Von: mk
Bozen – Der Landtag hat am Donnerstag den Beschlussantrag der Grünen Fraktion genehmigt, der faire Preise für studentischen Wohnraum in Südtirol schaffen möchte.
In den vergangenen Jahren seien die Kosten für Wohnungen und Zimmer in Südtirol für viele Studierende unerschwinglich geworden, so die Grünen: Heute koste ein Zimmer im Durchschnitt zwischen 450 und 700 Euro pro Monat – eine Summe, die für viele Familien kaum zu stemmen sei.
„Die Zimmerpreise sind zu hoch, um das Recht auf Hochschulbildung zu gewährleisten. Mit der Annahme unseres Beschlussantrags ist es uns gelungen, ein konkretes Ergebnis zu erzielen, um auch auf die Preise auf den freien Markt Einfluss zu nehmen“, erklären die Grünen Landtagsabgeordneten Zeno Oberkofler, Brigitte Foppa und Madeleine Rohrer.
Über eine Ausschreibung soll das Land einen finanziellen Beitrag leisten, um die Preise in Studierendenheimen zu senken. Konkret soll die Differenz zwischen einem durchschnittlichen Marktpreis und einem gedeckelten, niedrigeren Mietpreis vom Land bezuschusst werden.
Das Ergebnis ist laut den Grünen auch wichtig für das neue Studentenwohnheim am Siegesplatz: Das Land hat sich verpflichtet, einen Mietzins von 360 Euro für ein Einzelzimmer zu garantieren. Außerdem wird die Möglichkeit geprüft, Investitionsbeiträge für Heime gemeinnütziger Organisationen wieder zu aktivieren.
„Das Recht auf Hochschulbildung darf nicht von Marktlogiken abhängig sein. Es braucht öffentliche Instrumente, um leistbare Zimmer zu garantieren und für junge Studierende attraktiv zu sein“, betont Zeno Oberkofler, Erstunterzeichner des heute im Landtag angenommenen Antrags.




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