Wissenschaftler und Studierende aus vier Kontinenten

Teilnehmer der EURAC Winter School im Gespräch mit den Abgeordneten

Dienstag, 12. Februar 2019 | 12:20 Uhr

Bozen – Vizepräsidentin Rita Mattei konnte heute im Sitzungssaal des Landtags rund dreißig Juristen, Wissenschaftler und Studierende aus 18 Ländern und vier Kontinenten begrüßen, die an der Winter School on Federalism and Governance 2019 teilnehmen. Die heurige Ausgabe der Winter School, die von der EURAC und von den Fakultäten für Rechtswissenschaft und für Politikwissenschaft ausgerichtet wird, hat Föderalismus und Rechtsstaatlichkeit zum Thema. Die Teilnehmer beschäftigen sich in ihrer Arbeit bzw. ihrem Studium mit demokratischen Prozessen, Menschenrechten und internationalen Beziehungen. Zweck des heutigen Treffens im Landtag war ein Austausch mit Vertretern der Landtagsfraktionen, um die verschiedenen politischen Sichtweisen kennen zu lernen.

Begleitet wurden die Teilnehmer von Günther Pallaver, Professor für Politikwissenschaft an der Uni Innsbruck, und Greta Klotz vom Institut für Vergleichende Föderalismusforschung an der EURAC. Der Landtag war, neben Mattei, durch Vizepräsident Manfred Vallazza, die Präsidialsekretäre Maria Elisabeth Rieder und Franz Locher sowie durch die Fraktionsvertreter Magdalena Amhof (SVP), Sandro Repetto (PD), Brigitte Foppa (Grüne), Diego Nicolini (5 Sterne Bewegung) und Alessandro Urzì (L’Alto Adige nel cuore – Fratelli d’Italia) vertreten.

Nach einer kurzen Vorstellung der Fraktionen und ihrer Positionen drehten sich die Fragen der Gäste um das Wahlsystem und die ethnische Rotation bei der Besetzung von hohen Ämtern, um die Vertretung Südtirols nach außen, um den Einsatz von Obstruktion, um die Umsetzung von Salvinis Motto “Italiener zuerst” in einer mehrsprachigen Provinz, um die ethnische Vertretung bei der Bildung der Landesregierung. Die Wahl des Koalitionspartners nach ethnischen bzw. politischen Aspekten war auch Anlass für eine kurze Debatte unter den Abgeordneten, ebenso wie die Frage nach dem Umgang mit der Einwanderung und nach ihrer Auswirkung auf das Sprachgruppenverhältnis. Weitere Fragen betrafen die finanzielle Ausstattung der Autonomie und ihre Bedeutung für das Land und den Minderheitenschutz, die Aufarbeitung der Geschichte und der Umgang mit den Denkmälern aus der Sicht der Sprachgruppen.

Von: luk

Bezirk: Bozen

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