Blaas spricht von extremer Lärmbelästigung

Taufers im Münstertal: “Anrainer erleben eine tägliche Katastrophe”

Mittwoch, 11. April 2018 | 10:39 Uhr

Taufers im Münstertal – Im Zuge des ersten Bauloses der Sanierung der Hauptstraße in Taufers im Münstertal wurden gepflasterte Übergänge angebracht. Die Folgen waren laut den Freiheitlichen fatal: “Der Straßenlärm potenzierte sich und viele Anrainer haben dadurch mit psychischen und physischen Problemen zu kämpfen. Selbst an den Gebäuden sollen die Vibrationen zu Schäden geführt haben. Nun steht das zweite Baulos an und etwa 90 Bürger haben eine Unterschriftenaktion unterstützt, die dieses Projekt verhindern sollen.” Der freiheitliche Landtagsabgeordnete Walter Blaas intervenierte im Landtag.

„Die Sanierung der Hauptstraße in Taufers im Münstertal stellt für die direkt betroffenen Anrainer eine Katastrophe dar. Sie sind sehr unzufrieden mit den Pflasterungen auf der Hauptstraße, die zu großen Lärmbelästigungen und Vibrationen führen. Aufgrund der engen Gassen und Straßen wird der Lärm vom Durchzugsverkehr verstärkt“, kritisiert der freiheitliche Landtagsabgeordnete Walter Blaas.

„Ob auch das zweite, anstehende Baulos mit derartigen Übergängen versehen werden soll, ist laut Landesrat Schuler noch offen. Eine diesbezügliche Entscheidung sei noch nicht gefallen, da Verbesserungen an den bestehenden Übergängen abgewartet werden sollen. Jedenfalls haben die gepflasterten Übergänge keinen positiven Effekt für die Anrainer gebracht, sondern sind zu einem extremen Problem geworden“, hält Blaas fest.

„An drei Gebäuden seien Schäden aufgezeigt worden, wovon ein Schaden bereits saniert sein soll. Die weiteren Schäden sollen im April saniert werden. Hierfür fallen keine Kosten an, da die Behebung der Schäden vom Unternehmen getragen werden muss“, entnimmt Blaas aus den vorliegenden Informationen.

„Die Kosten für das erste Baulos betragen gemäß Vertrag 517.804,79 Euro. Mit dieser Summe konnte kein zufriedenstellendes Projekt realisiert werden, das den Anrainern die Ärgerlichkeiten und den Lärm ersparen würde. Stattdessen sind die Bewohner unzufrieden und fordern eine spürbare Besserung der herrschenden Umstände“, unterstreicht Walter Blaas.

„Derartige Projekte sind künftig zu vermeiden und auf Pflasterungen bei vielbefahrenen Straßen ist zu verzichten. Jede Straßensanierung muss zum Ziel haben, Lärm und Vibrationen abzubauen und so weit wie möglich zu reduzieren“, fordert der freiheitliche Landtagsabgeordnete Walter Blaas abschließend.

Von: luk

Bezirk: Vinschgau

Kommentare

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5 Kommentare auf "Taufers im Münstertal: “Anrainer erleben eine tägliche Katastrophe”"


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JvS-105
JvS-105
Grünschnabel
8 Tage 4 h
Es ist natürlich bzw. meiner Meinung nach ein Unding, in einem Straßendorf, durch das täglich Hunderte von Grenzgängern und Dutzende von LKWs fahren “müssen”, um in die Schweiz zur Arbeit zu gelangen, den Verkehr mit künstlichen Verengungen der Fahrbahn bzw. mit gepflasterten Fussgänger-Übergängen “beruhigen” zu wollen. Der Verkehr wird sich weder beruhigen noch abnehmen. Nur weil die Strasse gepflastert wird, fährt kein einziges Auto weniger durch den Ort. Auch der Hausverstand, sofern vorhanden, hätte wissen müssen, dass Fahrzeuge auf Pflastersteinen deutlich lauter werden als auf evtl. Flüsterasphalt. Anschliessend die maximal erlaubte Geschwindigkeit auf 30 km/h zu reduzieren, bringt doch gar… Weiterlesen »
Tabernakel
7 Tage 22 h

Bei Tempo 40 ist das doppelt so laut. 3 db entsprechen einer Verdoppelung.

JvS-105
JvS-105
Grünschnabel
7 Tage 5 h

@Tabernakel 

Umso idiotischer ist es also, in einem Straßendorf, durch das Hunderte Grenzpendler frühmorgens durchfahren müssen, Pflastersteine zur “Verkehrsberuhigung” zu verbauen.

Um auf den gleichen Lärmpegel wie z.B. Flüsterasphalt zu kommen, müsste man das Auto wahrscheinlich drüber schieben.

Tabernakel
7 Tage 22 h

Da hat der Blaas aber krampfhaft nach einem Thema gesucht.

JvS-105
JvS-105
Grünschnabel
7 Tage 5 h

Macht er das nicht immer? *g*

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