Hauser lief mit einer goldenen Sonnenbrille samt Krone ins Ziel

Biathletin Hauser im letzten Karriererennen in Oslo 19.

Sonntag, 22. März 2026 | 17:09 Uhr

Von: apa

Ex-Weltmeisterin Lisa Hauser ist im letzten Weltcup-Rennen ihrer Biathlon-Karriere auf Rang 19 gelandet. Die 32-jährige Tirolerin verbuchte am Sonntag im Massenstart am Holmenkollen vier Schießfehler. Am Ende fehlten ihr 2:13,5 Minuten auf Siegerin Lisa Vittozzi. “Es war noch einmal irrsinnig schön”, sagte Hauser nach ihrer Abschiedsvorstellung. Ihre 15. und letzte Weltcup-Saison beendete sie auf dem 18. Gesamtrang.

“Es ist richtig cool und toll gewesen, weil das ganze Team im Ziel Spalier gestanden ist und auf mich gewartet hat”, erklärte Hauser. “Jetzt geht ein neuer Lebensabschnitt los, ich freue mich darauf.” Lange hatte sie in Oslo um einen Top-Ten-Rang gekämpft, im letzten Stehendschießen ihrer Laufbahn unterliefen ihr aber noch zwei Fehler.

Durch die goldene Brille

Auf der Zielgeraden winkte Hauser dennoch zufrieden dem Publikum zu. Auf der Nase hatte die Massenstart-Weltmeisterin von 2021, die insgesamt sechs Weltcup-Einzelbewerbe gewonnen hat, da bereits eine goldene Sonnenbrille mit aufgesetzter Krone. Nach der Zieldurchfahrt kam ein rosa Hut dazu. Nach einem großen Schluck aus einer Magnum-Flasche Sekt posierte Hauser noch im Zielbereich mit ihrem Team und einem Transparent, das ihre Karriere Revue passieren ließ.

Die Italienerin Vittozzi entschied das Saisonfinale knapp vor der Schwedin Hanna Öberg für sich, Dritte wurde die Tschechin Tereza Vobornikova. Die kleine Kristallkugel im Massenstart-Weltcup ging an die Französin Julia Simon. Gesamtweltcupsiegerin Lou Jeanmonnot aus Frankreich landete im letzten Saisonrennen bei schwierigen Windbedingungen auf Rang 15.

Auch Simon Eder, der ebenfalls in dieser Woche zurückgetreten ist, wurde verabschiedet. Der Salzburger hatte den Start im Männerbewerb wie auch die übrigen Österreicher verpasst. Der Norweger Johan-Olav Botn holte sich den Heimsieg vor dem ebenfalls fehlerlosen Deutschen Philipp Nawrath. Dritter in einem packenden Finale wurde Gesamtweltcupsieger Eric Perrot aus Frankreich.

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