Von: ka
Bozen – Vor ausverkaufter Kulisse im Bozner Drusus-Stadion reicht der Formation von Mister Fabrizio Castori erneut ein torloses Remis (0:0), um in der Serie BKT zu bleiben. Aufgrund der besseren Platzierung zum Ende der Regular Season halten die Weißroten die Klasse.

Mission erfüllt: Der FC Südtirol bleibt in der Serie B! Unter den Flutlichtern eines restlos ausverkauften Bozner Drusus-Stadions sichert sich die Truppe unter der Leitung von Mister Fabrizio Castori zum vierten Mal in Folge den Klassenerhalt in der Serie BKT, der zweithöchsten italienischen Fußballspielklasse. Dazu reicht den Weißroten vor prächtiger Kulisse gegen Bari – wie im Hinspiel im „San Nicola“ – ein torloses Unentschieden (0:0) und zwar aufgrund der besseren Tabellenposition zum Ende der Regular Season, dank der dem FCS auch nach einer Gleichheit an Toren nach beiden Spielen der Ligaverbleib sicher ist. Unter tosendem Applaus eines aus allen Nähten platzenden „Druso“ beenden Kapitän Tait und Co. die Saison also mit dem Erreichen des großen Saisonziels sowie der Ehrenrunde vor den eigenen Fans.

ERSTE HALBZEIT
Beide Teams starten intensiv in die Partie, Torraumszenen bleiben zunächst aber eher die Seltenheit: So wird Merkaj in der 12. Minute durch einen langen Ball auf die Reise geschickt, in der Nähe der rechten Strafraumseite schließt der FCS-Stürmer aus schwieriger Position direkt ab, verzieht jedoch diagonal. Kurz darauf wird Pecorino von Molina angespielt, er dreht auf, legt sich den Ball nochmals zurecht und schießt: Sein Versuch wird abgefälscht und fliegt am linken Eck vorbei (15.). Im Anschluss an den fälligen Eckstoß kommt die Nummer 9 der Weißroten nach Hereingabe von Casiraghi zum Kopfball, Cerofolini ist auf der Hut und packt zu (16.). Die Gastgeber haben nun mehr vom Spiel, Merkaj legt nach einem Kopfball-Zuspiel von Frigerio für Pecorino ab, dessen Linksschuss knapp rechts vorbeizischt (18.). Auf der anderen Seite endet eine weiche Halbfeldflanke von Pagano in den Armen von Adamonis (20.).

Nach einer guten halben Stunde gibt es aus dem Nichts die Riesenchance für die Gäste: Pagano treibt einen Bari-Konter über das Zentrum nach vorne und eröffnet auf links zu Rao, der sich gegen Molina und El Kaouakibi behaupten kann und aus spitzem Winkel das linke Lattenkreuz trifft (32.). Beinahe im Gegenzug treffen die Hausherren ihrerseits Aluminium: Pecorino verlagert das Spiel auf rechts zu Molina, der seinen direkten Gegenspieler aussteigen lässt, in die Box eindringt und mit links abzieht – der rechte Innenpfosten rettet für Cerofolini, von dort aus trudelt der Ball die Torlinie entlang, überschreitet diese jedoch nicht. Die Gäste klären in der Folge zur Ecke, welche nichts einbringt (34.). Etwas später klärt Molina auf der anderen Seite vor die Füße von Piscopo, der mit seiner Direktabnahme knapp seitlich verzieht (43.). In der Nachspielzeit flankt Davi von links, Frigerio kommt an den Ball, in der Folge jedoch kann Dorval Pecorino in extremis antizipieren und zur Ecke klären (45+1.).

