Von: ka
Bozen – Vor prächtiger Kulisse im Bozner Drusus-Stadion trennen sich der FCS und die „Stabiesi“ mit 1:1 (0:1). Crnigoj gleicht mit seinem Premierentor in der 60. Minute den Treffer von Gabrielloni in der 36. Minute aus. Aufgrund der anderen Ergebnisse müssen die Weißroten somit in das doppelte Relegationsduell mit Bari.

Unter Flutlicht und vor ausverkaufter Kulisse im Bozner Drusus-Stadion (mit Ausnahme des Gästesektors) trennen sich der FC Südtirol und Juve Stabia mit einem 1:1 (0:1)-Unentschieden. Durch die in einer hektischen wie ereignisreichen Schlussphase gereiften Ergebnisse auf den anderen Plätzen bedeutet die Punkteteilung für die Weißroten das Abrutschen auf Tabellenplatz 16 und somit den Gang in das doppelte Relegationsduell mit Bari. Eine beherzte Aufholjagd des FCS reicht gegen den Tabellensiebten also nur knapp nicht aus – die „Stabiesi“ hatten bereits vor Anpfiff in Bozen ihren Playoff-Platz sicher.

In Halbzeit eins machen die Gastgeber nach einer kurzen Phase des Abtastens das Spiel und kreieren eine Reihe von Torchancen, jedoch sind es die Gäste, die es schaffen, in Führung zu gehen: Gabrielloni verwertet im Rahmen einer Eckballvariante eine Hereingabe von Maistro von rechts (36.). Der FCS läuft – lautstark angetrieben vom Heimpublikum – ununterbrochen an und kommt nach einer Stunde Spielzeit zum Ausgleich: Zedadka flankt von links an den zweiten Pfosten, wo Crnigoj stark durchläuft und aus kürzester Distanz zum 1:1 trifft (60.). In der weiteren Folge soll, trotz bester Torchancen, der Siegtreffer nicht mehr gelingen.

Somit muss der FC Südtirol – wegen des Last-Minute-Ausgleichs von Empoli in Monza (2:2, 90+1.) – als Tabellen-16. den Gang in die Playouts antreten: Trotz derselben Punktezahl und der identischen Bilanz aus den direkten Duellen ist es die Tordifferenz, die die Toskaner im Endklassement vor die Weißroten stellt (−7 zu −10). In der Relegation wartet Bari auf den FCS: Das Hinspiel steigt am kommenden Freitag, den 15. Mai im „Stadio San Nicola“, das Rückspiel hingegen findet in zwei Wochen im „Druso“ statt (Anstoß jeweils um 20 Uhr).

ERSTE HALBZEIT
Die Weißroten stoßen an, vor toller Kulisse entwickelt sich ein intensiver Schlagabtausch, der zu Beginn jedoch noch mit gefährlichen Torraumszenen geizt: Die erste Annäherung wagen die Gäste in der 11. Minute, eine Bellich-Flanke von der linken Seite köpft Ciammaglichella neben das FCS-Gehäuse. Die Weißroten antworten prompt: Merkaj legt für Pecorino ab, dieser leitet zu Casiraghi weiter, der von der Strafraumgrenze direkt abzieht – Boer ist rechtzeitig unten (13.). Kurz darauf kombinieren sich die beiden FCS-Stürmer erneut durch das Zentrum, wo schließlich Pecorino mit seinem starken linken Fuß zum Abschluss kommt: In extremis wird der Schussversuch zur ersten Ecke abgeblockt (17.). Mit fortschreitender Spieldauer nehmen die Gastgeber die Zügel der Partie in die Hand: Eine Molina-Hereingabe von rechts findet den Kopf von Pecorino, Boer packt sicher zu (18.).

Nur drei Minuten später tankt sich Casiraghi bis an die linke Grundlinie durch: von dort spielt er einen flachen, giftigen Ball in die Mitte, wo Merkaj einläuft, das Spielgerät unter Bedrängnis von Dalle Mura jedoch nicht entscheidend in Richtung Tor bekommt (21.). Wenig später zieht Merkaj von rechts die Strafraumgrenze entlang ins Zentrum, dabei lässt er zwei Gegenspieler aussteigen; im Anschluss schließt er mit links ins rechte untere Eck ab, Boer reagiert stark (26.). In den Spielminuten 32 und 33 versucht sich Tronchin zweimal per Weitschuss: Der erste wird abgeblockt, den zweiten fischt Boer mit einer weiteren Glanzparade aus dem rechten Eck. Die Hausherren drängen auf die Führung, diese gelingt jedoch den Gästen: Maistro bringt einen Corner von rechts flach in die Gefahrenzone, wo Gabrielloni flach ins kurze rechte Eck zum 0:1 trifft (36.). Der FCS ist um eine schnelle Antwort bemüht, ein Pecorino-Kopfstoß geht haarscharf am rechten Pfosten vorbei (38.). Mit dem knappen Rückstand aus der Sicht der Weißroten geht es in die Kabinen.

