Schützenbezirk Südtiroler Unterland

Unterstützung für Nordtiroler Verkehrspolitik: “Harte Maßnahmen gegen Transitverkehr erforderlich”

Mittwoch, 22. Mai 2024 | 11:51 Uhr

Von: luk

Tramin – Der Schützenbezirk Südtiroler Unterland unterstützt die Tiroler Landesregierung beim Thema Nachtfahrverbote und Blockabfertigung und fordert die Südtiroler Landesregierung in einer Presseaussendung auf, Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung zu setzen.

„Es ist grundsätzlich ein Skandal, dass innerhalb der Europäischen Union offenbar die wirtschaftlichen Interessen der Frächter mehr zählen als die Gesundheit der Bevölkerung entlang der Brennerachse. Die betroffene Bevölkerung wird seit Jahren durch anhaltende schlechte Luft geschädigt. Atemwegserkrankungen bei Kindern werden erwiesenermaßen häufiger. Hinzu kommt der Umstand, dass Lärm krank macht und vielfältige Krankheiten sowie auch das Risiko auf Herzinfarkt erhöht. Zur Belastung durch die Brennerautobahn kommen der Flughafen Bozen, die Müllverbrennungsanlage, Hubschrauberflüge des Heeres, überdimensionierte Parkplatzprojekte an der Brennerautobahnausfahrt in Neumarkt, die drohende dritte Autobahnspur sowie eine drohende offene Streckenführung des Brennerbasistunnels und weitere Belastungen hinzu. Im Südtiroler Unterland ist die Belastungsgrenze längst überschritten und es ist an der Zeit, dass politische Maßnahmen gesetzt werden,“ schreibt Bezirksmajor Peter Frank in einer Presseaussendung.

Die Brennerroute stelle den billigsten Alpenübergang dar, weshalb regelrecht Verkehr angezogen werde. Andere Routen, die wesentlich kürzer seien, seien teurer, sodass der Weg des geringsten Widerstandes über den Brenner führe. Frächter würden folglich rund 300 Kilometer Umwege über den Brenner in Kauf nehmen, so der Schützenbezirk.

„Die Fixierung des italienischen Verkehrs- und Infrastrukturministers Matteo Salvini auf wirtschaftliche Interessen Italiens bei gleichzeitiger vollständiger Vernachlässigung ökologischer und gesundheitlicher Einwände ist regelrecht gemeingefährlich. Wir verlangen einen Verkehrsgipfel der österreichischen Verkehrsministerin Leonore Gewessler sowie des italienischen Verkehrsministers Matteo Salvini in Südtirol, um die Problematik des Transitverkehrs auf politischer Ebene zu debattieren. Es muss aber auch festgehalten werden, dass die fehlende politische Unterstützung der Nordtiroler Lösung durch die Länder Südtirol, Trentino sowie durch den Freistaat Bayern, welche immerhin zwei Drittel der Brennerstrecke ausmachen, für die derzeitige skandalöse Situation verantwortlich ist. Sollten Nachtfahrverbot und Blockabfertigung fallen, wird der Schwerverkehr mit Sicherheit in Rekordzeit von 2,5 auf über drei Millionen Fahrten pro Jahr steigen. Infolgedessen gilt es harte Gegenmaßnahmen zu setzen“, schreibt Peter Frank abschließend.

Bezirk: Überetsch/Unterland

Kommentare

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5 Kommentare auf "Unterstützung für Nordtiroler Verkehrspolitik: “Harte Maßnahmen gegen Transitverkehr erforderlich”"


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Zugspitze947
30 Tage 34 Min

Es braucht NUR die gleich hohen MATGEBÜHREN wie in der Schweiz und schon würde der LKW Verkehr um 30-50 % Abnehmen,denn die Strecken durch die Schweiz sind wesentlich kürzer ! 🙂

Doolin
Doolin
Kinig
29 Tage 20 h

…so lang Brenner Transit im Vergleich zur Schweiz so billig ist, wird jeder LKW lieber Umwege in Kauf nehmen…

Faktenchecker
30 Tage 3 h

Ein Trachtenverein… Schuster bei bei Deinen Büchsen.

Tiroler25
Tiroler25
Superredner
30 Tage 1 h

Leerfahrten verbieten,jeder Staat darf nur das einführen was er nicht selber hat
Es wäre einfach für Fahrten zu halbieren aber die sch…..s EU macht was sie wollen
Die Politiker in Brüssel sollten mal eine Woche neben der Autobahn angefesselt campieren

Zugspitze947
29 Tage 11 h

Tirolet25: Ohhhhjeeeeeeeee wir wollen ja ALLE billig einkaufen ,also funktioniert dfas leider nicht mit dem nicht EINFÜHREN !!!!!! Ausserdem sind die Ansprüche Vieler einfach grenzenlos und sie fragen nicht was DAS für Folgen hat 👌😂

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