"Team K fordert sofortige Grenzöffnung zu Österreich"

“Wahre Freunde erkennt man in der Krise”

Donnerstag, 21. Mai 2020 | 18:27 Uhr

Bozen – Kanzler Kurz lässt über die Medien ausrichten, dass die Grenzen zu Südtirol geschlossen bleiben sollen. “Die antieuropäische Haltung der österreichischen Bundesregierung tritt hiermit wieder einmal deutlich zutage”, meint das Team K. „Wir brauchen ein klares Signal an Europa und das sind offene Grenzen in der Euregio.” Für das Team K kann nicht toleriert werden, “dass in diesem Moment, wo so viele Menschen in Südtirol dringend eine Perspektive und Hoffnung brauchen, ein Sager aus dem Munde des österreichischen Bundeskanzler ohne wissenschaftliche und nachvollziehbare Begründung, den Deckel über dem Brenner zumacht. Denn über den Brenner zu befinden, heißt am Ende auch über Europa und die Zukunft der Euregio zu befinden.”

“Wo ist denn jetzt der liebe Freund Sebastian Kurz? Jetzt wo ihn nicht nur sein politischer Ziehbruder Philipp Achammer brauchen würde, sondern die gesamte Südtiroler Tourismusbranche, die Bürger und Bürgerinnen, die endlich ihren Zahnarzt in Sillian oder Optiker in Innsbruck aufsuchen möchten oder die Menschen, die an die Kraft der Euregio als Werte- und Menschengemeinschaft geglaubt haben? Unvergessen sind die SVP Hochglanz-Inszenierungen im Wahlkampf, mit dem immer-smarten Bundeskanzler in der Südtiroler Provinz nach dem Motto „Wir sind auf Augenhöhe mit den Mächtigen unserer Schutzmacht“. Wieviel diese politische Freundschaft wert ist, zeigt sich jetzt in der Krise, keinen Pfifferling nämlich, wenn es um knallharte nationale Interessen geht. Die Grenzöffnung Österreichs in alle Richtungen außer in Richtung Südtirol und Italien ist eine Bankrotterklärung auch der Europaregion Tirol. Das trockene Nein des Bundeskanzlers Kurz zur baldigen Öffnung des Brenners macht das Bemühen der Tiroler, Südtiroler und Trentiner die Krise gemeinsam und länderübergreifend zu meistern mit einem Schlag zunichte. Es bleibt die Euregio als Hirngespinst in den Köpfen und die schönen Sonntagsreden der verantwortlichen Politiker. Das kleine Europa in Europa steht vor seiner größten Zerreißprobe”, so das Team K.

“Gerade jetzt, wo wir vor dem Start dieser für Südtirol überlebenswichtigen Sommersaison stehen, ist es unfassbar, dass Kanzler Kurz durch seine Angstrhetorik und seinem Nein zur Öffnung der Grenzen, das jeglicher epidemiologischen Faktenlage widerspricht, nicht nur in Österreich Angst und Schrecken verbreitet, sondern nun auch Südtirol. Klar ist das wirtschaftliche Kalkül hinter dem Vorwand der Epidemie: die deutschen Urlauber sollen in Österreich bleiben. Dass dies für Südtirols Tourismus mit einer Katastrophe endet, ist unserer Schutzmacht nicht nur egal, sondern sogar kühl kalkuliert.” Es sei auch enttäuschend, dass sich der Bundeskanzler unserer vielbeschworenen Schutzmacht auch gegen den Rettungsschirm für Italien und damit auch gegen Südtirol ausspricht. “Damit bestätigt sich Sebastian Kurz wieder einmal als einer der größten Europaskeptiker. Und die Grünen in der Bundesregierung schweigen sich dazu wieder einmal aus.” Das Team K zeigt sich nicht nur wegen der Einschränkung der Reisefreiheit der Urlauber in Sorge, sondern vor allem über die Beschneidung der Bewegungsfreiheit der gesamten Bevölkerung der Europaregion dies- und jenseits der Brenner-Grenze.

“Nachdem nun fast drei Monate die Menschen so massiv in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt waren, Angehörige, Freunde, Dienstleister und sogar die eigenen Kinder jenseits der Grenze nicht besuchen durften, ist die Entscheidung des Bundeskanzlers die Grenzen in Richtung Italien weiterhin geschlossen zu halten mit dem Notstand nicht mehr zu rechtfertigen, sondern einfach nur kurzsichtig, egoistisch und ein Affront gegenüber der Bevölkerung südlich des Brenners. Wir nehmen es dem selbsternannten Südtirolfreund Kurz nicht ab, dass ihm dieses Nein zur Grenzöffnung zwar leid tue, aber er aus Schutz der eigenen Bevölkerung so entscheiden müsse. Die Fakten und epidemiologische Entwicklung sprechen klar eine andere Sprache. Das politische und oft zitierte Zusammenhalten, auch mit seinem SVP-Buddy Landesrat Achammer, in schönen Online-Posts zelebriert, entpuppt sich als inhaltsloses Geschwätz. Und sicher wird ein eventuelles Einlenken der Bundesregierung morgen nicht auf die vermeintliche Südtirol- Freundschaft des Kanzlers zurückzuführen sein, sondern auf die Proteste Italiens und Europas gegenüber diesem eklatanten Bruch der Regeln des gemeinsamen EU-Marktes”, heißt es abschließend.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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16 Kommentare auf "“Wahre Freunde erkennt man in der Krise”"


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Martinus
Martinus
Grünschnabel
14 Tage 5 h

Team K hat diesmal Recht!
Zum Schämen ist die STF , die wiedermal die Schuldigen bei uns in Südtirol und in Rom ausgemacht hat!

