Von: APA/dpa
Nach dem Abklingen der Gefechte in Aleppo hat die syrische Armee Orte nahe der Millionenstadt erneut zu militärischen Sperrzonen erklärt. Die staatliche Nachrichtenagentur Sana veröffentliche eine Karte mit den eingezeichneten Zonen. Die Armee warf den kurdisch angeführten Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) vor, sich unter anderem in Tayr Harfa und Maskanah zusammen mit der PKK und Überresten der früheren Assad-Regierung militärisch neu organisiert zu haben.
Bewohner sollten sich von SDF-Stellungen fernhalten. Alle bewaffneten Gruppen seien aufgerufen, sich östlich des angrenzenden Euphrats zurückzuziehen.
Kurden weisen Vorwürfe zurück
Die SDF wiesen die Vorwürfe zurück. In den genannten Gebieten gebe es “keine militärischen Bewegungen oder Truppenaufstockungen”, hieß es in einer Presseerklärung. Alle kursierenden Behauptungen seien unbegründet.
In der vergangenen Woche hatte es in Syriens zweitgrößter Stadt Aleppo schwere Kämpfe zwischen Regierungstruppen und den SDF samt ihren Verbündeten gegeben. Nach tagelangen Gefechten in den de facto kurdisch kontrollierten Stadtteilen wurden die Kämpfe am Sonntag eingestellt. Die kurdischen Kämpfer zogen sich aus den umkämpften Gebieten zurück.
Hintergrund ist der Streit über eine geplante Eingliederung der kurdischen Institutionen und auch der kurdischen Kämpfer in die staatliche Ordnung. Ein Abkommen dazu wurde bisher nicht umgesetzt.




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