Von: APA/Reuters/dpa
Nach Angaben des iranischen Außenministeriums haben die USA auf den jüngsten Vorschlag aus Teheran zur Beendigung des Krieges geantwortet. Man sei dabei, diese Antwort nun zu prüfen, sagte Außenamtssprecher Ismail Baghai iranischen Medien zufolge. Baghai sagte laut Nachrichtenagentur Fars zudem, im iranischen 14-Punkte-Plan für ein Kriegsende sei kein nukleares Thema vorgesehen. Irans Atomprogramm ist seit Langem einer der zentralen Streitpunkte in den Spannungen mit den USA.
Berichten zufolge möchte Teheran dieses Thema erst später angehen. Am Freitag war bekannt geworden, dass der Iran einen neuen Vorschlag an die Vermittler in Pakistan übergeben hatte. Das hatte die staatliche Nachrichtenagentur IRNA berichtet, ohne auf Inhalte einzugehen. Bisher waren die Kriegsparteien bei keinem von der einen an die andere Seite übermittelten Vorschlag zu einem Konsens gekommen.
Kriegsende auch im Libanon gefordert
Teheran fordert unter anderem die “Beendigung des Kriegs an allen Fronten, einschließlich des Libanon”, hieß es. Laut der den iranischen Revolutionsgarden nahestehenden Nachrichtenagentur Tasnim werden in dem Vorschlag Garantien gegen militärische Aggressionen und der Abzug von US-Militärstreitkräften aus der Region um den Iran thematisiert. Weiter sollten eingefrorene iranische Vermögenswerte freigegeben werden.
Außerdem gehe es um die Aufhebung von Sanktionen sowie die Einführung eines “neuen Mechanismus für die Straße von Hormuz”. Die für die Weltwirtschaft bedeutende Meerenge ist für Handelsschiffe derzeit weitestgehend blockiert.
Demokrat: Neue Luftangriffe brächten keinen Durchbruch
Der führende Demokrat im Streitkräfteausschuss des US-Senats, Jack Reed, hält eine mögliche Wiederaufnahme von Luftangriffen im Iran für nicht zielführend. Er glaube nicht, dass das die Entschlossenheit der Iraner brechen würde, weiter durchzuhalten, sagte Reed dem Sender ABC News. “Und ein Grund dafür ist, dass es für sie um ihre Existenz geht.”
Er gehe davon aus, dass die Iraner nach den Angriffen auf ihre Führung und den scharfen Drohungen des US-Präsidenten Donald Trump für sich nur eine Option sähen: “Weiterkämpfen”. Reed plädierte vor diesem Hintergrund dafür, dass die USA Verhandlungen ernsthaft angehen müssten.
“Ich glaube nicht, dass der Präsident einen Plan hat”, kritisierte Reed Trumps Vorgehen im Iran. Er denke, dass der US-Präsident impulsiv handle und von Tag zu Tag entscheide, je nachdem, wie er sich gerade fühle.




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