Kreuzdebatte in Bayern

Von Ach: “Söder hat recht!”

Samstag, 05. Mai 2018 | 19:06 Uhr

Bozen – Der freiheitliche Generalsekretär Florian von Ach meint zur aktuellen Debatte in Bayern über Kreuze in öffentlichen Amtsräumen: „Es mag ja sein, dass CSU-Ministerpräsident Markus Söder mit seiner Forderung nach Kreuzen in öffentlichen Amtsstuben der AfD hinterher hechelt, um Wähler bei der Stange zu halten. Allein deshalb ist Söders Forderung aber nicht falsch: In der Tat ist das Kreuz auch ein kulturelles Symbol.“

Es stehe für „unsere christlich-abendländische Prägung“. Diese Prägung zu betonen in einer Zeit, in der Europa von einer „massenhaften islamischen Einwanderung“ erfasst wird, sei absolut notwendig, so die Freiheitlichen.

„Wir müssen zeigen, was unsere Werte sind und was uns ausmacht. Wir müssen zeigen, was wir bewahren wollen. Die Kritik von Kirchenfürsten wie vom Münchener Kardinal Marx daran ist völlig unverständlich. Wobei es angesichts der Personalie Marx wahrscheinlich nicht anders zu erwarten war: War es nicht derselbe Kardinal Marx, der bei einem Besuch am Jerusalemer Tempelberg verschämt sein Kreuz abnahm, um ‚nicht zu provozieren‘? Und dieser Kardinal möchte nun denjenigen die Leviten lesen, die sich für mehr Bekennermut aussprechen? Nein, das ist nicht nachzuvollziehen“, schreibt von Ach.

Europa brauche mehr sichtbares Bekenntnis zu seinen Wurzeln. Dass es in der Kirche auch andere, mutige Stimmen gibt, zeige Erzbischof Zurbiggen, Botschafter des Vatikan in Österreich, den von Ach zitiert: “Das Kreuz ist auch ein Symbol für unsere Traditionen gerade hier in Europa. Das sind unsere Werte, für die wir uns nicht schämen müssen, im Gegenteil, für sie einzutreten und sie zu verteidigen”.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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10 Kommentare auf "Von Ach: “Söder hat recht!”"


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Spitzpassauf
Spitzpassauf
Grünschnabel
20 Tage 14 h

Wunderbar dieser artikel,endlich bekennt sich mal jemand wieder zur heimischen kultur.danke an den autor.

Gagarella
Gagarella
Universalgelehrter
20 Tage 4 h

Das Kreuz, es beschützt.

Staenkerer
19 Tage 18 h

x t
tausende unsrer ajnen hattn den mut und he hoffnung verlorn in inserem lond ihr lebn zu meistern und sich und ihre kibder durchzubringen wenn se nit des kreuz ghob hatn zum holt und trost und mut findn!
beschämend das mir des symbol des glaubens, der tradution und der kultur überhaubt verteitigen müßen!

algunder
algunder
Tratscher
20 Tage 3 h

I bin sicher kuan gläubiger christ! Ober insere tradizion insere kultur und der glabe, der des landl seit ewichkeitn prägn, sein zu beschützn!

Waltraud
Waltraud
Superredner
20 Tage 2 h

Wir sollten mehr Söder haben.

herbstscheich
herbstscheich
Superredner
20 Tage 1 h

wunderbar.. hoffentlich liest das der Söder auch — die FH beten doch jedesmal ein Tischgebet bei ihren Tagungen –  –  –

lord schnee
lord schnee
Tratscher
20 Tage 1 h
christlich abendländische tradition: man könnte also ein kreuz aufhängen. okay. man könnte auch ein bildnis von imanuel kant aufhängen oder müsste es eigentlich daneben hängen. okay. das blöde ist nur der inhalt: alles was du dem geringsten getan hast, hast du mir getan, zum beispiel. behandle jeden wie du selbst behandelt werden willst, zum beispiel. ehrlich wäre: werfen wir unsere tradition über bord. das hier ist eine zeitenwende – suchen wir eine neue legitimation für die kommende gewalt. das blöde ist nur: auch gewalt will sich gut fühlen und fühlt sich meistens auch gut. das wäre dann die andere definition… Weiterlesen »
Staenkerer
19 Tage 18 h

sehr guater bericht mit klare, ware worte!
uns werd viel zu viel unterwürfigkeit als tolleranz
und zu viel zu viel demütiges nachgebn als beitrag zur integration eingred
und nor no aufgezwungen des kritiklos zu glabn!

erika.o
erika.o
Superredner
20 Tage 1 Min
die Kirchenpolitik, die einige unserer sogenannten Kirchenführer für sich entwickelt haben, ist mir unverständlich geworden. Ich für mich muss sagen, daß meine Nächstenliebe längst an ihre Grenzen stößt. Es gibt und gab auch nie ein Beispiel, also kein Land, wo verschiedene Kulturen, Religione, miteinander und auch nicht nebeneinander reibungslos leben konnten und sich den gegenseitigen, den nötigen Respekt, erwiesen haben. Ich sehe es als ein gefährliches Spiel , das auch hierzulande von einigen “Mächtigen” auf Kosten Aller, gespielt wird. Für vieles offen zu sein ist für mich Eines, aber so kurzsichtig und damit sich selbst und seine Herde in den… Weiterlesen »
Anarcho
Anarcho
Neuling
18 Tage 23 h

Vor Kreuzen, die als Zeichen des Glaubens an einen barmherzigen Gott aufgestellt oder aufgehängt werden, habe ich Respekt – aber nicht vor Kreuzen, die ein scheinheiliger Staat zur Bevormundung und Abgrenzung befiehlt.

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