Freiheitliche Kritik an Äußerungen des US-Botschafters zur Verfassungsreform

„Wir brauchen keine US-Einmischung“ 

Mittwoch, 14. September 2016 | 11:19 Uhr

Bozen – Der Freiheitliche Landesparteiobmann Walter Blaas und Generalsekretär Simon Auer kritisieren das Einschalten der US-Politik hinsichtlich der anstehenden Verfassungsreform. Der Botschafter in Rom warb für ein JA, um die neue Verfassung einführen zu können.

„Wir brauchen keine US-Einmischung“, betonen Blaas und Auer in einer Presseausendung. „Die Werbung des amerikanischen Botschafters für die Annahme der Reform ist eine Anmaßung gegenüber der Bevölkerung und ist eine Intervention in innere Angelegenheiten“, kritisieren die Freiheitlichen.

„Die Einmischung des US-Botschafters ist Ausdruck der gewollten Einflussnahme und Weichenstellung im Sinne der USA“, geben Obmann und Generalsekretär zu bedenken.

„Sollte die reformierte Verfassung genehmigt werden, wird der Staat zentralistisch ausgerichtet und die Interessen der Regionen und Autonomien werden sich jenen der Zentralstaates zu unterwerfen haben“, warnt der Freiheitliche Landesparteiobmann Walter Blaas und Generalsekretär Simon Auer. „Südtirol sollte kein Interesse an einem starken Zentralstaat mit US-Einflüssen haben“, betonen die Freiheitlichen abschließend.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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4 Kommentare auf "„Wir brauchen keine US-Einmischung“ "


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brunner
Grünschnabel
16 Tage 22 h

Die Amis sollen vor ihrer eigenen Haustür kehren…die selbsternannten Retter der Welt….

Dublin
Tratscher
16 Tage 22 h

Na Gott sei Dank bewahren uns die Freiheitlichen vor den Amis.

MartinG.
Grünschnabel
16 Tage 15 h

Zuletzt; was Blaas oder Auer sagen und meinen, ist vollkommen belanglos; das sind höhere Interessen geostrategischer Natur, die sich unter anderem auf Nato-Ebene befinden. Siehe auch: http://militarybases.com/overseas/italy/
http://www.cobases.com/overseas/italy/

Der Libyenkrieg wurde und wird vor allem von Italien aus geführt.

MartinG.
Grünschnabel
16 Tage 15 h
Italien ist ein US-Flugzeugträger; also mehr als nur ein Land oder eine Halbinsel. Und natürlich mischen die USA mit wenn wichtige Entscheidungen anstehen. Im Gegenzug halten die USA ihre schützende Hand über ihren Freund. Siehe auch das Machtwort an Merkel und Schäuble, dass es keinen default in der Eurozone gibt und Draghi freie Hand für QE, Ankauf von Anleihen der Banken, Staaten und großen Unternehmen bekommt. Aber nicht nur in Italien; auch in Österreich werden die USA kräftig mitmischen; sie sind ja auch fast der letzte ernstzunehmende Garant und Firmatarmacht des Ö-Staatsvertrages. Das wird im Falle des Falles auch der… Weiterlesen »
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