M_Kofler
M_Kofler
Superredner
13 Tage 15 h

nichts neues würd ich sagen?
Hab aber genau das angekündigt, mehr kommt von Knoll nicht.

Dublin
Dublin
Kinig
14 Tage 4 h

…an schian Freind hat der Achammer da…
😜

Gredner
Gredner
Universalgelehrter
14 Tage 2 h

Wie heisst es doch? “Man soll die Suppe nicht so heiss löffeln…” oder  “abwarten und Tee trinken…” Bis zum 3 Juni sind es noch 2 Wochen, die Infektionszahlen gehen in Italien zurück und werden UNTER dem derzeitigen Niveau von anderen Nachbarstaaten Österreichs sinken (z.B. Tschechien oder Bayern!!!). Spätestens in 2 Wochen kann Kurz nicht mehr die Grenze zu Italien geschlossen halten und die anderen offen lassen – er könnte es nicht mehr rechtfertigen.

pingoballino1955
pingoballino1955
Grünschnabel
13 Tage 17 h

Gredner………auch wenn es hoffentlich so kommt,ist egal-Das Vertrauen zu Kurz ist “OUT”

Prof.42
Prof.42
Neuling
14 Tage 5 h

Sofort den Sven Knoll beauftragen mit seinem Vaterland zu verhandeln,er muß ja wegen seiner Freundin hin und her pendeln.

kaisernero
kaisernero
Superredner
14 Tage 3 h

Dr Kurz der tropf weart schun moanen er isch dr Kaiser vo europa…

Andreas1234567
Andreas1234567
Superredner
14 Tage 5 h

Hallo nach Südtirol,

Team K war bei der Abstimmung zum Südtiroler Sonderweg mit ihren 6 Stimmen komplett dabei, das und die “Mehrheit” waren dann 25 Stimmen, das war der Flaschenöffner, 24 von 35 hat es ja bekanntlich gebraucht, ohne Team K wäre es verdammt eng geworden.

Natürlich wollen sie ihr Patenkind mitpflegen und die harschen Töne gegen Wien sind mir eine Freude, da gibt jemand einen guten Paten.

Das Eindreschen auf LR Achammer sind eher alte Rechnungen und schwelende Südtiroler Richtungsstreitigkeiten.

Auf Wiedersehen in Südtirol

Gredner
Gredner
Universalgelehrter
14 Tage 2 h

Neu-infizierte gestern:
– Bayern: 176 (=13,5/Mio)
– Italien: 665 (=11,0/Mio Einwohner)
– Tschechein: 74 (=7,0/Mio)

ellmar
ellmar
Neuling
13 Tage 18 h

Italien 60 Mio Einwohner, 642 neue Fälle gestern. Davon 316 in Lombardei mit 10 Mio. Einwohner.

Guenni
Guenni
Universalgelehrter
13 Tage 15 h

@Gredner…..dem Herrn Kurz ging es nie um solche Zahlen. Hier geht es um viel 💶💵💷💰. Dem geht Südtirol und seine Südtiroler *innen hinten links am A….vorbei. Irgendwann sollten die Tatsachen auch die/den letzte/n Träumer*in überzeugen. Wunschdenken ?!

pingoballino1955
pingoballino1955
Grünschnabel
13 Tage 17 h

BRAVO Team K damit ist alles gesagt. Kurz “SHAME”👹👹👹 Und bitte NIE MEHR mit Südtirolfreundlich kommen-Herr Bundeskanzler Kurz!

elmar-p
elmar-p
Neuling
13 Tage 16 h

Nun schlägt die Stunde der Wahrheiten: sowohl dieser seltsame Debattierklub Euregio als auch, im Großen, die EU zeigen, was sie wert sind, wenn es hart auf hart kommt: Nichts. Da platzen sie, die Seifenblasen! Und die Vaterlandsromantiker hier bei uns werden schön langsam ebenfalls zurück auf den Boden der Realität geholt genauso wie die „Beziehungspolitiker“ in der Landesregierung: „Baschti, wia konnsch du ins des lei untian??“

landwirt
landwirt
Grünschnabel
13 Tage 15 h

Mitte juni werscha schon aution missn.. bis semm hobn di daitsch geschte ba ins storniert und in österreich gebucht
Reine strategie👏

Look_at_Yourself
Look_at_Yourself
Grünschnabel
13 Tage 11 h

Das Virus ist doch inzwischen überall zu finden.
Da kann man eigentlich die volle Reisfreiheit wieder herstellen.
Das Risiko sich anzustecken ist doch gewiss in Nordtirol nicht geringer, als in Südtirol oder in Deutschland.
Etwas Eingenverantwortung und Verstand sollte man den Bürgern schon zugestehen.

Trump
Trump
Neuling
13 Tage 10 h

Und Sebastian sprach..,
Lasset die Südtiroler zu Kurz kommen

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