ZWEITE HALBZEIT
Die Weißroten gehen zunächst unverändert in die zweiten 45 Minuten, Juve Stabia hingegen tätigt drei Wechsel: Kassama, Zeroli und Giorgini ersetzen Diakitè, Maistro und Bellich. Das Bild bleibt jedoch zunächst dasselbe, der FC Südtirol rennt unermüdlich an: Merkaj bringt einen Versuch aus kurzer Distanz nicht im Tor unter (50.). Kurz darauf köpft El Kaouakibi im Anschluss an einen Corner von rechts in die Arme von Boer (57.). In Minute 60 gelingt den Weißroten der verdiente Ausgleich: Zedadka flankt von der linken Außenbahn an den zweiten Pfosten, wo Crnigoj stark durchläuft und aus wenigen Metern Distanz zum 1:1 trifft. Nur eine Zeigerumdrehung später fast der schnelle Doppelschlag des Torschützen: im Anschluss an eine weitere Ecke verwehrt Boer Crnigoj den zweiten Treffer auf der Linie (61.). Die Gastgeber bleiben am Drücker: Crnigoj findet Merkaj im Strafraum, dieser verzieht knapp (69.). In Minute 72 zischt eine Molina-Hereingabe von der rechten Grundlinie an Freund und Feind vorbei. Am anderen Ende sorgt ein Abschluss von Mannini für Entlastung, dieser fliegt knapp über das rechte Kreuzeck (75.). Mit Anbruch der Schlussphase hat Odogwu zunächst den Siegtreffer auf dem Fuß, seinen flachen Diagonalschuss legt er minimal rechts vorbei (83.).

Nur kurz darauf spielt Frigerio den bulligen FCS-Stürmer in die Tiefe frei, doch Boer ist vor diesem am Ball (88.). In der Nachspielzeit kommen die Gastgeber zu gleich drei Riesenmöglichkeiten auf den Lucky Punch: Als Erstes bedient Merkaj den freistehenden Crnigoj, der aus bester Position zu hoch ansetzt (90+3.). Nur Sekunden später ist es Verdi, der seinen Linksschuss knapp drüberlegt (90+4.). Die letzte Chance, die Playouts zu vermeiden, liegt auf den Füßen von El Kaouakibi, doch auch er bringt seinen Abschluss nicht auf das Juve-Stabia-Gehäuse (90+5.). Im Rahmen derselben Aktion schaltet sich kurz der VAR wegen eines vermeintlichen Foulspiels Giorginis an Merkaj ein, jedoch kommt es nicht mehr zum Elfmeterpfiff.

ZU DEN PLAYOUTS
Das doppelte Relegationsduell zwischen dem Tabellensechzehnten (FCS) und -siebzehnten (Bari) wird ausgetragen, da zwischen den besagten Positionen im Klassement nicht mehr als vier Punkte liegen. Das besser klassifizierte Team darf das Rückspiel vor heimischer Kulisse bestreiten; der zweite Akt findet also im Bozner Drusus-Stadion statt (Freitag, 22. Mai, 20 Uhr). Das Hinspiel steigt eine Woche vorher im „Stadio San Nicola“ von Bari (Freitag, 15. Mai, 20 Uhr). Sollte es nach 180 Minuten nach Toren unentschieden stehen, so bliebe der FCS aufgrund der besseren Tabellenposition in der Serie B.
FC SÜDTIROL – SS JUVE STABIA 1:1 (0:1)
FC SÜDTIROL (3-5-2): Adamonis; Veseli (56. Zedadka), Pietrangeli, El Kaouakibi; S. Davi, Casiraghi (65. Verdi), Tronchin (65. Frigerio), Tait © (56. Crnigoj), Molina; Pecorino (74. Odogwu), Merkaj.
Auf der Ersatzbank: Borra, Mancini, Masiello, Martini, Tonin, F. Davi, Brik.
Trainer: Fabrizio Castori.
JUVE STABIA (3-5-1-1): Boer; Bellich (46. Giorgini), Dalle Mura, Diakitè (46. Kassama); Mannini, Ciammaglichella (62. Candellone), Torrasi, Pierobon, Ricciardi (82. dos Santos); Maistro (46. Zeroli); Gabrielloni.
Auf der Ersatzbank: Signorini, Burnete, Carissoni, Leone, Cacciamani, Okoro, Mosti.
Trainer: Ignazio Abate.
SCHIEDSRICHTER: Livio Marinelli (Tivoli) | Assistenten: Mattia Politi (Lecce) & Paolo Bitonti (Bologna) | Vierter Offizieller: Riccardo Dasso (Genua).
VAR: Lorenzo Maggioni (Lecco) | AVAR: Matteo Gualtieri (Asti).
TORE: 0:1 Gabrielloni (36.), 1:1 Crnigoj (60.).
DISZIPLINARISCHE MASSNAHMEN: Gelbe Karte – Zedadka (FCS | 90.).
ANMERKUNGEN: Heiterer Abend, Temp. um 21 °C. 5.064 Zuschauer, davon 27 Gäste-Fans.
Eckenverhältnis 8:2 (4:2) | Nachspielzeit: 1 min + 4 min (+2).











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