Von: Ivd
Bozen – Der Verbraucherschutzverein Robin warnt eindringlich vor den Risiken des geplanten EU-Mercosur-Abkommens in seiner aktuellen Form: „Wie auch der europäische Verbraucherschutzverband BEUC kritisiert, droht das Abkommen den Import von Lebensmitteln zu erleichtern, die Rückstände in der EU nicht zugelassener Pestizide enthalten. Damit wird der Schutz der Konsumenten massiv geschwächt.“
Zusätzlich weist Robin auf ein weiteres alarmierendes Problem hin: „Der Irische Bauernverband hat aufgezeigt, dass bei Importen aus Mercosur-Staaten auch der Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung deutlich weniger streng reguliert ist als in der EU. Dies erhöht das Risiko von Antibiotikaresistenzen und gefährdet langfristig die öffentliche Gesundheit.“
„Gleichzeitig setzt das Abkommen europäische Landwirte unter enormen Preisdruck“, so Robin. „Billigimporte aus Südamerika bedrohen bäuerliche Betriebe und untergraben die Versorgung mit qualitativ hochwertigen, regional erzeugten Lebensmitteln. Gewerkschaften und Umweltorganisationen warnen zudem vor schlechten Arbeitsbedingungen, Jobverlusten sowie einer Schwächung von Umwelt- und Klimastandards, da verbindliche Kontroll- und Sanktionsmechanismen fehlen.“
„Dieses Abkommen opfert den Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher sowie unsere bäuerliche Landwirtschaft den Interessen des Freihandels“, warnt Robin-Geschäftsführer Walther Andreaus. „Lebensmittel mit problematischen Pestiziden, Hormonen und Antibiotika dürfen keinen Platz auf unseren Tellern haben.“
Robin schließt sich dem Aufruf der Zivilgesellschaft an, das EU-Mercosur-Abkommen in seiner derzeitigen Form abzulehnen und stattdessen verbindliche Standards für Lebensmittelsicherheit, Umwelt- und Sozialschutz sicherzustellen.




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