Die Waffen sollen einen Monat lang ruhen

USA legen Iran 15-Punkte-Plan für den Iran vor

Mittwoch, 25. März 2026 | 00:27 Uhr

Von: APA/Reuters/dpa

Die USA haben Medienberichten zufolge dem Iran einen 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Krieges geschickt. Dies meldeten die US-Zeitung “New York Times” unter Berufung auf zwei Insider und der israelische Sender Channel 12 mit Verweis auf drei namentlich nicht genannte Personen. Laut Channel 12 wird darin etwa verlangt, die Atomanlagen Natanz, Isfahan und Fordow außer Betrieb zu setzen. Außerdem müsse in der Straße von Hormuz ein freier Schiffsverkehr gewährleistet werden.

Auf iranischem Boden dürfe zudem kein Uran angereichert werden. Die USA schlagen demnach eine Feuerpause von einem Monat vor, um den Plan zu besprechen. Stellungnahmen der beiden Staaten lagen zunächst nicht vor.

Unterdessen lockerte Teheran die Regeln für die Straße von Hormuz. Laut der iranischen UNO-Vertretung dürfen Schiffe, die nicht als feindlich gelten und keine militärischen Aktionen gegen den Iran unterstützen, den Seeweg nutzen – sofern sie sich an alle iranischen Sicherheitsvorschriften halten und die Passage mit den zuständigen Behörden abstimmen.

Ölpreise fallen

Nach den erneuten Ankündigungen von Verhandlungen mit dem Iran durch US-Präsident Donald Trump fielen die Ölpreise wieder unter die psychologisch wichtige Marke von 100 Dollar. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Sorte Brent aus der Nordsee mit Lieferung im Mai lag leicht darunter und gab damit innerhalb weniger Minuten um knapp vier Prozent nach.

Trump hatte zuvor auf Fragen von Journalisten gesagt, die Iraner seien zu Verhandlungen bereit: “Wir sprechen tatsächlich mit den richtigen Leuten, und die wollen unbedingt einen Deal abschließen.” Zuvor hatte der Iran diese Bereitschaft bestritten, nach den neuerlichen Trump-Aussagen gab es zunächst keinen offiziellen Kommentar aus Teheran.

In Kuwait trafen Drohnen einen Treibstofftank am internationalen Flughafen und lösten einen Brand aus. Es gebe keine Verletzten, sondern nur Sachschaden, teilte die zivile Luftfahrtbehörde des Landes mit. Die Feuerwehr sei im Einsatz, hieß es.

Macron drängt Teheran zu Verhandlungen

Dienstagabend sprach Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron mit dem iranischen Präsidenten Masoud Pezeshkian und forderte ihn zu einer Verhandlungslösung auf. Es ist bereits das dritte Mal, dass Macron seit Kriegsbeginn Kontakt zu Pezeshkian sucht, um auf Deeskalation und einen diplomatischen Ausweg zu drängen.

Außerdem forderte er den Iran auf, so schnell wie möglich die Rückkehr zweier über längere Zeit vom Iran inhaftierter Franzosen zu ermöglichen, die seit Monaten in der französischen Botschaft in Teheran festsitzen.

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