Firmi hat heute in Bozen die Verordnung unterzeichnet.

Unterschrift zur Zug-Schleife im Riggertal: Endgültiges Projekt steht

Donnerstag, 01. Dezember 2022 | 16:30 Uhr

Der Bau der Riggertalschleife, einer 3,8 Kilometer langen Bahnverbindung zwischen Schabs und der Linie der Brennereisenbahn, rückt näher: Die Vereinbarung zwischen Land Südtirol, vertreten durch Landeshauptmann Arno Kompatscher und der außerordentlichen Regierungskommissärin und stellvertretenden Generaldirektorin für Standards und Entwicklung der italienischen Bahngesellschaft RFI Paola Firmi liegt vor. Firmi konnte somit heute (1. Dezember) in Bozen die Verordnung zur Genehmigung des definitiven Projekts unterzeichnen. Die Arbeiten sollen bereits im Sommer 2023 beginnen. In das Vorhaben werden rund 200 Millionen Euro investiert, teilweise über Mittel aus dem Aufbaufonds Pnrr.

Bei der Unterzeichnung mit dabei waren auch Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider, RFI-Vertreter Giuseppe Romeo, Gemeindenverbandspräsident und Bürgermeister von Vahrn, Andreas Schatzer, der Präsident der Bezriksgemeinschaft, Walter Baumgartner, und der Bürgermeister von Natz Schabs, Alexander Überbacher, sowie Mobilitätsressortchef, Martin Vallazza, der Direktor der Südtiroler Transporstrukturen AG, Joachim Dejaco und der Direktor der BBT-Beobachtungsstelle, Martin Ausserdorfer.

Mobilitätspolitik ausgehend von den Bedürfnissen der Menschen

“Es ist seit jeher Ziel unserer Mobilitätspolitik, das Angebot des öffentlichen Nahverkehrs an den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger auszurichten”, unterstrich Landeshauptmann Kompatscher. Dazu gehören laut Kompatscher beispielsweise die Verringerung der Fahrtzeit ebenso wie ein enger Taktfahrplan. “Der Bau der Riggertalschleife ist eine der größten und wichtigsten Investitionen in Südtirols Mobilitätsinfrastruktur und genau die richtige Investition zur richtigen Zeit, um das Angebot und den Service für die Bürgerinnen und Bürger nachhaltig und signifikant zu verbessern”, betonte Kompatscher.

RFI will Bahnfahren weiter fördern

“Die Genehmigung des endgültigen Projekts für die Bahnschleife im Riggertal ist ein entscheidender Schritt, um das Vorhaben zu verwirklichen und die Bahnstrecke Innichen-Franzensfeste direkt mit der Strecke Verona-Brenner zwischen Mühlbach und Brixen zu verbinden”, unterstrich die außerordentliche Kommissarin Firmi. “Die Aktivierung dieser neuen Zugverbindung sorgt nicht nur für kürzere Fahrzeiten zwichen Brixen und Mühlbach, sondern gehört zu den funktionalen Infrastrukturen, die für die Mobilität im Rahmen der italienischen Bewerbung für die Olympischen Spiele Mailand-Cortina 2026 vorgesehen sind.”

Mehrere Vorteile für die Fahrgäste

“Durch die neue Infrastruktur gewinnen die Fahrgäste mehr als 15 Minuten Zeit, bekommen mehr Fahrten angeboten und müssen auf der Strecke von Bozen ins Pustertal nicht mehr umsteigen”, fasste Mobilitätslandesrat die wichtigsten Vorteile für die Fahrgäste zusammen. Mit dem Bau der Riggertalschleife soll die Pustertalbahn direkt mit dem Bahnhof Brixen verbunden werden. Angepeilt wird laut Mobilitätslandesrat Alfreider ein teilweiser 15-Minuten-Takt zwischen Bozen und Brixen sowie Direktverbindungen zwischen Bozen und dem Pustertal im 30-Minuten-Takt. Mit den beiden neuen Zughaltestellen in Vahrn und Natz-Schabs hätten außerdem noch mehr Menschen Zugang zur Bahn, sagte Alfreider. Zusammen mit weiteren Bahnprojekten in den anderen Landesteilen sei das Vorhaben für das Schaffen eines Taktfahrplans wichtig: also noch besser aufeinander abgestimmte Fahrten nach einem festen Rhythmus.

