Operation „Alpenkohle“

Unterberger kritisiert Festnahmen mit Showeffekt

Mittwoch, 27. Mai 2026 | 15:32 Uhr

Von: mk

Bozen – Die Art und Weise, wie vergangene Woche die vorbeugenden Maßnahmen im Rahmen der Operation „Alpenkohle“ durchgeführt wurden, stößt nicht nur auf Zustimmung. Im Gegenteil: SVP-Senatorin Julia Unterberger findet die Maßnahmen völlig unverhältnismäßig

„Verhaftungen um 5.00 Uhr morgens unter Einsatz von Hubschraubern, als würde man gefährliche Verbrecher jagen – eine solche Vorgehensweise nützt der Justiz nicht und stellt eine unnötige Schikane gegenüber den Beschuldigten dar, die keinerlei Gefahr für die Gesellschaft darstellen“, kritisiert die Vorsitzende der Autonomiegruppe.

Wer die Beschuldigten kenne, sei überzeugt, dass sie ihre Unschuld beweisen und die schweren Vorwürfe widerlegen würden. Die Theorie, wonach der Vinschgau zu einem Gebiet der Mafia geworden sei, werde einer Überprüfung nicht standhalten, ist die SVP-Senatorin überzeugt.

„Ich habe volles Vertrauen in die Fähigkeit der Justiz, die Sachlage sorgfältig und objektiv aufzuklären. Dennoch bleibt bei einigen Aspekten dieser Ermittlungen ein Unbehagen bestehen. Zu deutlich sind die Parallelen zu den Romeo-Ermittlungen – sowohl hinsichtlich der Konstruktion der Vorwürfe als auch der medial wirksam inszenierten Durchführung der vorbeugenden Maßnahmen. Es scheint, als ob unbedingt die These der mafiösen Vereinigungen, die in Südtirol agieren, durchgesetzt werden soll“, stellt Unterberger in den Raum.

Bezirk: Bozen, Vinschgau

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