Olympia-Debüt über 1000 Meter im Eisschnelllauf

Gold für Lollobrigida – nun blickt Italien auf Maybritt Vigl

Sonntag, 08. Februar 2026 | 11:50 Uhr

Von: mk

Klobenstein/Mailand – Die Olympischen Winterspiele Milano Cortina 2026 hätten für das Team Italia kaum besser beginnen können: Am 7. Februar, dem ersten offiziellen Wettkampftag, sicherte sich Francesca Lollobrigida die erste Goldmedaille für die Gastgebernation – und schrieb damit zugleich ein besonderes Kapitel Eisschnelllauf-Geschichte.

An ihrem 35. Geburtstag gewann Lollobrigida die 3000 Meter der Damen in herausragenden 3.54,28 Minuten. Mit dieser Zeit holte sie nicht nur Gold, sondern stellte auch einen neuen Olympischen Rekord auf. Nach ihren zwei Medaillen bei den Spielen von Peking 2022 ist es nun ihr erster Olympiasieg. Für die erfahrene Italienerin sind es bereits die vierten Olympischen Spiele – und zugleich die ersten als Mutter. Ihr Sohn Tommaso wurde 2023 geboren.

Besonders bemerkenswert macht diesen Triumph die schwierige Saison der Italienerin. Lollobrigida selbst hatte sie als die „schlechteste Saison ihrer Karriere“ bezeichnet. Umso emotionaler fiel der Sieg nun vor heimischem Publikum aus. Und ihr Olympia-Programm ist noch lange nicht beendet: Mit den Rennen über 5000 Meter, 1500 Meter und im Massenstart warten noch drei weitere Chancen auf Edelmetall.

Doch während Italien den Goldmoment feiert, steht mit Maybritt Vigl bereits die nächste Azzurra am Start. Die 21-jährige Südtirolerin vom Ritten startet am 9. Februar ab 17.30 Uhr in Mailand über die 1000 Meter – ihre derzeit stärkste Distanz. Aktuell gilt Vigl als schnellste Italienerin über diese Strecke und steht damit erstmals auf der ganz großen olympischen Bühne.

Für Vigl ist der Start ein ganz besonderer Moment: „Ich freu mich unglaublich auf das Rennen, natürlich bin ich etwas nervös und angespannt. Man merkt auch unter den Athleten, seitdem die Wettkämpfe gestartet sind, dass jeder versucht, jeden Moment aufzunehmen – bei mir genauso. Ich freue mich auf die Rennen, die Stimmung, meine Familie und Freunde, die extra nach Mailand reisen, um mir zuzusehen und mich anzufeuern. Aber auch alle, die zuhause mich über den Fernseher anfeuern. Ich kann’s kaum erwarten zu starten, ich glaube, es wird ein unvergessliches Rennen. Für meine Rennen weiß ich, dass die Konkurrenz natürlich unglaublich stark und groß ist, dabei will ich für mich selbst ein gutes Rennen fahren und sagen können, dass ich alles gegeben habe.“

Mit den 30 besten Eisschnellläuferinnen der Welt verspricht das Rennen Hochspannung. Zu den Favoritinnen zählen die Olympiasiegerin von 2022 Miho Takagi aus Japan, Silbermedaillengewinnerin Jutta Leerdam aus den Niederlanden, die US-Amerikanerin Brittany Bowe sowie Gesamtweltcupsiegerin Femke Kok. Der aktuelle olympische Rekord über diese Distanz liegt bei 1.13,19 Minuten – aufgestellt von Takagi.

Bezirk: Salten/Schlern

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