ZWEITE HALBZEIT
Die Weißroten gehen zunächst unverändert in die zweiten 45 Minuten, die Gäste ersetzen den gelb verwarnten Maggiore durch Verreth. Das Bild bleibt auch nach Wiederanpfiff vorerst dasselbe: Die Gastgeber zeigen sich optisch feldüberlegen. So treibt Davi in Spielminute 51 einen Konter voran, schließlich schlägt Casiraghi von der linken Grundlinie eine Hereingabe ins Zentrum, wo Piscopo vor Frigerio klären kann. Nur kurze Zeit später dribbelt sich Tronchin links in der Box durch und legt mit links scharf in die Gefahrenzone, wo sich jedoch kein FCS-Akteur findet: Die gefährliche Hereingabe verpufft somit im Seitenaus. Bari wird nun in die eigene Hälfte geschnürt, der Führungstreffer der Weißroten liegt in der Luft – und wird in Minute 63 (vermeintlich) zur Tatsache. Die Hausherren tragen einen mustergültigen Konter vor und erwischen die Hintermannschaft der „Pugliesi“ damit auf dem falschen Fuß: Pecorino behauptet sich gegen Dickmann und schickt so per Kopf Merkaj auf die Reise, welcher in der Folge mustergültig für seinen Sturmpartner querlegt.

Pecorino trifft vor Cerofolini aus wenigen Metern zum 1:0, doch der VAR meldet sich und bittet den Unparteiischen zum On-Field-Review (65.). Nach Ansicht der Bilder ahndet La Penna den Zweikampf zwischen dem Torschützen und Dickmann an der Mittellinie als Foul und kassiert den Treffer ein (67.). Gäste-Coach Longo reagiert, er bringt Gytkjaer für Pagano und stellt so auf ein 4-4-2 um – und der eingewechselte Angreifer kommt sogleich zur Riesenchance für Bari: Dickmanns Schussversuch mutiert zur maßgenauen Vorlage für Gytkjaer, der das Leder mit rechts aus kürzester Distanz in Richtung Tor lenkt. Adamonis bewahrt die Seinen mit einer Glanzparade vor dem Rückstand (72.). Am anderen Ende antizipiert Verreth im eigenen Strafraum mit der Fußspitze Casiraghi (76.). In der Schlussphase fasst sich Artioli aus der Distanz nochmals ein Herz, doch Adamonis ist auf der Hut und wehrt sicher zur Seite ab (89.). Die sechsminütige Nachspielzeit verwalten die Weißroten – mit der tosenden Unterstützung des Heimpublikums – ohne Probleme und feiern so durch ein weiteres 0:0 den verdienten Klassenerhalt.

FC SÜDTIROL – SSC BARI 0:0
FC SÜDTIROL (3-5-2): Adamonis; Veseli, Pietrangeli, El Kaouakibi; S. Davi, Casiraghi ©️ (85. Crnigoj), Tronchin, Frigerio (83. Tait), Molina; Pecorino (85. Odogwu), Merkaj.
Auf der Ersatzbank: Borra, Theiner, Mancini, Martini, Zedadka, Tonin, Sabatini, F. Davi, Verdi.
Trainer: Fabrizio Castori.
SSC BARI (4-3-1-2): Cerofolini; Dorval, Nikolaou, Odenthal, Mantovani ©️ (56. Dickmann); Piscopo, Maggiore (46. Verreth), Braunöder (84. Artioli); Pagano (68. Gytkjaer); Rao (84. Cuni), Moncini.
Auf der Ersatzbank: Pissardo, Bellomo, Esteves, Pucino, Manè, Stabile, De Pieri.
Trainer: Moreno Longo.
SCHIEDSRICHTER: Federico La Penna (Rom 1) | Assistenten: Giuseppe Perrotti (Campobasso) & Alessandro Costanzo (Orvieto) | Vierter Offizieller: Francesco Fourneau (Rom 1).
VAR: Valerio Marini (Rom 1) | AVAR: Daniele Chiffi (Padua).
DISZIPLINARISCHE MASSNAHMEN: Gelbe Karten – El Kaouakibi (FCS | 19.), Maggiore (BAR | 39.), Odenthal (BAR | 81.), Artioli (BAR | 85.).
ANMERKUNGEN: heiterer, teils bewölkter Abend, Temp. um 28 °C. 5.520 Zuschauer, davon 626 Gästefans. | Eckenverhältnis 6:4 (4:2) | Nachspielzeit: 1 Min. + 6 Min.












Aktuell sind 0 Kommentare vorhanden
Kommentare anzeigen