Rädler fand im Training gute Linie

Bestzeit im Abfahrtstraining für Johnson – Rädler Vierte

Samstag, 07. Februar 2026 | 14:11 Uhr

Von: apa

Wie tags zuvor ist Ariane Rädler auch im zweiten Olympia-Abfahrtstraining in Cortina schnellste Österreicherin gewesen. Die Vorarlbergerin war mit 0,43 Sek. Rückstand auf Breezy Johnson (USA) Vierte, vor ihr klassierten sich noch Kira Weidle-Winkelmann (GER/+0,21) und die einer Verletzung trotzende Lindsey Vonn (USA/+0,37). Nach Startnummer 23 wurde zunächst sichtbedingt unterbrochen, nach langer Wartezeit erfolgte wegen heftigen Schneefalls der Abbruch.

Alle vier Österreicherinnen waren gestartet, Cornelia Hütter (+1,05), Nina Ortlieb (+1,11) und Mirjam Puchner (+1,21) kamen auf die Ränge zehn bis zwölf. Jene Läuferinnen, die den Trainingslauf nicht mehr bestreiten konnten, rutschten bis zum Tofana-Streckenabschnitt “Grande Curva” ab und machten ab da eine Fahrt bis ins Ziel. Schon das für Donnerstag geplante erste Training war wegen zu viel Neuschnees abgesagt worden, am Freitag wurde ein Lauf durchgeführt. Das Rennen geht am Sonntag in Szene (11.30 Uhr/live ORF 1).

Piste entwickelte sich gut

“Mein Plan war, dass ich andrücke. Ich wollte wissen, wie die Wellen wirklich gehen. Es ist zwar ein bisschen unruhiger, aber mit mehr Speed sind die Wellen ganz okay”, sagte Rädler. Manches gehe sicher noch besser, aber für das Gefühl sei dies nicht schlecht, sie sehe sich unter den Außenseiterinnen. Hütter fand es “voll cool zu fahren”, der Grundplan passe. “Morgen die tiefe Position auspacken, Spaß haben und schnell Ski fahren.” Auch wenn die Favoritinnen andere seien, so wolle man doch ein Wörtchen mitreden.

Ortliebs Aufschlüsse aus dem zweiten Training waren, dass sie entschlossen und sauber Skifahren müsse. “Die Piste ist hart und kompakt. Die Wellen sind gut fahrbar und absolut nicht gefährlich in meinen Augen.” Alle vier Österreicherinnen am Start hätten das Potenzial, eine Medaille zu holen. Dazu zählt auch Puchner: “Das ist das Ziel jeder, und auch für mich.” Sie ist die Einzige des ÖOC-Quartetts, die mit Silber im Super-G 2022 bereits bei Winterspielen erfolgreich war.

Vonn stark und im Verteidigungsmodus

Vonn lieferte auch im zweiten Training eine starke Leistung ab. Abermals gab sie keine Interviews, in den sozialen Medien reagierte sie auf die Aussagen eines Sportmediziners, der die Schwere der Verletzung anzweifelte. “Haha, danke Doc. Mein Kreuzband war bis vergangenen Freitag voll funktionsfähig. Nur weil es für Sie unmöglich erscheint, heißt das nicht, dass es nicht möglich ist. Und ja, mein Kreuzband ist zu 100 % gerissen. Nicht zu 80 % oder 50 %. Es ist 100 % weg.” Dies hatte auch tags zuvor ihr Trainer Aksel Lund Svindal Medienvertretern gesagt.

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