Landesrat Schuler am Tschöggelberg

“Südtirol braucht keinen Wolf”

Donnerstag, 03. Mai 2018 | 14:32 Uhr

 

Mölten – Der SVP Bezirk Bozen Stadt und Land organisierte unter dem Vorsitz des Bezirksobmannes Christoph Perathoner eine offene SVP-Bezirksausschusssitzung. Neben den politischen Anliegen des Tschöggelberges, die von den Bürgermeistern Paul Romen und Angelika Wiedmer vorgetragen wurden, referierte Landesrat Arnold Schuler zum Thema „Südtirol und seine Großraubtiere im Spannungsfeld Landwirtschaft, Tourismus und Naturschutz“. Die Sitzung fand in Mölten statt, wo Bürgermeisterin Angelika Wiedmer als Gastgeberin durch den Abend führte. Rund 150 Besucher diskutierten bei der Sitzung aktiv und teils sehr emotional mit. Die meisten Wortmeldungen betrafen das Thema „Wolf in Südtirol“. Der öffentliche Tenor forderte ganz klar, gezielte Maßnahmen gegen eine Ansiedelung von Wölfen zu setzen, fasste der Bezirksobmann den Diskussionsverlauf zusammen.

Im Rahmen der Bezirksausschusssitzung wurden vorab die speziellen Anliegen der Bewohner des Tschöggelberges besprochen. Jenesiens Bürgermeister, Paul Romen, thematisierte sowohl die Notwendigkeit und Bedeutung derWasserversorgung am Tschöggelberg als auch die infrastrukturelle Charakteristik des Tschöggelbergs, der derzeit über vier Seilbahnen erreichbar ist.

Bürgermeisterin von Mölten, Parteiobmann Stellvertreterin Angelika Wiedmer, rückte Maßnahmen zur Aufwertung des ländlichen Raumes in die Aufmerksamkeit der Anwesenden. Der Ausbau des Glasfasernetzes, einfunktionierendes öffentliches Personennahverkehrsnetz und die Erreichbarkeit seien ausschlaggebend um einer drohenden Abwanderung entgegenzuwirken. Einen weiteren Pfeiler bilden die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe und die Sicherung der Arbeitsplätze vor Ort.

Im zweiten Teil der Sitzung referierte Landesrat Arnold Schuler.

“Es ist wichtig”, betonte Landesrat Schuler, “sowohl auf staatlicher Ebene als auch mit den benachbarten Ländern Allianzen zu schmieden und gemeinsam die Interessen der Berggebiete etwa bei den EU-Förderungen wie auch beim Wolf gegenüber Rom wie auch Brüssel zu vertreten.”

Er arbeite an einer internationalen Seilschaft zur Regulierung der Wolfspopulationen, berichtete Landesrat Arnold Schuler. “Die betroffenen Berggebiete im Alpenraum müssen möglichst mit einer Stimme sprechen, deshalb gilt es nun, unsere Interessen in Sachen Wolf zu koordinieren.”

Der europäische Wolfsbestand wächst. Ein Wolfsmanagement müsse andere Nutzungsinteressen berücksichtigen und im Sinne einer wildökologischen Raumplanung erfolgen, unterstrich Landesrat Arnold Schuler: “Die Alm- und Weidetierhaltung muss flächendeckend und dauerhaft in Südtirol und im Alpenraum erhalten bleiben.” Aufgrund der europaweit günstigen Populationsentwicklung müsse deswegen der Schutzstatus des Wolfes in der europäischen Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie gesenkt werden, forderte Schuler.

Landesrat Schuler wird in den kommenden Wochen weitere Gespräche auf nationaler und EU-Ebene zu dem Thema Wolfsmanagement führen. Dieses müsse andere Nutzungsinteressen berücksichtigen und im Sinne einer wildökologischen Raumplanung erfolgen, unterstrich Landesrat Arnold Schuler: “Die Alm- und Weidetierhaltung muss flächendeckend und dauerhaft erhalten bleiben”.

In der teilweise sehr emotional geführten Diskussion kam es zum regen Austausch. Vorwiegend Bauern und Jäger sprachen über die Schäden, die der Wolf verursacht und schlugen Maßnahmen sowie Ideen für Pilotprojekte unter Einbezug des Tourismussektors vor.

Nach der sehr erfolgreichen Veranstaltung im Überetsch zur Mobilität, ist dies die zweite „offene“ und somit allen zugängliche SVP-Bezirksausschusssitzung im Bezirk Bozen Stadt und Land. Das neue Modell und die neu gewonnene Sitzungskultur, die von Bezirksobmann Perathoner lanciert wurde, wird auf Grundlage des breiten Anklanges berichtig in den kommenden Monaten fortgesetzt und somit die anstehenden Bezirksausschusssitzungen in den verschiedenen Gemeinden des Bezirkes abgehalten und weiterhin der breiten Öffentlichkeit partizipativ zugänglich gemacht werden.

Von: luk

Bezirk: Bozen, Salten/Schlern

Kommentare

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5 Kommentare auf "“Südtirol braucht keinen Wolf”"


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Marta
Marta
Universalgelehrter
19 Tage 5 h

wir brauchen Wölfe ,dass unser Wald von Pilz-Touristen frei bleibt !!!

Orschgeige
Orschgeige
Tratscher
19 Tage 4 h

Endlich eine tolle Idee sum Thema Wolf. Man sollte überall Tafeln aufstellen: Attenzione LUPO! So könnte vielleicht so mancher Pilzesammler verschreckt werden.

Marta
Marta
Universalgelehrter
19 Tage 3 h

@Orschgeige Attento al lupo !!!😂-

Orschgeige
Orschgeige
Tratscher
19 Tage 4 h

Warum hast Du so große Augen?, Warum hast Du eine so große Nase?
Und besonders, warum hast Du ein so großes Maul?

sitting bull
sitting bull
Tratscher
19 Tage 3 h

brauchen tatn mir in Südtirol schun mear net 😁🤔😁

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