Von: mk
Bozen – Der Südtiroler Jugendring (SJR) hat eine Mobilitätsumfrage unter jungen Menschen im Alter von 18 bis 35 Jahren durchgeführt und dieselbe im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt. „1.043 junge Menschen aus ganz Südtirol haben uns ihre Meinung zur Mobilität in Südtirol mitgeteilt, was es ermöglicht, auf dieser Grundlage den Handlungsbedarf abzuleiten und mit den Entscheidungsträgern zu besprechen“, so Katja Oberrauch, SJR-Vorsitzende, zu den Zielen der SJR-Umfrage.
Maria Lisa Maffei, Mitarbeiterin Abteilung Qualitätssicherung, fasste die wichtigsten Ergebnissen zudammen: Interessant ist, dass 51,1 Prozent hauptsächlich öffentliche Verkehrsmittel nutzen. In der Nacht aber greifen nur noch 20,5 Prozent auf sie zurück. Verbesserungsbedarf sehen die jungen Menschen insbesondere in Bezug auf Pünktlichkeit und Taktung. Im Bereich der Nachtmobilität liegen die größten Herausforderungen aus Sicht der Befragten in dem zu geringen Angebot sowie in den schlechten Anbindungen. Wenig überraschend zeigen die Ergebnisse auch, dass der Führerschein für junge Menschen eine hohe Bedeutung hat. Überwiegend wird er im Alter von 18 bzw. 19 Jahren erworben, was auf den starken Wunsch nach früher Selbständigkeit und Mobilität der jungen Menschen hinweist. Lobenswert hervorgehoben wird die gute Erreichbarkeit öffentlicher Verkehrsmittel: Rund 86 Prozent der Befragten geben an, dass die nächste Haltestelle weniger als einen Kilometer von ihrem Zuhause entfernt liegt.
„Dieses zeigt, dass noch viel mehr junge Menschen öffentliche Verkehrsmittel nutzen könnten und wir uns aktiv hierum bemühen sollten. Wege, um das zu erreichen sind primär verbesserte Pünktlichkeit und Taktung. Des Weiteren sollte der wichtige Bereich der Nachtmobilität mehr Aufmerksamkeit bekommen“, schlussfolgerte Manuela Weber, SJR-Geschäftsführerin. Auch ist es dem SJR ein Anliegen, dass alle, auch Schülerinnen und Schüler, die den Südtirolpass besitzen, diesen auch digital entwerten können.
Daniel Alfreider, Landesrat für Mobilität, meinte hierzu: „Der Austausch mit jungen Menschen bringt immer wertvolle Impulse. Deshalb ein großes Kompliment für dieses Engagement und die gelungene Mobilitätsumfrage. Die Ergebnisse werden wir gemeinsam mit den zuständigen Ämtern genau analysieren und diskutieren. Wir werden weiterhin ein offenes Ohr für die Anliegen der jungen Generation haben – macht weiter so.“




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