Von: apa
Gesamt-Weltcupsieger Johannes Lamparter hat am Sonntag die Saison mit dem erhofften Erfolg beendet. Der 24-jährige Tiroler gewann nicht nur erstmals auf dem Holmenkollen in Oslo, sondern feierte seinen 23. Weltcupsieg in der Nordischen Kombination. Er zog mit dem besten Österreicher in der Weltcupgeschichte, Felix Gottwald, gleich. Lamparter blieb in der 10-km-Loipe als Sprungsieger immer vorne und schlug den großen Konkurrenten Jens Luraas Oftebro (NOR) um 31,2 Sekunden.
Lamparter freute sich danach dementsprechend. “War ein sehr cooles Ende, grandiose Saison und es war ein ganz großes Ziel, am Holmenkollen einmal gewinnen zu dürfen”, sagte Lamparter, dem traditionell danach vom norwegischen König gratuliert wurde, im ORF-Interview. Sein Rennplan sei voll aufgegangen. “Ich wollte die ersten Runden so schnell wie möglich gestalten. Ich hab dann die letzte Runde fast schon genießen können.”
Lamparter gewann im “Wimbledon” seiner Sportart
Lamparter hatte sich schon am vergangenen Wochenende zum zweiten Mal die große Weltcupkugel gesichert und ist zudem Gewinner der kleinen Kugeln im Massenstart und Kompakt. Am Sonntag zählte aber nur der Sieg am Traditionsort. “Das ist das Wimbledon bei uns.” Zwar sei ein Heimsieg beim Seefeld-Triple noch darüberzustellen, aber gleich danach komme Oslo. Gefeiert sollte ordentlich werden, versprach Lamparter. “Es wird sehr flüssig, es wird ein, zwei ‘Hopfen-Smoothies’ geben”, scherzte er.
Thomas Rettenegger wurde als zweitbester Österreicher Siebenter, Fabio Obermeyr und Stefan Rettenegger kamen als 17. und 18. noch in die Top 20. Lamparter ging nach einem 136-m-Satz auf dem traditionsreichen Holmenkollen als Sprungsieger mit 48 Sekunden Vorsprung auf Jens Luraas Oftebro in die 10-km-Loipe. Auch wenn der Norweger kontinuierlich näher kam, so war nach 7,5 Kilometern klar, dass Lamparter der Sieg nicht mehr zu nehmen war.
Johannes Rydzek beendete Karriere
Mit dem zweifachen Olympiasieger Johannes Rydzek endete am Sonntag auch eine große Kombiniererkarriere. Der 34-jährige Deutsche ließ seine Laufbahn als Achter ausklingen. Er war u.a. sieben Mal Weltmeister und gewann 18 Weltcuprennen. Rydzek möchte der Kombination “in irgendeiner Form” erhalten bleiben. Auch der Japaner Akito Watabe stellt die Ski ins Eck.
Bei den Frauen endete die Saison mit dem 28. Weltcupsieg der Schwedin Ida Marie Hagen, die die 5-km-Loipe in 13:55,2 Minuten bewältigte. Platz zwei wurde im Fotofinish vergeben, das die US-Amerikanerin Tara Geraghty-Moats vor der Finnin Minja Korhonen gewann, beide hatten 41,6 Sekunden Rückstand. Beste Österreicherin wurde Lisa Hirner, die ihren fünften Platz nach dem Sprung auf dem letzten Kilometer noch verlor und Siebente (+1:18,5 Min.) wurde. Hirner war sehr enttäuscht. “Die erste Saison ohne Podium, das tut grad unglaublich weh”, meinte sie. Claudia Purker erreichte Platz 13 (+2:02,3), Katharina Gruber landete an der 15. Stelle (+2:23,7). Annalena Slamik wurde 19.




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