Renzler übt scharfe Kritik an Zeller

„Wer sich zu wichtig für kleine Arbeiten hält, ist oft zu klein für wichtige Arbeiten“

Montag, 06. November 2017 | 12:16 Uhr

Bozen – Der SVP-Landtagsabgeordnete Helmuth Renzler verurteilt die Aussagen von Senator Karl Zeller aufs Schärfste, welche er in Zusammenhang mit seinem Änderungsantrag im Senat zu den Politikerrenten getätigt hat. Jede Arbeit sei gleich wertvoll, unabhängig von der jeweiligen Entlohnung.

Wie berichtet sollen laut SVP-Senator Karl Zeller Kammerabgeordnete und Senatoren sowie Regionalratsabgeordnete des Trentino-Südtirol in Zukunft schon mit einem Lebensalter von 63 Jahren ihre Leibrenten beziehen können.

„Es geht mir weniger um sein Vorhaben, welches ich jedoch nicht annähernd nachvollziehen kann, sondern um seine vorgebrachten Begründungen für diesen Änderungsantrag. Es ist wohl lächerlich und realitätsfremd, wenn man allen Ernstes behauptet, dass politische Tätigkeiten anstrengender, verantwortungsvoller und zeitaufwendiger sind, als die Arbeit eines Arbeiters, einer Hausfrau oder eines Beamten usw. Als Arbeitnehmer-Vertreter verurteile ich solche Aussagen aufs Schärfste. Ich schätze Herrn Senator Karl Zeller für seine politische Tätigkeit sehr. Doch in dieser Sache liegt er eindeutig falsch“, stellt Helmuth Renzler fest.

Seit Beginn der derzeitigen Legislaturperiode des Südtiroler Landtages, seit November 2013 gilt für alle erstmals gewählten Abgeordneten schon heute ein Lebensalter von 67 Jahren und sieben Monaten bis zu ihrer Pensionierung.

„Ich frage mich ernsthaft, warum es nun deshalb genau jetzt für die ‚alten‘ Abgeordneten eine Ausnahmebestimmung braucht? Warum sollen sie bereits mit 63 Jahren in Pension gehen können? Warum sollen für sie andere Bestimmungen als für die ‚neuen‘ Abgeordneten und die Allgemeinheit der Bevölkerung gelten?“, unterstreicht Helmuth Renzler.

Von: mk

Bezirk: Bozen