Aktion des Landesbeirats und vom FC Südtirol

Fokus auf Frauenrechte beim Männerspiel

Sonntag, 12. April 2026 | 11:27 Uhr

Von: mk

Bozen – Der FC Südtirol unterstützt den Landesbeirat für Chancengleichheit für Frauen und das Frauenbüro bereits seit geraumer Zeit beim Einsatz für mehr Gleichstellung und Gleichberechtigung. Sichtbar wurde diese Anstrengung am 11. April beim jüngsten Spiel des FC Südtirol im Drusussadion. Mit jeder Menge roten Taschen und Infomaterial wurde auf den anstehenden Equal Pay Day und die weiterhin bestehende Entgeltdiskriminierung von Frauen aufmerksam gemacht.

Wirksame Sensibilisierung erfordert manchmal auch Aktionen an ungewöhnlichen Orten: Beim Spiel des FC Südtirol gegen Modena konnten die Vertreterinnen des Beirats für Chancengleichheit und des Frauenbüros auf ein ganz besonderes Anliegen aufmerksam machen, nämlich die wirtschaftliche Situation von Frauen. Der Gender Pay Gap hat sich im Jahr 2025 erneut verschlechtert und liegt mittlerweile bei 17,5 Prozent (bezogen auf die Tagesentlohnung bei Vollzeit).

“Es ist wichtig, dass Unternehmen und  Organisationen mehr in Frauensport investieren. Dies fördert auch Werte wie Respekt, Teamgeist und Fairness, die im Sport von zentraler Bedeutung sind”, sagt Ulrike Oberhammer, die Präsidentin des Landesbeirats für Chancengleichheit.

„Die Finanzierung im Sport kommt nicht von selbst: Sie hängt von der Sichtbarkeit ab. Je mehr Platz wir dem Frauensport einräumen, desto mehr Ressourcen werden freigesetzt. Es ist ein positiver Kreislauf, der durch konkrete Entscheidungen gefördert werden muss, wie die Ergebnisse der Athletinnen im Skisport und im Tennis zeigen. Auch die Fußballvereine können und müssen auf diesem Weg ihren Beitrag leisten“, ergänzt Vizepräsidentin Nadia Mazzardis.

Auch deshalb sei der Vorschlag des FC Südtirol zu einer Aktion im Stadion gerne angenommen worden. „Im Dezember 2025 wurde der FC Südtirol mit der „Zertifizierung der Geschlechtergleichstellung“ ausgezeichnet – ein zukunftsweisender Meilenstein im Profifußball. Der FCS übernimmt damit bewusst soziale und erzieherische Verantwortung und versteht sich als Vorbild für positive Werte. Ziel ist es, bestehende Vorurteile abzubauen und aktiv die Entwicklung einer respektvollen, fairen und inklusiven Kultur zu fördern“, unterstreicht der FCS-Geschäftsführer Dietmar Pfeifer.

Insgesamt konnten über 300 rote Taschen mit Informationsmaterial zum Thema Entgeltgerechtigkeit  sowie 1500 Postkarten verteilt werden, die in der Spielpause oder zu Hause auch Männer zum Nachdenken über das Thema anregen sollen.

Bezirk: Bozen

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