Von: ka
Bozen – In einem Drama in zwei Akten, das den weißroten Fans den letzten Nerv kostete, trennten sich der FC Südtirol und die Mannschaft aus Bari, die in besseren Zeiten die Serie A aufgemischt hatte, beide Male mit 0:0, was den heimischen Kickern dank der besseren Platzierung nach der regulären Meisterschaft den Verbleib in der Serie B sicherte.

Nach dem Schlusspfiff im ausverkauften Bozner Drusus-Stadion war die Freude grenzenlos, denn die kämpferische Leistung in beiden Begegnungen wurde belohnt. Doch den Mannen aus Apulien hätte ein Tor genügt, um die Weißroten in das Tal der Tränen zu stürzen – Adamonis verhinderte mit einer Glanzparade einen Rückstand. Hätten die Spieler in den letzten drei Monaten stets solche Leistungen gezeigt, hätten sie sich die beiden „Endspiele” erspart.

Es ist jedoch bezeichnend, dass der FC Südtirol, der seit der Saison 2022/23 in der zweithöchsten italienischen Fußballliga spielt, in seiner mittlerweile vierten Saison in der Serie B zum ersten Mal „ums Überleben“ gekämpft hat. Als Liganeuling und überraschender Play-off-Teilnehmer rutschte der FCS in den folgenden Saisonen langsam nach unten, was ihm in der letzten Meisterschaft fast zum Verhängnis geworden wäre.

Wohlgemerkt, dem FCS ist es gelungen, mit einem der kleinsten Budgets der Serie B vier Saisonen lang im Wettbewerb mit starken Mannschaften zu überleben, was eine beachtliche Leistung ist. Doch gerade das Drama in zwei Akten und sein verdienter, aber auch glücklicher Ausgang sollte den Vereinsgranden als Anstoß dienen, nach neuen Sponsoren Ausschau zu halten, denn ein Teil des Kaders ist schlicht nicht Serie-B-tauglich.

Die Weißroten brauchen aber nicht nur eine „Bluttransfusion”, sondern auch einen klugen Kopf wie Jannik Sinner. Die große Stärke der Nummer 1 der Tenniswelt ist es, aus Fehlern zu lernen, sich ständig weiterzuentwickeln, sich seinen Gegnern perfekt anzupassen und dabei kleinste Details zu berücksichtigen. Gelingt das, werden die Weißroten in der Saison 2026/27 genauso furchteinflößend sein wie in ihrer ersten Saison. Die Weißroten leben!





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