Von: apa
Kanadas Eishockey-Männer stehen beim Olympia-Turnier in Mailand nach einem Kraftakt im Halbfinale. Die “Ahornblätter” besiegten am Mittwoch im Viertelfinale Tschechien 4:3 nach Verlängerung. Den entscheidenden Treffer erzielte Mitch Marner (62.). Halbfinalgegner ist Olympiasieger Finnland, das die Schweiz in Overtime 3:2 bezwang. Das zweite Halbfinale bestreiten die USA und die Slowakei. Das US-Team schlug Schweden 2:1 n.V., die Slowaken fertigten Deutschland 6:2 ab.
Macklin Celebrini brachte die Kanadier nach glänzender Vorlage von Connor McDavid früh und erwartungsgemäß in Front (4.). Doch die Tschechen, die zum Turnierauftakt eine 0:5-Klatsche gegen die kanadischen NHL-Stars einstecken mussten, schlugen zurück: Lukas Sedlak glich aus (9.), David Pastrnak brachte den Außenseiter im Powerplay in Front (15.). Im Mitteldrittel startete Kanada einen Sturmlauf, verlor aber Kapitän Sidney Crosby nach einem Bodycheck, den der 38-Jährige gleich von zwei Gegenspielern einsteckte. Im Überzahlspiel gelang Nathan MacKinnon das 2:2 (33.).
Auch im Schlussdrittel zeigte Tschechien um Keeper Lukas Dostal starke Gegenwehr und krönte diese mit der erneuten Führung im Konter durch Ondrej Palat (53.). Allerdings hatte der Underdog zu diesem Zeitpunkt offenbar einen Spieler zu viel am Eis, was jedoch weder den Referees noch den Kanadiern aufgefallen war. Der Turnierfavorit stand nun gehörig unter Druck – und hielt dem stand: Nick Suzuki fälschte einen Schuss von Devon Toews unhaltbar zum 3:3 ab (57.). In der fälligen Overtime schoss Marner Kanada nach 72 Sekunden und einem starken Solo via “backhander” ins Glück. Nächster Gegner ist am Freitag nun der Sieger von Peking 2022.
Finnisches Comeback
Dabei sah es zunächst nicht nach einem finnischen Erfolg aus. Damien Riat (15.) und Nino Niederreiter (16.) brachten die Schweiz mit einem Doppelschlag binnen 72 Sekunden im ersten Drittel vermeintlich auf die Siegerstraße. Die Finnen bissen sich knapp 54 Minuten lang die Zähne an der eidgenössischen Verteidigung aus, bis sie doch noch zuschnappten und Comeback-Qualitäten zeigten. Sebastian Aho gelang der späte Anschlusstreffer (54.), eine Minute vor Ende glich Miro Heiskanen aus (59.). Daher mussten die Cracks auch in dieser Partie eine Extraschicht einlegen. Hier besorgte Artturi Lehkonen im Drei gegen Drei die Entscheidung (64.).
Die US-Amerikaner mussten in einer defensivstarken, umkämpften Partie mit den Schweden ebenfalls “Überstunden” machen, behielten aber schließlich die Oberhand. Dylan Larkin brachte das US-Team in Front (32.), Mika Zibanejad glich eineinhalb Minuten vor Schluss aus (58.). In der Verlängerung erlöste Quinn Hughes die US-Boys (64.). Nun geht es ebenfalls am Freitag gegen die Slowakei, die mit den Deutschen kurzen Prozess machte. Pavol Regenda (19./41.), Milos Kelemen (25.), Oliver Okuliar (25.), Dalibor Dvorsky (31.) und Tomas Tatar (57.) sorgten für einen klaren Sieg.




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