Fast vier Kilometer lange Zugschleife mit Tunnel und Brücke

Zur Abstimmung des Projekts hatte es zuvor zahlreiche Treffen gemeinsam mit der landeseigenen STA – Südtiroler Transportstrukturen AG, die das Vorhaben koordiniert, mit der Bahngesellschaft RFI und unter anderem auch mit den Bezirksgemeinschaften Eisacktal und Pustertal und den Gemeinden Vahrn und Natz-Schabs gegeben.

Die fast vier Kilometer lange Schleife für die Bahn im Riggertal verläuft unter der Brennerautobahn A22 und der Brennerstaatsstraße in einem 800 Meter langen Tunnel, überquert den Eisack mit einer 172 Meter langen Bogenbrücke, führt über einen Kilometer entlang der Pustertaler Staatsstraße (SS 49bis) und bindet dann mit einem 350 Meter langen Tunnel und der neuen Haltestelle Natz-Schabs an die bestehende Bahnlinie an.

Von: mho

Kommentare

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10 Kommentare auf "Unterschrift zur Zug-Schleife im Riggertal: Endgültiges Projekt steht"


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krokodilstraene
Tratscher
1 Monat 28 Tage

Hauptsache eine Show abliefern… wegen einer Unterschrift.

Deswegen hätt niemand auch nur 1km fahren müssen (Nachhaltigkeit ☝)!
2022 werden Dokumente digital signiert und per Email ausgetauscht!

Savonarola
1 Monat 28 Tage

@ ifassesnet

was solls, vor ein paar Wochen sind sie frisch auf die Europahütte hinauf um ein medienträchtiges Spektakel abzuliefern. Von der so oft gepredigten Nachhaltigkeit keine Spur. Dafür haben sie sich eine eigene Journalistentruppe aufgestellt, um jede ihrer Aktionen triumphalistisch in den Medien hervorheben zu können. Unsere Regierungspolitiker sind in dieser Hinsicht so was von lächerlich.

Mico
Mico
Universalgelehrter
1 Monat 28 Tage

also liebe svp… man merkt dass wahlen anstehen!!… ich wette dass 70% der projekte einen hacken haben und nicht gemacht werden… aber die große Show vor der kamera mit Unterschrift….. was ist eigentlich mit der umfahrung kastelbell… gescheiter mal etwas fertig bringen als 100 sachen anfangen

Italo
Italo
Universalgelehrter
1 Monat 28 Tage

Mico. Genau

Tschtutsch
Tschtutsch
Grünschnabel
1 Monat 28 Tage

Seimo froah, dass is Projekt bold startet , zwoagleisige Puschtrabohn war holt gfrogg….Pressekonferenz und Foto kert dazua… es geat a um viel Geld..stört mi ibohaupt net… hauptsoche es geat boll los bevor i in Rente gea, damit i is Auto in do Garage lossn kon ..geredt werd seit 20 Johr…dofun.

krokodilstraene
Tratscher
1 Monat 27 Tage

Das Auto kannst du doch jetzt schon in der Garage lassen, was hat das mit dieser Unterschrift zu tun?

Zeckiblaeckie
Zeckiblaeckie
Grünschnabel
1 Monat 27 Tage

De wern schun de schleife aso bauen dass a ausbau af zwoa gleise nimma meglich isch.

tom
tom
Universalgelehrter
1 Monat 27 Tage

auf welcher Trasse? oft fehlt der Platz für ein zweites Gleis und bei einer neutrassierung höre ich schon das plärren der Bauern, siehe Begradigung der Meraner Linie bei terlan

Zeckiblaeckie
Zeckiblaeckie
Grünschnabel
1 Monat 27 Tage

De schleife sport 15min noch bozen und kostit 15min noch Innsbruck, isch des schun söffl a bereicherung? die Pendler noch Bozen hobn itz feinas de noch Innsbruck geats letza

krokodilstraene
Tratscher
1 Monat 27 Tage

Der Kompatscher hat gesagt, Paola Firmi, und was ist geschehen, sie hat unterschrieben 😂😂😂

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