freiheit. Die Bewegung unterstützt deshalb zusammen mit dem Heimatpflegeverband und dem Dachverband für Natur- und Umweltschutz eine „nachhaltige Entwicklung des Landes und folglich ein Ende dieses ausufernden touristischen Baubooms“.




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