Von: ka
Bozen – Im Rahmen des 30. Spieltags, des elften der Rückrunde der Serie BKT 2025/26, trennen sich der FC Südtirol und Pescara im Bozner Drusus-Stadion mit einem torlosen Remis (0:0). In einer ausgeglichenen, umkämpften und emotionalen Partie müssen die Weißroten die Schlussphase in Unterzahl bestreiten, sah Kapitän Tait nach Foul an Acampora und anschließendem VAR-Check doch in Minute 77 die rote Karte.

ERSTE HALBZEIT
Die Weißroten stoßen an und kommen sogleich zur ersten Torchance: In der 2. Minute spielt Tait einen einladenden Ball von rechts in der Box zu Verdi, der mit links nicht lange fackelt; seine Direktabnahme rauscht knapp links am Tor von Saio vorbei. Auf der anderen Seite meldet sich Pescara in Person von Ex-FCS-Akteur Cagnano offensiv an, seinen Linksschuss kann El Kaouakibi blocken (6.). Kurz darauf wird Berardi von Insigne in Szene gesetzt: Er dringt in die Box der Gastgeber ein und bedient seinerseits Di Nardo, der unter Bedrängnis nicht zum Schuss kommt (8.). In Minute 14 spielt Casiraghi Merkaj in die Tiefe an, der an der Strafraumgrenze mit Cagnano in Kontakt kommt: Für den Unparteiischen begeht der FCS-Stürmer ein Offensivfoul, sehr zum Unmut des Publikums im Drusus-Stadion.

Vier Zeigerumdrehungen später fasst sich Verdi mit einem Freistoß aus rund 30 Metern Distanz ein Herz und bringt ihn direkt auf das Gästegehäuse: Saio ist aufmerksam und packt zu (18.). Auf der Gegenseite macht es ihm Insigne aus rund 20 Metern Entfernung nach, Adamonis wehrt den giftigen Aufsetzer aber ebenso souverän zur Ecke ab (20.). Kurz darauf versucht sich Brugman, ebenfalls per Freistoß, aus halbrechter Position kurz vor der Strafraumgrenze – er legt diesen haarscharf drüber (22.). In Spielminute 31 spielt Insigne auf der linken Außenbahn Berardi per Steilpass an, dieser legt in der Folge ins Zentrum zu Di Nardo, dessen Linksschuss fällt jedoch viel zu hoch aus. Kurz darauf blockt Casiraghi einen Abschluss von Gravillon (33.), ehe Acampora von rechts in die Mitte zieht und Adamonis mit einem wuchtigen Linksschuss ins kurze rechte Eck prüft: Der FCS-Keeper ist auf der Hut (34.). Auch zwei Minuten später bewahrt der Litauer die Seinen vor dem Rückstand, per Glanzparade lenkt er mit den Fingerspitzen einen gefährlichen Schuss von Berardi um den rechten Pfosten; der Pescara-Akteur konnte zuvor einen Zweikampf für sich entscheiden und drang alleine in die Box der Hausherren ein (36.). Kurz vor der Pause sucht Verdi mit einem Diagonalpass aus dem linken Halbfeld Federico Davi, dieser wird aber vom aus seinem Tor stürmenden Saio antizipiert (42.). So geht es ohne Tore in die Kabinen.

ZWEITE HALBZEIT
Mister Castori wechselt vor Wiederanpfiff einmal und bringt Pecorino für Verdi in die Partie. In Minute 55 spielt Tronchin im hohen Bogen mit einem No-Look-Ball Pecorino an, der sofort aus der Distanz abschließt – vorbei. Am anderen Ende flankt Gravillon von der rechten Seite weit an den zweiten Pfosten, wo Berardi herangrätscht, das Zuspiel jedoch nicht auf das Tor der Weißroten lenken kann (59.). In der 65. Spielminute bringt Casiraghi einen Freistoß aus dem linken Halbfeld scharf wie gefährlich an den zweiten Pfosten, wo El Kaouakibi per Kopf nur um Haaresbreite verpasst.

Neun Minuten später schaltet sich – nach einem Foul von Tait an der rechten Außenbahn gegen Acampora und anschließender gelber Karte für den FCS-Kapitän – der VAR ein und bittet den Unparteiischen zum On-Field-Review. Tatsächlich wird Tait in Minute 77 des Feldes verwiesen, zum ersten Mal in seiner Karriere. Die Weißroten also nur noch zu zehnt. Die Gäste drängen auf den Lucky Punch: Caligara zielt aus bester Position mit links deutlich zu hoch (87.), ehe Di Nardo nach Hereingabe von Letizia per Grätsche aus wenigen Schritten Distanz den Ball nicht im Tor unterbringen kann (89.). In der Nachspielzeit verzieht Caligara mit rechts ebenfalls deutlich (90+3.), weshalb es bei der torlosen Punkteteilung bleibt (0:0).

Die Weißroten nehmen im Hinblick auf die kommende englische Woche in der Serie BKT bereits am morgigen Vormittag (16. März) den Trainingsbetrieb im FCS Center in der Sportzone Rungg wieder auf.

FC SÜDTIROL – PESCARA CALCIO 1936 0:0
FC SÜDTIROL (3-5-2): Adamonis; Veseli, Kofler, El Kaouakibi; Zedadka (85. Masiello), Casiraghi (78. Frigerio), Tronchin (81. Martini), Tait ©, F. Davi; Verdi (46. Pecorino), Merkaj (81. Crnigoj).
Auf der Ersatzbank: Borra, Theiner, Bordon, Mancini, Tonin, Sabatini, Brik.
Trainer: Fabrizio Castori.
PESCARA CALCIO 1936 (4-3-2-1): Saio; Cagnano, Bettella, Capellini, Gravillon (72. Letizia); Berardi (72. Fanne), Brugman, Valzania (67. Caligara); Insigne © (67. Olzer), Acampora (81. Meazzi); Di Nardo.
Auf der Ersatzbank: D’Emilio, Brøndbo, Brandes, Altare, Russo, Oliveri, Corbo.
Trainer: Giorgio Gorgone.
SCHIEDSRICHTER: Claudio Giuseppe Allegretta (Molfetta) | Die Assistenten: Ivan Catallo (Frosinone) & Marco Emmanuele (Pisa) | Vierter Offizieller: Davide Di Marco (Ciampino).
VAR: Alessandro Prontera (Bologna) | AVAR: Luigi Nasca (Bari).
TORE: –
DISZIPLINARISCHE MASSNAHMEN: Gelbe Karten – Casiraghi (FCS | 21.), Zedadka (FCS | 49.), Valzania (PC | 65.), Veseli (FCS | 76.), Pecorino (FCS | 84.), Masiello (FCS | 90+3.). Rote Karte: Tait (FCS | grobes Foulspiel, 77.).
ANMERKUNGEN: teils bedeckter Nachmittag, Temp. um 12 °C. In der Halbzeitpause wurde Giacomo „Jack“ Poluzzi – langjähriger Torhüter der Weißroten und einer der Protagonisten des historischen Aufstiegs in die Serie B, der mit seinen Glanzleistungen sowie seiner Leadership viele der bedeutsamsten Seiten der bisherigen Vereinsgeschichte mitgeschrieben hat – für seine Zeit im Trikot des FC Südtirol geehrt. | 3.969 Zuschauer, davon 31 Gästefans. | Eckenverhältnis: 3–5 (1–3) | Nachspielzeit: 1 min + 7 min.











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